Ableben ohne Reue: So gehen wir mit einem Lächeln

Am 19. Oktober findet der internationale „Evaluier-dein-Leben“-Tag statt, der Sie dazu animiert, in sich zu gehen und zu reflektieren, wie das Leben sich bisweilen vorangegangen ist und was Sie für die Zukunft noch brauchen, um glücklich zu sein.

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Tschüss ohne Reue! Foto: SIYAMA9/Remains/iStock/Thinkstock

Im Grunde haben wir alle einen ähnlichen Zyklus – sobald die Dinge „zu“ lange „zu“ gut laufen, fällt uns eine Bombe auf den Kopf. Und kaum meinen wir, nicht tiefer sinken zu können, „kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Gut und schlecht hält sich in Balance, aber wir können selbst einen erheblichen Beitrag dazu leisten, an unserem letzten Tag nicht noch den Drang zu verspüren, eine letzte Bucket-List zu schreiben, weil wir viel zu sehr bereuen, uns nicht mehr ins Zeug gelegt zu haben, Donald Trump persönlich die Meinung zu geigen. Und seinen Anhängern. Die meisten haben aber ohnehin "kleinere" Ziele. Hier erfahren Sie in Anlehnung an die Erkenntnisse der Autorin Bronnie Ware, wie Sie großes Bedauern am Fuße der Himmelsleiter vermeiden und mit einem Lächeln im Gesicht „Adieu“ sagen.

Kardashians? Nie gehört!

Sie wollen auch eine Ahnung von den Kardashians haben, weil einfach alle um Sie herum über Contouring, Caitlyn Jenner oder eine geniale Möglichkeit, ein talentbefreiter Millionär zu werden, sprechen? Kein Druck, bitte! Der größte Feind des eigenen Ichs ist die Gesellschaft und oft der Mainstream. Quertreiber haben es zwar nicht einfach, ein Leben lang gegen den massiven Strom zu schwimmen, aber sie bereuen es am Ende zumindest nicht, nicht so gelebt zu haben, wie sie es wollten. Richten Sie sich ruhig einen Yahoo-Account ein, trotzen Sie der Thigh-Gap-Challenge und – das aber nur, wenn Sie wirklich ein harter Kerl sind – kündigen Sie Netflix! Wen interessiert's? Am Ende keinen!

„Ich liebe d....ein Outfit“

Kennen Sie das, wenn Sie jemandem Ihre Gefühle auf dem Silbertablett präsentieren wollen, es aber nicht über die Lippen bringen? Ein "Ich liebe dich" wird dann leicht abgewandelt in ein "Ich liebe d...ein Auto/ deine Ray Bans/ dein Outfit" - damit nichts passieren kann. Im Gegensatz dazu würden Sie Ihrem Nachbarn, der mitten in der Nacht draufkommt, dass seine Bilder schief hängen, einmal gerne die Leviten lesen, tun es jedoch des Friedens willen  doch nicht? Dann werden Sie es irgendwann einmal bereuen, ihren Emotionen nicht freien Lauf gelassen zu haben. Sagen Sie, was sie fühlen - das schlimmste, was passieren kann, ist, einen Korb zu bekommen. Und der tut nicht so weh wie die Reue zum Schluss.

Von Pandas und Bienchen

Bienchen lieben ihre Arbeit, Pandas ihren Eukalyptus. Könnte man die Bienchen kurz vor Ende ihres Lebens befragen, was sie anders machen würden, käme vermutlich die Antwort: „Weniger arbeiten und genießen wie der Panda“. Eine unglaublich hohe Anzahl an sterbenden Menschen gibt demnach an, zu viel gearbeitet zu haben und die wirklich wichtigen Dinge aus dem Fokus verloren zu haben. Auch jene, die ihre Arbeit lieben, wünschen sich im Nachhinein, mehr Wert auf das Private gelegt zu haben. Natürlich sollen Sie jetzt nicht nur auf Ihrem Hintern sitzen und Eukalyptus essen, aber finden Sie ein gesundes Mittelmaß – auch genannt: Work-Life-Balance, wobei "Life" Priorität hat.

Beim nächsten Mal, Karli

Sie nehmen sich tagtäglich vor, Ihren alten Freund Karli zu besuchen, doch dann kommt doch wieder das viel zu nötige Fitnessstudio dazwischen. Auch Ihren Eltern wollten Sie mal wieder einen Besuch abstatten, doch die Couch hat Sie dann doch eingesogen? Schieben Sie diese wichtigen Dinge lieber nicht zu lange hinaus, denn die Kontaktpflege zu unseren Liebsten ist das Wertvollste, das wir haben.

Next!

"Mein dummer Ex ist schuld, dass ich so verbittert geworden bin" - Falsch! Die wenigsten sind sich ihrer Freiheit, selbst zu wählen und über sein Glück zu bestimmen, bewusst und viele wollen das auch gar nicht hören. Wer in schlechten Gewohnheiten feststeckt, weil das Herauslösen zu mühsam ist, muss seine eigene Entscheidung schließlich akzeptieren. Ein Großteil sterbender Menschen bereut es jedoch, nicht mehr zu ihrem eigenen Glück beigetragen zu haben.