Social Media: Nachbarn aller Grätzel vereinigt euch

Kann jemand einen Zahnarzt empfehlen? Hat jemand eine Leiter zu verborgen? Wer kann mit meinem Hund eine Runde Gassi gehen? Fragen, die im dörflichen Leben, die Nachbarn beantworten, verhallen in einer Großstadt wie Wien meist ungehört. Mit der Initiative "Frag nebenan" könnte schon bald ein globales Dorf in der Großstadt heimisch werden.

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Foto: Helena Wimmer

Man lebt Tür an Tür und weiß doch oftmals gar nichts voneinander, dabei kann eine gute Nachbarschaft das Leben wirklich vereinfachen. Da geht es nicht nur um Arzt-Empfehlungen oder ums Ausborgen einer Bohrmaschine, sondern auch um zwischenmenschliche Kommunikation, die in der Großstadt oft verkümmert. Die Plattform Frage nebenan will als "Facebook im Grätzel" Nachbarinnen und Nachbarn bekannt machen und miteinander vernetzen. Im Mai 2014 startete das Portal im Testlauf, mittlerweile können Bewohner in zehn Wiener Gemeindebezirken (2, 5, 6, 7, 8, 14, 15, 16, 17, 20) mitmachen, etwa 1.200 User sind bereits dabei. Täglich kommen 20 bis 30 neue dazu. Wer sich registriert, der erhält die Chance, Menschen zu kontaktieren, die im um Umkreis von 750 Metern wohnen. Facebook-Nutzer werden sich beim Netzwerk schnell zurecht finden: Man kann selbst Themen posten und bestimmen mit wem man in Kontakt treten will, auch private Nachrichten zu senden und empfangen ist möglich.

Gratis, aber nicht umsonst

Über die drei Rubriken "Zusammenleben", "Rat und Tat", "Leihen und Verleihen" können sich die Nachbarn untereinander helfen. Daneben werden auf der Plattform auch Infos gepostet, die alle Hausbewohner betreffen. Wann etwa der Strom abgelesen wird oder der Müll wird. Die Mitgliedschaft ist gratis, durch Werbung von lokalen Unternehmen und Geschäften will sich das Startup finanzieren. Geplant ist auch eine mobile Version als App.

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