Top 5: Die bizarrsten Naturwunder der Welt

Rosa Seen, wandernde Steine und leuchtende Höhlen: Mutter Natur hat zahlreiche, oft unfassbare Phänomene zu bieten. Wir verraten Ihnen, wo sie hinreisen müssen, um Unglaubliches zu sehen.

Pink Lake Australien
Pretty in Pink: Der Pink Lake in Australien Foto: LJ/iStock/Thinkstock

1. Pink Lake, Australien 

Unglaublich aber wahr: Der Lake Hillier - auch Pink Lake genannt - erstrahlt, wie sein Name schon verrät, in einem knalligen Pink. Zu finden ist dieses spektakuläre Gewässer auf der Insel Middle Island an der Südwestküste Australiens. Doch woher kommt die außergewöhnliche Farbe des Lake Hillier? Der Grund für dieses Phänomen ist noch nicht gänzlich geklärt, jedoch vermutet man, dass ein Zusammenspiel von Bakterien, Algen und Salz für die kräftige Farbe verantwortlich ist. Besuchen oder gar baden kann man in dem hübschen See aber leider nicht, da er sich inmitten eines Vogelschutzgebietes befindet. Bestaunen lässt sich der 600 Meter lange See also nur von oben. 

2. Steinerner Wald, China

Ebenfalls ein echtes Highlight ist die Karstlandschaft Shilin, auch genannt steinerner Wald, welche sich in Südchina, genauer gesagt in der Provinz Yunnan, etwa 120 Kilometer entfernt von der Provinzhauptstadt Kunming befindet. Vor rund 270 Millionen Jahren hob sich der Boden in Yunnan, die uralten Gesteine hoben sich daraufhin bis über den Meeresspiegel und begannen zu erodieren. Aufgrund dieser Vorgänge bildeten sich über die Jahre bis zu 30 Meter hohe Sandsteine. Seit dem Jahr 2007 ist dieser außergewöhnliche Ort auch ein Welterbe der UNESCO. Damit Touristen und Besucher die einzigartigen Gesteine auch hautnah erleben können, wurden einige Abschnitte der bizarren Landschaft mit Wanderwegen und Brücken ausgestattet. 

Steinerner Wald, Shinlin, China
"Shinlin" bedeutet auf Deutsch Steinwald Foto: ImpaKPro/iStock/Thinkstock

3. Wandernde Felsen, Kalifornien 

Ein weiteres, beinahe mystisch wirkendes Phänomen der Natur sind die "Wandering Rocks" auf der Racetrack Playa. Die Racetrack Playa ist eine Ebene im Nordwesten des Death-Valley-Nationalparks in Kalifornien. Berühmt wurden die Felsen, weil sie sich bewegen und eindrucksvolle lange Spuren hinterlassen. In Bewegung hat die Felsen mit bloßem Auge aber noch nie jemand gesehen. Wie kann es also sein, dass diese kilometerweit durch die Racetrack Playa wandern? Erst im August 2014 fanden die Wissenschaftler, welche sich seit Jahren mit dem Phänomen beschäftigten, heraus, wie es zu der Bewegung kommt. Bei speziellen Wetterverhältnissen bewegen sich die Steine durch Windböen über eine dünne, angeschmolzene Eisdecke. Dabei legen die Felsen bis zu fünf Meter pro Minute zurück. 

Death Walley, Wandernde Steine
2014 kamen Wissenschaftler hinter das Geheimnis der Steine Foto: RadimekCz/iStock/Thinkstock

4. Waitomo-Höhle, Neuseeland

Beinahe magisch wirkt die Waitomo-Höhle, welche auch Glühwürmchen-Höhle genannt wird, in Neuseeland auf ihre Besucher. Die berühmte Höhle befindet sich auf der Nordinsel Neuseelands in der Region Waikato nahe der Stadt Te Kuiti. Wenn man vor den Höhlen steht und lediglich die grünen Hügel sieht, würde man nicht glauben, was für ein Naturschauspiel sich im Inneren der Höhlen abspielt. Unter der Erde kann man nämlich ein unglaubliches Lichtspektakel beobachten, das von der Natur ganz alleine inszeniert wird. Grund für die Lichter in der Höhle sind tausende von kleinen Insekten namens Arachnocampa luminosa - eine Pilzmückenart. Die Larven lassen Fäden von der Decke hängen, die die Höhle in ein türkisfarbenes Licht tauchen. 

Waitomo, Neuseeland
Insekten tauchen die Höhle in türkises Licht Foto: MarcelStrelow/iStock/Thinkstock

5. Salar de Uyuni, Bolivien 

Unglaublich ist auch die Wüste Salar de Uyuni, welche zu den Landschaften des Altiplano im Südwesten Boliviens gehört. Hinter der spektakulären Landschaft im Hochland Boliviens stecken rund zehn Milliarden Tonnen Salz. Denn das ist genau das, was von dem prähistorischen und vor Jahrtausenden ausgetrocknetem Tauca-See übrig geblieben ist. Unglaubliche 10.000 Quadratkilometer ist diese Salzpfanne groß. Neben zahlreichen Touristen lockt diese einzigartige Landschaft jedes Jahr auch Tausende Flamingos an, die hier brüten. Eine Reise zu der größten Salzwüste der Welt ist aber nicht ganz ohne. Wer die Salar de Uyuni besuchen will, sollte vor allem nicht zu zimperlich sein und mit der Höhenkrankheit und extremen Klimaschwankungen leben können. Wer es schafft, diese Strapazen durchzuhalten, wird auf dieser Reise jeden Tag aufs Neue von der Natur überrascht.

Salzwüste Salar de Uyuni
Die Salar de Uyuni ist die größte Salzpfanne weltweit Foto: sara_winter/iStock/Thinkstock