Sein Leben ändern – in 5 Sekunden

Lust auf Veränderung? Kein Problem, alles was man dafür braucht, sind fünf Sekunden! Schnell, klicken Sie auf den Artikel, bevor die Zeit um ist.

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5, 4, 3, 2, 1 – und schon hat sich im Leben was verändert Foto: SIphotography/iStock/Thinkstock

Unzufrieden im Job, mit der Figur, das Leben mit dem Partner war auch schon mal aufregender? So geht es vielen Menschen und viele denken sich: "Höchste Zeit, etwas zu verändern." Die meisten bleiben allerdings beim Gedanken, tatsächlich ändern tun nur die wenigsten etwas. Denn man findet immer etwas, dank dessen es ja vielleicht klüger wäre, das Wagnis doch nicht einzugehen. Mit dem ist jetzt Schluss, dank Mel Robbins und der 5-Sekunden-Regel.

Vom Denken zum Tun – in 5 Sekunden

Wieso tun Menschen so häufig nichts? Weil sie in Grübelein versunken vor sich hinstieren, überlegen, was alles schiefgehen könnte, anstelle dass sie einfach aufstehen und die Sache in Angriff nehmen würden.

Genau da setzt die 5-Sekunden-Regel ein, die von der Motivationstrainerin Mel Robbins entwickelt wurde. Denn laut dieser Regel soll man zwischen dem ersten Gedanken und der Ausführung dieses Gedankens nicht länger als fünf Sekunden verstreichen lassen. Denn nach diesen fünf Sekunden würde das Hirn anfangen, uns wieder mit Grübeleien, faulen Ausreden und was-nicht-alles-passieren-könnte-Szenarien zu lähmen.

"Wenn du den Impuls hast, eine Idee in die Tat umzusetzen, hast du genau 5 Sekunden Zeit es zu tun, ehe dich dein Gehirn davon überzeugen wird es bleiben zu lassen," schreibt Mel Robbins.

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5 Sekunden haben wir Zeit, Dinge anzugehen – und uns danach gut zu fühlen Foto: seb_ra/iStock/Thinkstock

In 5 Sekunden zum Sportfreak

Wie oft hat man sich vorgenommen, morgens vor der Arbeit eine Runde zu joggen. Und wie oft hat man schlaftrunken auf die Snooze-Taste gedrückt und selig noch ein halbes Stündchen weitergedöst, morgen, ja morgen würde man dann eben noch ein wenig früher aufstehen und die heute verschlafene Zeit gleich noch mit wettmachen … dass man da auch am nächsten Tag nicht aus dem Bett kommt, ist vorprogrammiert.

Würde man jetzt aber, beim ersten Klingeln des Weckers, einfach von fünf rückwärts zählen und dann aufspringen, hätten die Hände gar nicht Zeit auch nur in die Nähe der Snooze-Taste zu kommen und ebensowenig wäre das Gehirn durch das Rückwärtszählen und die kurze Zeitspanne in der Lage, sich eine fadenscheinige Ausrede zurechtzulegen. Ehe man sich's versieht, wäre man so schon in seinen Laufschuhen und würde durch die kühle Morgenluft joggen.

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Nur noch fünf Minuten? Besser wären nur noch fünf Sekunden Foto: Rawpixel/iStock/Thinkstock

In 5 Sekunden zum Date

Soll man … oder doch lieber nicht … süß sieht sie ja schon aus  … aber sie hat vielleicht einen Freund … ach so wie sie aussieht, hat sie ganz sicher einen Freund …da mach ich mich doch nur lächerlich … Stop! Genug gedacht! Ihnen gefällt jemand? Toll, 5, 4, 3, 2, 1 ansprechen!

Das grübelnde Gehirn

Wir alle kennen reflexartige Reaktionen – wirft uns jemand einen Ball zu, fangen wir ihn automatisch (naja, meistens). Das Hirn hat reagiert, ohne groß zu denken.
Anders sieht es aber bei größeren Entscheidungen aus. Hier lässt sich das Gehirn gerne etwas Zeit, wägt Vorteile und Risiken ab, klammert sich an Routinen. Zum einen schützt uns das Gehirn so vor neuen Gefahren, zum anderen kosten Gewohnheiten auch viel weniger Energie. Das Gehirn sieht Veränderungen also zumeist skeptisch entgegen und bleibt lieber beim Altbewährtem.

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Nicht zu lange nachdenken, einfach tun Foto: Deagreez/iStock/Thinkstock

Wann, wenn nicht jetzt – oder in 5 Sekunden

Es ist Zeit für Veränderung, und zwar: jetzt! Denn irgendeinen Grund würde man immer finden, wieso man doch erst morgen mit dem Rauchen aufhören sollte, das Lauftraining besser aufs Wochenende verschiebt oder das Stückchen Kuchen doch noch isst. Das Hirn ist da unheimlich erfinderisch und überzeugend. Wenn man nur immer so gut argumentieren könnte …

Doch das Leben ist nun mal nicht perfekt und so gibt es auch nicht den perfekten Zeitpunkt für Veränderungen. Was es aber gibt, ist ein Zeitfenster von fünf Sekunden, innerhalb dessen man den entscheidenden Schritt einfach machen sollte.

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Wann ist der Zeitpunkt schon perfekt? Foto: masterzphotois/iStock/Thinkstock

Nach 5 Sekunden steigt das Selbstbewusstsein

Alle mutmachenden Gedanken, all das gute Zureden helfen wenig, wenn man die Sache schlussendlich doch nicht macht. Denkt man hingegen gar nicht allzu lange nach, sondern zieht sein Ding durch, wird man mit einem Erfolgserlebnis belohnt (ja gut, dann hat sie eben einen Freund, wenigstens war man Manns genug sie anzusprechen) und das Selbstwertgefühl steigt. Nach der morgendlichen Joggingrunde schmeckt der Kaffee gewiss gleich doppelt so gut.

Und auch wenn man sich an ein großes, neues Projekt gewagt hat, dessen Ausgang im Moment noch ungewiss ist, weiß man eines von Beginn an: Man hat es wenigstens versucht! Und dieses wunderbare Gefühl kann einem niemand mehr nehmen. In diesem Sinne: Das neue Leben liegt nur fünf Sekunden entfernt …

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