Die 10 besten Science-Fiction-Filme

In "Aufbruch zum Mond" spielt Ryan Gosling den Astronauten Neil Armstrong. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, doch man wird doch noch wenig träumen dürfen – Hier die besten Science-Fiction-Filme, die man gesehen haben sollte.

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Eine Szene aus "2001:Odyssee im Weltraum" Foto: NG Collection / Interfoto / picturedesk.com

 

Science-Fiction ist ein Genre, das die Menschen nicht loslässt. Bücher wie "1984" von George Orwell oder "Schöne neue Welt" von Huxley, der sein Buch bereits in den 30er-Jahren schrieben, werden heute in der Schule gelesen und auch "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury, erschienen 1953, gilt als Klassiker der Science-Fiction-Literatur.

Doch die Ursprünge der Science-Fiction-Literatur liegen viel länger zurück: Mit der Erfindung des Fernrohrs begann der Mensch vom Weltall zu träumen und so schrieben schon Johannes Kepler mit "Somnium" oder Voltaire in "Micromégas" im Jahr 1752 die ersten Vorläufer der Science-Fiction-Literatur. Immerhin treten bei Voltaire Bewohner des Sterns Sirius oder des Planeten Saturns auf. Julius von Voß schrieb schon 1810 in seinem Werk "Ini. Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert" über Massenvernichtungswaffen und der allgemeinen Sozialversicherung.

Im 19. Jahrhundert erschienen dann Werke wie "Frankenstein" von Mary Shelley oder "Der Krieg der Welten" von H. G. Wells.

Die Leser waren von den in einer fernen Zukunft spielenden Welten begeistert. Manche Autoren konzentrierten sich mehr auf technische Aspekte, andere wiederum befassten sich mehr mit den soziologischen Veränderungen. Die Themen sind also vielfältig und auch Raumschiffe müssen nicht vorkommen. Bei diesem weiten Spektrum ist es kein Wunder, dass auch die Filmindustrie auf das Genre aufgesprungen ist. Leider gibt es im Genre auch viele Blockbuster, die hauptsächlich auf Action aus sind und nicht in Tiefe gehen, doch diese zehn Science-Fiction-Filme können einem interessante Gedankenanregungen geben.

1. 2001: Odyssee im Weltraum

Ein Meisterwerk und Meilenstein der Filmgeschichte aus dem Jahr 1968 von Stanley Kubrick. Der Film wird unter Experten als einer der einflussreichsten Filme aller Zeiten gesehen. Der Film beschreibt die Reise zum Jupiter, das Raumschiff wird mithilfe des Computer HAL gesteuert. Ziel der Reise ist es, den mysteriösen schwarzen Monolithen zu finden, der Einfluss auf die Menschheitsgeschichte genommen hat. Der Film beeindruckte zu der Zeit nicht nur mit aufregenden Spezialeffekten, sondern auch mit seinen Gedanken zu Existenzialismus, der menschlichen Evolution und künstlicher Intelligenz. Dieser Film ist nicht nur für Sciene-Fiction-Fans ein Muss!

2. Blade Runner

Im Jahr 1982 kam "Blade Runner" von Regisseur Ridley Scott in die Kinos. Zu Anfang war der Film überhaupt nicht erfolgreich, entwickelte sich aber mit der Zeit zum wahren Kultfilm und erfuhr 2017 sogar ein Remake. In der Dystopie leben Menschen sowie Replikanten auf der Erde, die Lebensdauer der Replikanten ist aber auf vier Jahre begrenzt. Doch diese entwickeln sich stetig fort und wollen nicht nach vier Jahren sterben. Blade Runner Rick Deckard (gespielt von Harrison Ford) sollen abtrünnig gewordenen Replikanten aufspüren und eliminieren. Das Replikantenpaar Roy und Pris erweist sich als besondere Herausforderung und auch die Tatsache, dass sich Deckard in eine Replikantin verliebt hat, wirft ethische Fragen auf. In der Fortsetzung "Blade Runner 2049" spielt Ryan Gosling einen Officer, Harrison Ford verkörpert erneut den Charakter Rick Deckard. Von der Kritik erhielt die Fortsetzung überwiegend positive Meldungen.

3. Alien

Ridley Scott steht auf Science Fiction. Er ist für den ersten Teil der Alien-Trilogie mit Sigourney Weaver verantwortlich, der 1979 erschien. Die Reihe ist absoluter Kult! James Cameron und David Fincher führten bei den anderen beiden Teile Regie. Ohne diese Filme wäre unsere Vorstellung von Aliens heute wohl eine andere. Die Vorlage für die Aliens lieferte der Schweizer Künstler HR Giger. Da die Trilogie so erfolgreich war, wurde 1997 ein vierter Teil "Alien – Die Wiedergeburt" gedreht, die Reaktionen darauf waren jedoch durchwachsen.

4. Gattaca

Der Film aus dem Jahr 1997 mit Ethan Hawk, Uma Thurman und Jude Law in den Hauptrollen erzählt, wie Forscher in der Zukunft in der Lage sind, das Erbgut zu analysieren und so schon bei der Geburt die durchschnittliche Lebenserwartung berechnen kann. Kinder werden nur noch selten natürlich gezeugt, lieber verlässt man sich auf genetisch gesunde Designer-Babys. Vincent (Ethan Hawk) ist noch so ein natürlich gezeugtes Kind und damit benachteiligt. Er will Raumfahrer werden und muss dafür die genetische Identität eines anderen annehmen, da er selbst ein schwaches Herz hat. Er schafft es schließlich, in der Raumschifforganisation Gattaca unterzukommen, bis schließlich ein Mord geschieht und seine Tarnung droht aufzufliegen. Das Regiedebüt von Andrew Niccol, der übrigens das Drehbuch zur "Trueman Show" schrieb, wurde von den Kritikern hoch gelobt.

