Importiert: Diese US-Bräuche feiern auch wir

Am 31. Oktober ist Halloween und auch in Österreich rufen immer mehr Kinder "Süßes oder Saures". Doch nicht nur Halloween, auch andere amerikanische Bräuche werden mittlerweile in Europa gefeiert.

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Auch bei uns verkleiden sich immer mehr Kinder Foto: evgenyatamanenko/iStock/Thinkstock

Vor einigen Jahren verkleidete man sich hierzulande nur zu Fasching, mittlerweile trifft man am 31. Oktober auch hierzulande auf der Sprache Geister und Hexen. Einer von vielen amerikanischen Bräuchen, die zu uns herübergeschwappt sind.

1. Halloween

Halloween ist im Grunde gar kein amerikanischer Brauch, sondern stammt aus dem katholischen Irland. Irische Auswanderer brachten den Brauch in die USA. Auch die Iren stellten schon mit Fratzen verzierte Kürbisse in die Fenster, um böse Geister zu vertreiben. Und auch im deutschsprachigen Raum gibt es diesen Brauch schon seit jeher, bekannt unter dem Namen "Rübengeistern", da man anstelle eines Kürbisses eine Rübe verwendete. Das typische Verkleiden der Kinder war aber nicht Teil des Brauches.

Seit den 1990er-Jahren verbreiten sich die amerikanischen Halloweenbräuche aber zunehmend auch in Europa.

2. Black Friday

Einen Tag nach Thanksgiving feiern die Amerikaner den Black Friday, für die Unternehmen ist dies der Umsatzstärkste Tag des Jahres. Verlängerte Öffnungszeiten und unschlagbare Rabatt-Aktionen sollen die Kunden in die Geschäfte locken – mit Erfolg! Das Konzept ist so erfolgreich, dass auch heimische Unternehmen an diesem Tag die Preise senken, den Anfang machte 2006 Apple, als sie das iPhone stark verbilligt anboten.

3. Weihnachtsgurke

In den USA ist es Brauch, eine grüne Glasgurke ganz versteckt in den Weihnachtsbaum zu hängen. Derjenige, der die gut getarnte Gurke als erstes findet, darf sich über ein zusätzliches Geschenk freuen. Auch hierzulande werden immer öfter – neben traditionellen Weihnachtskugeln – kleine Glasgurken angeboten.

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Die grüne Gurke ist ein Glücksbringer Foto: lug1/iStock/Thinkstock

4. Babyparty

In den USA nennt sichdas Fest "Baby Shower". Ungefähr zwei Monate vor dem Geburtstermin findet eine Feier statt, meist nehmen nur weibliche Gäste daran teil. Organisiert wird die Party meist von einer Freundin der Schwangeren und alle Gäste bringen Geschenke (meist Babyutensilien) mit. Die selbst gebastelte Windeltorte ist das Highlight jeder Babyparty. Bunte Dekorationen und Partyspiele wie möglichst schnell ein Babyfläschchen zu leeren gehören ebenso zu einer waschechten Babyparty. Auch bei uns feiern immer mehr werdende Mütter eine Babyparty.

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Etwas zwei Monate vor der Geburt wird gefeiert Foto: jacoblund/iStock/Thinkstock

5. Babymoon

Noch ein Baby-Brauch aus den USA der nach Europa kam: Kurz vor der Geburt gönnen sich die werdenden Eltern noch einen entspannenden Urlaub. Besonders beliebt sind Spa-Aufenthalte, bei denen dann auch spezielle Dehnungsstreifenmassagen und Papa-Trainings angeboten werden.

6. Scheidungspartys

Eine Hochzeit ist ein Grund zu feiern – eine Scheidung allerdings auch. Bei der Party soll der Neuanfang nach der Trennung gefeiert werden, normalerweise ist dies ein bis zwei Jahre nach der Trennung der Fall, wenn der Liebeskummer abgeklungen ist. In den USA wurden Scheidungspartys vor einigen Jahren populär und der Brauch schwappte auch nach Europa über. Mittlerweile kann man die Party ganz bequem bei speziellen Scheidungsparty-Anbietern buchen. Die rituelle Verbrennung des Hochzeitskleides oder das Anbringen des Eherings an einem Luftballon, der dann fliegen gelassen wird, gehört zu den Ritualen, die auf einer Scheidungsparty vollzogen werden. Eine traditionelle Scheidungsparty in den USA kostet rund 6.000 Dollar.

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Auf den Neuanfang! Foto: gpointstudio/iStock/Thinkstock

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