5 Beziehungskonflikte – und die passende Lösung

Streit gehört dazu, ständig über die gleichen Themen zu diskutieren kann jedoch zermürbend wirken und die Beziehung gefährden. Das muss nicht sein, denn diese fünf weitverbreiteten Paarkonflikte könnten ganz einfach gelöst werden.

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Ständig über die gleichen Themen zu diskutieren kann ermüden Foto: Deagreez/iStock/Thinkstock

Wer bringt den Müll raus, wer spült ab, wer hat schon wieder mal zu viel Geld für Klamotten oder Videospiele ausgegeben und überhaupt – statt auf der Playstation zu zocken, könnte man auch mal wieder was essen gehen und über die gemeinsame Zukunft diskutieren. Als Paar ist man mit vielen Problemen konfrontiert, die man als Single nicht hätte und nicht selten führt die hundertste Diskussion über Geld kurz oder lang zur Trennung – Liebe hin oder her. Dabei gäbe es für bestimmte Probleme ganz einfache Lösungen, die das Liebesglück erhalten.

1. Zu wenig Kommunikation

Nach einem langen Arbeitstag kommen beide müde und gestresst von der Arbeit nach Hause. Im schlimmsten Fall lässt man den Bürofrust beim Partner aus, im besten Fall schweigt man sich gemeinsam auf der Couch an, lässt sich vom Fernseher berieseln und wirft in regelmäßigen Abständen einen prüfenden Blick auf sein Smartphone. Nicht gerade ein berauschender Feierabend, oder? Und auch die Beziehung leidet unter einer solchen Unaufmerksamkeit. Schließlich möchte man von seiner besseren Hälfte ja Wertschätzung erfahren und über seine Probleme und Interessen reden können. Doch der Alltag ist ein gefährlicher Gegenspieler und nur allzu schnell steckt man in Routinen und nimmt den anderen als selbstverständlich hin. Irgendwann hat man so sehr voneinander entfremdet, dass man sich fragt, wieso man überhaupt noch zusammen ist.

Die Lösung

Als Sie ihren Schatz kennenlernten, wird es schon einen Grund gegeben haben, wieso die Wahl genau auf diese Person fiel. Versuchen Sie sich doch mal wieder daran zu erinnern. Dieser Mensch von damals steckt auch heute noch in Ihrem Partner und möchte entdeckt werden. Dafür braucht es Zeit und die muss man sich nehmen: Legen Sie einen fixen Tag in der Woche fest, der nur der Liebe gehört. Gemeinsames Kochen, kuscheln, reden – diese Feierabendgestaltung klingt schon sehr viel verlockender. Handy und Fernseher bleiben an diesem Tag selbstverständlich aus!

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Weg mit Handy: Liebe braucht Zeit Foto: Vasyl Dolmatov/iStock/Thinkstock

2. Geld

Geld ist ein schwieriges Thema. Jeder mag es, niemand redet gerne darüber. Besonders kritisch wird die Lage dann, wenn sich ein Paar ein gemeinsames Konto teilt. Wer bestimmt, was eine Ausgabe wert ist? Ist der Küchenmixer wirklich wichtiger als die Felgen fürs Auto? Und überhaupt, muss man, während man vor dem überdimensionalen Flat Screen sitzt, wirklich diese sündhaft teure Feuchtigkeitsmaske einwirken lassen? Dabei wollten ja alle beide auf den gemeinsamen Urlaub sparen, das sollte doch Priorität haben – auch wenn der noch in weiter Ferne liegt.

Die Lösung

Ein gemeinsames Konto mag ja eine romantische Vorstellung sein, bringt aber viele Probleme mit sich! Schon Schopenhauer sagte: "Einen Freund verliert man selten dadurch, dass man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt." Jeder setzt unterschiedliche Prioritäten beim Thema Geld und Konflikte sind vorprogrammiert. Hat man als Paar hingegen zwei getrennte Konten, kann jeder mit seinem hart verdienten Geld das machen, was er möchte – ohne Rechtfertigungen! Auf einem dritten Konto können beide Partner zusätzlich einen gewissen Betrag für die Miete oder die Kosten für den nächsten Handwerksbesuch einzahlen – und natürlich auch für den lang ersehnten Urlaub. Die passende Strandbekleidung finanziert sich dann wieder jeder selbst.

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Getrennte Konten, getrennte Einkaufstaschen, gemeinsames Glück Foto: Bobex-73/iStock/Thinkstock

3. Eifersucht

Etwas Eifersucht kann die Beziehung auch beleben, schließlich möchte man vom anderen ja begehrt werden. Doch zu viel davon kann gefährlich werden. Wer ständig fragt, wo und mit wem der andere hingeht, bei jedem Blick, den der andere einem anderen Menschen schenkt, in die Luft geht und vielleicht auch noch heimlich die Mails und SMS des Partners checkt, vergiftet die Stimmung und erdrückt den anderen. So kann man einen eigentlich wirklich treuen Partner schnell vergraulen, denn die persönliche Freiheit ist auch in einer Beziehung das Um und Auf. 

