(Ziemlich) beste Freunde: Die wichtigsten Dos und Don’ts

Gute Freundschaften halten ein Leben lang! Doch wie lange dauert es, bis sich diese absolute Vertrautheit einstellt? Wie geht man mit diesen besonderen Menschen, die für das eigene Wohlbefinden so wichtig sind, um?

Cover Freundschaft
Beste Freunde sind wichtig um wirklich glücklich zu sein Foto: Deagreez/iStock/Thinkstock

Eine Freundschaft entsteht nicht von einer Sekunde auf die andere, ist aber wesentlich für ein glückliches Leben. Es braucht Zeit, Energie und Interesse, den anderen richtig kennenzulernen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass es ungefähr 40 bis 60 Stunden dauert, bis man eine unverbindliche Freundschaft mit einer neuen Person aufgebaut hat. Eine echte Freundschaft dagegen braucht laut dieser Theorie weitere 80 bis 100 Stunden, um sich zu entwickeln. Wer richtig gut befreundet sein möchte, muss also schon gut 200 gemeinsame Stunden verbringen. Doch damit allein ist es noch nicht getan.

1. Do: Zuhören

Freunde haben füreinander immer ein offenes Ohr. Egal, was den anderen gerade beschäftigt, worüber er sich freut oder ärgert, man hört gerne zu und gibt den einen oder anderen gut gemeinten Ratschlag.

2. Don't: Emotionaler Mistkübel

Missbrauchen Sie Ihre Freunde nicht permanent als "emotionalen Mistkübel". Natürlich gibt es unschöne Lebensphasen, in denen man eine Schulter zum Ausweinen braucht. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht über einen allzu langen Zeitraum immer nur jammern und sich über das Leben beschweren. In einer Freundschaft ist man zwar füreinander da, wenn einer aber immer nur getröstet werden muss oder will, kann man es dem Gegenüber nicht verdenken, wenn es sich irgendwann abwendet und jemanden sucht, der auch für ihn ab und zu ein offenes Ohr hat.

3. Do: Geheimnisse

In einer guten Freundschaft versteht es sich von selbst, dass man Geheimnisse, die einem anvertraut wurden, für sich behält. Man geht mit diesen persönlichen Dingen nicht hausieren, egal wie interessant sie wären. Das Vertrauen der besten Freundin oder des besten Freundes ist wichtiger.

4. Don't: Neid

Sie kennen bestimmt Menschen, die ständig von Neid geplagt werden. In einer guten Freundschaft freut man sich mit dem anderen. Eifersucht hat da nichts zu suchen! Freunde sind da, um das Leben zu bereichern. Jemand, der anderen Misserfolg wünscht, mag viel sein, aber ein Freund bestimmt nicht.

Freundschaft Neid
Neid hat in einer Freundschaft nichts zu suchen Foto: fizkes/iStock/Thinkstock

5. Do: Gemeinsame Zeit

Wer sich gut versteht, verbringt auch gerne Zeit miteinander. Das kann ein gemütlicher Kaffeeklatsch sein, ein Kinobesuch, Essen gehen oder auch sich gemeinsam zum Sport zu verabreden. Was zählt ist, dass man eine gute Zeit zusammen verbringt und nur vom Sofa aus mit vertrauten Menschen kommuniziert.

6. Don't: Ausnutzen

Freundschaft ist ein zartes Pflänzchen, das von Geben und Nehmen lebt. Nutzen Sie die Gutmütigkeit Ihrer Freunde nicht aus und lassen Sie sich im Gegenzug auch nicht einseitig einspannen. Seien Sie hilfsbereit, wenn ein Freund Hilfe benötigt. Sobald Sie aber das Gefühl bekommen, dass sie ausgenutzt werden, sprechen Sie das offen an. Echte Freunde melden sich nicht nur, wenn sie etwas wollen. Wahre Freunde sind füreinander da, unterstützen einander und stellen die eigenen Bedürfnisse auch mal hinten an.

7. Do: Akzeptanz

Gute Freunde akzeptieren sich, so wie sie sind. Jeder Mensch hat seine Eigenheiten, meist ist man sich dessen selbst nur allzu bewusst. Deshalb ist es ratsam, seine Freunde mit all ihren Macken anzunehmen und nicht zu versuchen, sie zu verändern. Eine besonders gute Bewährungsprobe für die Freundschaft ist ein gemeinsamer Urlaub. Wenn die Beziehung zu ihrer besten Freundin einen solchen Trip unbeschadet übersteht, sind sie richtig gut befreundet und werden die Herausforderungen des Lebens bestimmt lange Zeit gemeinsam meistern.

8. Don't: Lügen

Wer eine gute Freundschaft pflegt, wird den anderen niemals hintergehen. Ehrlichkeit und Vertrauen sind eine wichtige Basis für jede Beziehung. Wenn sich jemand ständig dazu verleitet, sieht den anderen anzulügen oder hinter seinem Rücken über ihn zu sprechen, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass demjenigen an der anderen Person nicht allzu viel liegt.

9. Do: Qualität statt Quantität

Man muss nicht jeden Tag stundenlang miteinander telefonieren und sich tausende Textnachrichten schicken, um eine gute Freundschaft zu pflegen. Wahre Freundschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man sich auch - wenn man sich mal eine Zeit lang nicht sieht - noch immer verdammt gut leiden kann.

10. Don't: Gleichgültigkeit

Man merkt sehr schnell, wenn man jemandem gleichgültig ist. Solche Menschen interessieren sich nicht für das Befinden eines anderen oder dessen Probleme. Wird man von einer Person immer wieder versetzt, empfiehlt es sich, die gemeinsame Kommunikation genauer zu beobachten. Geht die Initiative immer nur von einer Seite aus, sollte man sich überlegen, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt, denn eine Freundschaft ist keine Einbahnstraße.

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