Gmail & Co: Welchen E-Mail-Provider nehmen?

E-Mail-Adresse ist E-Mail-Adresse - von wegen! Die Angebote der Provider unterscheiden sich zum Teil massiv. Hier die Vor- und Nachteile im Überblick und worauf man als Anwender achten sollte.

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Einige E-Mail-Anbieter sind gratis, bieten aller wenig Speicherplatz Foto: APA (dpa-tmn)

Die meisten nutzen kostenlose Dienste wie Gmail, GMX, Web.de, Outlook.com, T-Online oder Yahoo. Ein grundlegender Unterschied zwischen den sogenannten Freemailern ist der Speicherplatz. Ein Gigabyte sollte es schon sein, damit man nicht ständig das Postfach ausmisten muss. "Manche bieten auch zusätzlichen Speicherplatz über eine Online-Festplatte, also eine Cloud an", erklärt Expertin Miriam Rusch-Rodosthenous.

Nachteile der Freemail-Adressen

Kalender, Ordnerverwaltung oder die mögliche Größe von Mail-Anhängen sind weitere Features, bei denen es Unterschiede geben kann. "Da muss jeder Verbraucher schauen, was für ihn ausschlaggebend ist", rät Rusch-Rodosthenous. Der finanzielle Vorteil der kostenlosen Anbieter liegt dabei auf der Hand. Aber: "Im Internet gibt es zwei Bezahlarten", warnt Marcus Pritsch von der Stiftung Warentest, "Geld oder Werbung". Anzeigen, Werbe-Mails und laxe Datenschutzregelungen können Nachteile der Freemailer sein.

Service gegen Bezahlung

Einige Funktionen wie zusätzlichen Speicherplatz oder größere Dateianhänge bekommt man oft nur gegen Bezahlung. "Wenn man schon bezahlt, sollte man die Angebote kritisch miteinander vergleichen und darauf achten, was man tatsächlich an Leistungen benötigt", rät Urs Mansmann vom "c't"-Magazin. "Reine Bezahlanbieter schneiden da mitunter besser ab als die kostenpflichtigen Angebote der Freemailer." Wer seine Mails auch auf Smartphone oder Tablet abruft, sollte darauf achten, dass der Mailanbieter das Netzprotokoll IMAP anbietet. "Damit wird das komplette Postfach auf allen Geräten synchronisiert", erläutert Rusch-Rodosthenous.

Heimische Anbieter besser?

"Es macht durchaus einen Unterschied, ob das ein heimischer oder ein ausländischer Service ist", sagt Mansmann. Denn wenn das Rechenzentrum im eigenen Land steht, gelte auch hiesiges Datenschutzrecht. Bei Serverstandorten im Ausland falle die Verwendung der Daten unter die dortigen Bestimmungen. Wer genaueres über die Datenschutzpolitik der Betreiber erfahren will, sollte in deren AGBs und Datenschutzbestimmungen nachlesen, rät Rusch-Rodosthenous. Kostenpflichtige Anbieter wie Posteo oder Mailbox.org punkteten hier mit Transparenz und Anonymität - bei der Anmeldung muss man etwa keine personenbezogenen Daten angeben.

Eigene Maildomain

Die Königsdisziplin ist, sich eine eigene Domain zuzulegen, die natürlich auch für den Mailverkehr genutzt werden kann. "Der Vorteil ist zunächst, dass man eine sehr eingängige E-Mail-Adresse hat", erklärt Pritsch - etwa Vorname@Nachname.de. Dazu meldet man bei einem sogenannten Hoster seine Wunschdomain an. Teilweise bieten auch die großen Mailprovider diesen Dienst an. Zusammen mit der Internetadresse bekommt man meist auch ein oder mehrere Postfächer sowie Speicherplatz für die eigene Webseite. Solche Pakete gibt es schon für wenige Euro im Monat.

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