Die Lösung

Kommunikation sowie die Ergründung der eigenen Gefühle ist hier der Schlüssel zum Erfolg.  Wer eifersüchtig ist, sollte sich fragen, wieso diese Gefühle so stark vorhanden sind. Gibt der Partner einen wirklich Grund zur Eifersucht oder hat man eher Probleme mit seinem Selbstwertgefühl und fühlt sich so, als hätte man den anderen gar nicht verdient. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle, so wird dieser sie besser verstehen und ihre Eifersuchtsdramen, sollten sie dennoch hin und wieder vorkommen, leichter akzeptieren können. Wer sich nicht sicher ist, ob er aus einer Mücke einen Elefanten macht, kann auch seine Freunde um Hilfe bitten: Wie sehen diese die Situation? Das hilft einem dabei, die Situation realistisch zu bewerten und sich nicht von seinen vielleicht ja völlig abwegigen Gedanken verleiten zu lassen.

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Manchmal, aber nicht immer, ist Eifersucht berechtigt Foto: Wavebreakmedia Ltd/iStock/Thinkstock

4. Haushalt

Ein alltägliches Problem, dem wohl alle Paare ausgesetzt sind. Wenn nicht gerade beide ein exakt gleiches Verständnis von Ordnung haben (und das ist eher unwahrscheinlich), wird sich einer immer von der Unordnung des anderen gestört fühlen und das Gefühl haben, im hinterherräumen zu müssen. Das kann mit der Zeit ganz schön mühsam werden, besonders dann, wenn sich der andere als lernresistent erweist und einem nicht entgegenkommt (dafür aber ein Berg dreckiger Socken). Irgendwann ist die Situation so aufgeladen, dass die kleinste Unachtsamkeit zum Eklat führt. Dann zeigt sich der andere zwar reumütig und räumt auf Drängen sein Chaos beiseite, nach einigen Tagen hat er aber alles wieder vergessen und die Diskussion geht von vorne los.

Die Lösung

Niemand hat Lust dem anderen ständig die gleichen Dinge erklären zu müssen. Hier hilft, was man vielleicht noch aus WG-Zeiten kennt: Ein Putzplan. Listen Sie auf, was Sie alles im Haushalt erledigen – vielleicht ist Ihrem Partner gar nicht bewusst, wie viel Sie leisten. Bereits das könnte dann dazu führen, dass er von sich aus hilfsbereiter wird und den Staubsauger auch mal ohne Aufforderung anwirft. Sollte die Schlechte-Gewissen-Tour nicht ausreichen, kann man einen Plan erstellen, der genau festlegt, wer am Dienstag Bad putzt und wer am Mittwoch die Wäsche macht.  

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Im Haushalt müssen beide anpacken Foto: Tijana87/iStock/Thinkstock

5. Unterschiedliche Zukunftsvorstellungen

Sie möchte Kinder, er eine Harley Davidson, sie träumt von einem Haus mit weißem Gartenzaun, er vom verglasten Penthouse in der Innenstadt – irgendetwas passt da nicht. Hat ein (junges) Paar gänzlich andere Vorstellungen von der Gestaltung der gemeinsamen Zukunft, sollte man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen, ob die Beziehung so überhaupt Sinn macht, oder ob eine Trennung nicht für beide die bessere Lösung wäre. Doch auch auf diese verzwickte Frage gibt es eine Antwort.

Die Lösung

Ein Problem, für das es nicht wirklich eine Lösung gibt, aber eine Möglichkeit, die Situation entspannter zu sehen, wenn man sich noch nicht trennen möchte. Die Frage nach der Zukunftsgestaltung, ob man mal Kinder, Enkelkinder oder lieber nur einen Goldfisch hätte, beschäftigt meist junge Paare. In jungen Jahren können sich Wünsche und Vorstellungen aber bekanntlich ändern. Ist man mit Mitte 20 noch überzeugt davon, der ewige Globetrotter zu sein und niemals sesshaft zu werden, kann mit Mitte 30 die Idee einer Reihenhaushälfte (inklusive Gartennutzung) dann plötzlich doch sehr verlockend wirken … Die Lösung für das Problem der unterschiedlichen Lebensvorstellungen könnte (könnte! Es wäre auch durchaus möglich, dass man sich wirklich einen hartnäckigen Globetrotter an Land gezogen hat) Geduld und Zeit sein sowie der Versuch, ganz im Hier und Jetzt und nicht im Wenn und Aber zu leben.  

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Oft hält die Zukunft einige Überraschungen bereit Foto: bodnarchuk/iStock/Thinkstock