Tipps: So macht man seinen Rechner sicher

Im Netz lauern viele Gefahren für Computer und Nutzer. Aber keine Panik: Mit einigen einfachen Mitteln lässt sich schon ein guter Grundschutz herstellen. Vieles davon ist kostenlos, an mancher Stelle sollten Nutzer aber nicht sparen.

Mann arbeitet an seinem Notebook - Cover
Seinen Computer bestmöglich zu schützen - dazu bedarf es einiger Vorkehrungen Foto: Federico Caputo/iStock/Thinkstock

"Jeder kann von sich aus das Risiko minimieren, sich Viren oder Schadprogramme einzufangen", sagt Sebastian Barchnicki, Experte für Internetsicherheit. Dazu reichen schon ein paar einfache Handgriffe für Windows und Mac. Mac? Ja, auch die silbernen Rechner sind längst nicht mehr unantastbar. Ihre steigende Verbreitung machen sie auch für Kriminelle attraktiv. Zusätzlicher Schutz schadet nicht.

1. Software

Erste und vielleicht wichtigste Maßnahme gegen schädliche Software ist, das eigene System und dessen Programme aktuell zu halten. Veraltete Software ist das größte Einfallstor für Angriffe. Gerade alte Betriebssysteme wie Windows XP sind eine Einladung für Hacker. Jeder Code hat Lücken und Fehler, welche die Hersteller mit der Zeit ausbessern und stopfen, damit sie nicht ausgenutzt werden. Updates sind daher äußerst wichtig. Wer sie nicht ausführt, lässt die digitale Tür weit offen stehen. Ratsam ist, für den Internetzugang ein eigenes Benutzerkonto ohne Administratorenrechte auf dem Rechner einzurichten. So erhält ein Angreifer im Falle einer Infektion des Computers nicht vollen Zugriff.

2. Router

Der zweite Weg, um Viren von vornherein draußen zu halten, ist ein vernünftiger Router mit aktueller Firmware. Auch hier sollten Nutzer auf Updates für Sicherheitslücken achten, die immer wieder auftreten können. Aber wie erkennt man, ob der Router sicher ist? Fabian Scherschel von Heise Security, rät zum Test im Netz. Die Sicherheitsexperten bieten eine Überprüfung an, ob irgendwo ein digitales Türchen offensteht.

Pärchen arbeitet an seinen Notebooks
Im Alltag sind Notebooks und Tablets nicht mehr wegzudenken Foto: moodboard/moodboard/Thinkstock

3. Firewall

Auch eine anständige Firewall hilft, ungebetene Daten erst gar nicht auf den Rechner zu lassen und alle offenen Einfallstore zu schließen. Die mitgelieferten Lösungen von Windows und OS-X sollten deswegen immer aktiviert sein. Auch wenn ein Programm danach fragt, sollte man sie nicht ausschalten.

4. Browser

Ein moderner Browser wie Firefox oder Chrome hilft beim sicheren Surfen im Netz. Die Browser-Erweiterung "https Everywhere" sorgt dafür, dass wenn immer es möglich ist, eine verschlüsselte Verbindung zu einer Website aufgebaut wird. Spionieren wird so erschwert. Auch Werbeblocker schützen. Nicht nur weil die für weniger blinkende Banner auf dem Bildschirm sorgen, sie können auch vor einer unbemerkten Infektion des Rechners schützen. Hinter manchem animierten Werbebanner kann nämlich auch schädliche Software stecken. Die nutzt Lücken im Flash-Plugin aus, ein sensibles Thema für Barchnicki: "Flash zeigt immer wieder zahlreiche Sicherheitslücken, die vom Hersteller nur unzureichend gestopft werden", sagt er und rät dazu, das Flash-Plug-in des Browsers besser abzuschalten.

5. Virenschutz

Ist der Rechner derart abgesichert, braucht man noch ein Antiviren-Programm, um den Grundschutz komplett zu machen. Virenschutz gibt es als kostenlose und als kostenpflichtige Versionen von zahlreichen Herstellern. Grundsätzlich tun beide ihren Dienst. Sebastian Barchnicki rät aber zur kostenpflichtigen Variante. Sie beherrschen in der Regel einige Scan- und Analysefunktionen besser als ihre Gratisversionen - die Anbieter wollen schließlich auch Geld verdienen. Bei den Gratisversionen wird außerdem häufig versucht, Nutzern zusätzliche Software wie Toolsbars oder Adware unterzujubeln, die ihrerseits ein Sicherheitsrisiko sein kann. Deswegen muss bei der Installation auf bereits gesetzte Zusatzoptionen geachtet werden.

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