5. THX 1138

George Lucas Fans aufgepasst: Vor Star Wars veröffentlichte George Lucas im Jahr 1971 seinen ersten Spielfilm. "THX 1138" gilt als Meilenstein des Science-Fiction-Films. Der Film spielt in einer Technokratie und handelt von der Frage des freien Willens – ein Gedanke, der die Menschheit nie loslässt. Die Menschen leben in einer unterirdischen Gesellschaft und werden mit Psychopharmaka vollgepumpt, Geschlechtsverkehr ist streng verboten. Die überall postierten Überwachungskameras garantieren, dass sich auch ja alle daran halten. Die Menschen leben in Wohneinheiten, doch THX und LHU, seine Mitbewohner, verlieben sich ineinander und schaffen es, den Medikamenten zu entkommen. Natürlich bleibt ihr Verhalten nicht lange unbemerkt und die Polizei nimmt die beiden fest … Kritiker bezeichnen diesen Film von George Lucas als tiefgründiger als seine späteren Werke.

6. Matrix

Der Film aus dem Jahr 1999 schlug ein wie eine Bombe und gilt auch heute noch als Meilenstein. Die Wachowski-Brüder führten Regie, in der Hauptrollen ist Keanu Reeves zu sehen. Die Trilogie handelt davon, dass Maschinen die Macht ergriffen haben und Menschen ihnen zur Energiegewinnung dienen. Damit diese nicht merken, dass sie im Grunde nur Batterien für die Roboter sind, wird ihnen in ihren Köpfen eine schöne, heile Welt vorgespielt. Doch nicht alle lassen sich täuschen und eine Gruppe von Rebellen beschließt, gegen die Maschinen zu kämpfen. Neo schließlich soll der Auserwählte sein, der die Menschheit zum Sieg führen wird. Der Film ist nicht nur actiongeladen, sondern behandelt auch philosophische Fragen und bedient sich aus Elementen des Buddhismus, der Erkenntnistheorie oder des Gnostizismus. Beispielsweise steht über der Tür des Orakels "Temet Nosce", erkenne dich selbst.

7. Avatar

Der Film "Avatar" von James Cameron legte im Jahr 2009 den Grundstein für den 3-D-Film! Der Film spielte 2,78 Milliarden US-Dollar ein und gilt als erfolgreichster Film aller Zeiten. Der Film spielt im Jahr 2154, die Rohstoffe auf der Erde sind erschöpft und so dringen die Menschen in fremde Planeten vor, um diese zu plündern. Ein ehemaliger US-Marine wird nach Pandora, einem erdähnlichen Planeten, entsandt. Dort allerdings kommen ihm am Plan, den Planeten auszubeuten, Zweifel. Avatar wurde besonders wegen der technisch hervorragenden Umsetzung gelobt.

8. Terminator

Natürlich darf in einer Liste der besten Sci-Fi-Filme "Terminator" mit Arnold Schwarzenegger nicht fehlen. Auch für diesen Film zeigt sich Regisseur James Cameron verantwortlich. Im ersten Teil wird der Cyborg Arnold Schwarzenegger in die Vergangenheit geschickt, um Sarah Connor zu töten, um so zu verhindern, dass sie ein Kind austrägt, das später zum Rebellenführer wird und die Menschen im Kampf gegen die Maschinen anführt. Arnold Schwarzenegger hatte wenig Text, dennoch wurde sein Satz "I'll be back" in die 100 wichtigsten Sätze der Filmgeschichte aufgenommen.

9. Das fünfte Element

Bruce Willis und Milla Jovovich spielten im Film von Luc Besson die Hauptrollen. Der Film aus dem Jahr 1997 spielte mehr als 260 Millionen Dollar ein und gilt somit als einer der erfolgreichsten europäischen Filme. Das fünfte Element, gespielt von Jovovich, wird zur Erde gesandt und soll die Welt vor dem Bösen verteidigen. Ihr Raumschiff wird jedoch vom Feind attackiert und sie landet verwirrt bei Korben Dallas, dem Taxifahrer, der sie schließlich aufnimmt und gesund pflegt. Auch wenn der Film an den Kinokassen erfolgreich war, vermissten Kritiker Intelligenz und Tiefe der Handlung, der Film sei mehr auf Special-Effects aus. Wer sich daran freut, hat hier dennoch einen soliden Science-Fiction-Film.

10. E.T.

Gibt es eigentlich jemanden der E.T., den feinfühligen Außerirdischen noch nie gesehen hat? Dann unbedingt schnell nachholen, der Film ist ein Mythos. 1982 bracht Steven Spielberg den vielleicht warmherzigsten Außerirdischen auf die Leinwand. Der Film spielt in einem amerikanischen Vorort, als plötzlich ein Außerirdischer, der den Kontakt zu seinem Volk verloren hat, im Garten einer Familie auftaucht. Der Sohn nimmt ihn auf und mit Hilfe seiner Freunde versucht er, E.T. wieder zu den Seinigen zu bringen. Um das zu erreichen, haben die mutigen Kinder auch kein Problem damit, es mit der Regierung aufzunehmen. Wunderbarer Film, der einen zum Schluss – ob man nun will oder nicht – zu Tränen rührt.

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