Bibergeil und Co.: Diese Stoffe stecken in Parfüms

Riecht das guuut … Doch wieso nur? In Parfüms stecken oft Stoffe, die zwar gut duften, von denen man lieber nicht gewusst hätte, woher sie kommen.

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Parfüm enthält viele allergieauslösende Stoffe Foto: Maryviolet/iStock/Thinkstock

Geschmäcker sind verschieden, und so weitläufig ist auch die Bandbreite von Parfüms. Doch nicht alle sind dabei zu empfehlen, viele Parfüms enthalten gesundheitsgefährliche Stoffe. Sensible Menschen können darauf allergisch, mit Schwindel oder Migräneattacken reagieren. Immer mehr Menschen informieren sich deswegen vor dem Kauf und setzen auf unbedenkliche Duftstoffe. Ein Schritt in die richtige Richtung!

Viele Duftstoffe in Parfüms sind auch heute noch natürlichen Ursprungs – über ihren genauen Ursprung möchte man manchmal lieber nicht zu genau nachdenken.

1. Ambra

Der Stoff stammt nicht aus den Tiefen des Meeres, sondern aus den Tiefen des Pottwals. Der äußerst kostbare und nur in teuren Parfüms eingesetzte Stoff wird von Pottwalen ausgeschieden, die Forscher vermuten, dass die Tiere den Stoff als Abwehrreaktion auf Verletzungen produzieren. Als Darmstein wird Ambra dann ausgeschieden und reagiert mit dem Meereswasser, sodass der begehrte Amberstein entsteht, der schließlich an die Küste geschwemmt wird.

2. Moschus

Moschus wurde früher aus der Drüse der Moschushirsche gewonnen. Eine animalische und strahlend-süße Duftnote sollte so erreicht werden. Heutzutage wird Moschus jedoch synthetisch hergestellt.

3. Bibergeil

Das Sekret stammt – wie der Name unschwer vermuten lässt – von Bibern. Das Sekret hat einen Geruch ähnlich dem Moschus und dient Bibern zur Fellpflege und Reviermarkierung. In den USA gibt es ganze Biberfarmen, in denen die Tiere das Sekret am Rand einer Dose abstreifen können. In den USA ist Bibergeil nämlich auch als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. In Europa wird der Duftstoff heute großteils synthetisch erzeugt.

4. Zibet

Von den Zibetkatzen stammt Zibet, der aus den Drüsentaschen der Katzen entnommen wird. Die Drüsen werden einmal die Woche entleert, um an das an Moschus erinnernde Sekret zu gelangen. Die Tiere werden dabei nicht getötet, doch die Katzen, denen Zibet entnommen wird, werden teilweise auch für die Fell- und Fleischproduktion herangezogen. 

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