Tipps: So wird man im Internet am besten fündig!

Nie konnte man im Netz mehr Informationen finden als heute. Gleichzeitig war es nie herausfordernder, schnell die richtigen Informationen zu finden. Mit den folgenden Tipps sparen Sie wertvolle Zeit.

Notizen Recherche Internet - Cover
Suchen aber richtig: Mit diesen Tipps kein Problem Foto: sirastock/iStock/Thinkstock

Das Netz bietet viele Möglichkeiten, um schnell ans Ziel der Recherche zu kommen. "Der größte Fehler ist meiner Einschätzung nach, nur eine Suchmaschine zu benutzen", sagt Wolfgang Sander-Beuermann vom Verein für freien Wissenszugang (Suma). Denn jede Maschine hat eigene Webkataloge und Algorithmen, mit denen sie Eingaben bearbeitet. Je nach verwendeter Technik unterscheiden sich daher sowohl die Anzahl und Art der Treffer als auch die Anordnung der Ergebnisse. "Bei Google wird dieser Effekt noch dadurch verstärkt, dass die Ergebnisse personalisiert werden", erklärt Sander-Beuermann.

Die passende Suchmaschine

Der erste Schritt ist daher die Wahl der passenden Suchmaschine. Die Auswahl ist begrenzt: "Wir haben eigentlich nur Google und Bing", erklärt Dirk Lewandowski, Spezialist für Information Research and Retrieval. "Alle anderen greifen größtenteils auf deren Ergebnislisten zurück". Wer Wert auf Trefferlisten legt, die unabhängig von Daten wie dem eigenen Standort oder bisherigem Suchverhalten sind, ist bei Suchmaschinen wie Metager oder Ixquick richtig. Beide bearbeiten Anfragen, ohne persönliche Informationen ihrer Nutzer einzubeziehen.

Eine weitere Möglichkeit sind Spezialsuchmaschinen. "Diese Suchmaschinen sind auf einen bestimmten Teil des Webs beschränkt, zum Beispiel Verbraucherschutz oder Medizin", erläutert Lewandowski. Größter Unterschied zur Standardsuche: Das Verzeichnis der durchsuchten Seiten wird hier oft handverlesen von Menschen zusammengestellt, nicht von automatisierten Programmen. Wer auf diesem Wege sucht, vermeidet den üblichen Datenschrott in den Ergebnislisten und findet schneller verlässliche Quellen.

Wann Spezialdienste besser sind

Beispiele für solche Spezialdienste sind die von der Universität Bielefeld entwickelte Wissenschaftssuchmaschine Base oder die schwedische Bildsuchmaschine Picsearch. Clewwa, eine Suchmaschine des deutschen Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, durchforstet ausschließlich Seiten, die für Verbraucherthemen relevant sind.

Auch Unterangebote der großen Suchmaschinen, darunter Google News für Nachrichten oder Google Scholar für Literatur, zählen zu den Spezialdiensten. Umfangreiche Informationen zu bestimmten Themenbereichen gibt es außerdem in entsprechenden Datenbanken oder Linksammlungen. Einen guten Einstieg bietet hier der umfangreiche Webkatalog von Allesklar.de.

Wörter besser als Sätze

Ist die Entscheidung für ein Suchvehikel gefallen, geht es ans Tippen. Der Erfolg der Suche hängt wesentlich davon ab, wie man die verwendeten Begriffe in die Suchmaske eingibt. "Man muss immer daran denken: Es ist ein Computer", betont der Konsumentenschützer Arleen Becker. Wenige, prägnante Suchbegriffe sind daher besser als ganz Sätze. Auch die Reihenfolge spielt eine Rolle: "Bei Paris Hilton bekommen Sie andere Ergebnisse als bei Hilton Paris", so Lewandowski.

Tipps fürs Tippen

Beim Tippen gilt: Kleinschreibung und Singular verwenden. "Wenn man blume eintippt, hat man automatisch auch die Ergebnisse für Blume oder Blumen", sagt Becker. Denn die meisten Suchmaschinen sind inzwischen so schlau, dass sie auch nach verwandten Wortformen suchen. Bei Umlauten oder Sonderzeichen können Nutzer durch Probeeingaben herausfinden, wie die Suchmaschine damit umgeht und dann die passende Schreibweise wählen.

Operatoren erleichtern die Suche

Gerade wenn Ergebnislisten zu schwammig sind, helfen Operatoren weiter. Durch Zeichen wie + und -, oder Schlüsselwörter wie AND und OR können Nutzer nach Wortkombinationen suchen oder Wörter ausschließen. Das ist vor allem bei mehrdeutigen Wörtern hilfreich, erklärt Becker: Bei der Suchanfrage Schwalbe AND Motorroller erhält man Infos zum motorisierten Zweirad, wer Wörter wie Motorroller ausschließt, filtert genau diese Treffer heraus.

Wann sich Phrasensuche lohnt

Bei der Suche nach Songtexten oder Zitaten ist die Phrasensuche das Mittel der Wahl. Der gesuchte Satzteil wird dafür in Anführungszeichen eingegeben. Die Ergebnisliste zeigt dann nur Seiten, welche exakt diese Wortfolge enthalten. Auch Befehle wie site: oder inurl: sind möglich. Hier wird die Suche nur innerhalb einer bestimmten Domain oder einer bestimmten Webadresse durchgeführt. Welche Operatoren funktionieren, unterscheidet sich je nach Suchmaschine. Informationen dazu findet man auf den Hilfeseiten oder durch simples Ausprobieren.

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