Große Pläne: Was Windows 10 alles besser können soll

In zwei bis drei Jahren würden eine Milliarde Geräte mit Windows 10 laufen, kündigt Terry Myerson, Plattform-Chef bei Microsoft, auf der Entwicklerkonferenz Build in San Francisco an. Das betrifft vor allem die Apps.

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Windows 10 wird bereits mit Spannung erwartet Foto: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Dieses ehrgeizige Ziel kann allerdings nur erreicht werden, wenn Microsoft es schafft, seinem Windows-Betriebssystem im großen Stil den Sprung auch auf Tablets und Smartphones zu ebnen. Dafür werde Microsoft die Grenzen seines Betriebssystems einreißen, verspricht Microsoft-Chef Satya Nadella, der vor knapp eineinhalb Jahren die Führung des Software-Konzerns übernommen hatte. Apps, die einmal für Android oder iOS programmiert wurden, sollen künftig ohne größeren Aufwand auf Windows 10 laufen. "Wir wollen sicherstellen, dass wir den Entwicklern hier die größte und lebendigste Nutzerbasis für ihre Anwendungen bieten."

Kompatibel mit Android und iOS

Über ein in Windows integriertes Subsystem sollen Android-Anwendungen, die die Entwickler bei Microsoft registrieren lassen, problemlos auch auf Windows-Telefonen laufen. Über das Entwickler-Werkzeug Visual Studio, das erstmals auch andere Plattformen wie Apples Desktop-Plattform OS X oder Linux unterstützt, ließen sich auch Apps aus Apples iOS in Windows 10 portieren.

Windows 10 sei eine völlig neue Generation von Windows, die es Nutzern erlaube, über alle Geräteklassen hinweg zu interagieren - sei es über Tastatur, Touch, Sprache oder sogar Hologramme, sagte Nadella. Und für Entwickler soll es die attraktivste Plattform überhaupt werden, die niemand mehr ignorieren könne. Microsoft bau dabei auf die Attraktivität der intelligente Sprachassistentin Cortana und der holografischen Datenbrille HoloLens.

Windows 10 will so viel wie möglich vereinen - Cover
Windows 10 will so viel wie möglich vereinen Foto: Microsoft

HoloLens und Cortana

Cortana, Microsofts Gegenentwurf zu Apples Sprachassistentin Siri, soll es Entwicklern ermöglichen, neuartige Anwendungen über Software-Grenzen hinweg zu schaffen. Und mit ersten Anwendungen seiner Datenbrille sowie des in Windows 10 integrieren Windows Holographic gewährte HoloLens-Chef Alex Kipman einen Blick in die Zukunft. Besonders in der Architektur, Archäologie, Medizin oder Chemie könne HoloLens damit für einen radikalen Paradigmenwechsel sorgen. Dreidimensionale Entwürfe ließen sich zum Beispiel im Raum darstellen und gemeinsam bearbeiten. Zu den ersten Partnern gehöre auch die Raumfahrtbehörde Nasa. HoloLens solle aber künftig Teil des alltäglichen Lebens werden.

Starttermin noch unklar

Einen konkreten Starttermin für Windows 10 nannte das Unternehmen auch in San Francisco noch nicht. Spekuliert wird, dass es im Sommer auf den Markt kommen könne.

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