Internet Explorer: Sicherheit am besten auf "hoch" stellen

Für Windows XP ist erstmals eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die nicht mehr gestopft wird. Der Fehler betrifft den Internet Explorer für alle gängigen Windows-Systeme. Ein Update ist angekündigt - nicht jedoch für das XP-System.

Beim Internet Explorer klafft eine Sicherheitslücke 2
Foto: APA (dpa)

Microsoft hat eine Sicherheitslücke in seinem Internet Explorer entdeckt. Angreifer können diese ausnutzen, um die Kontrolle über fremde Rechner zu übernehmen, warnt das Unternehmen. Als Einfallstor dienen manipulierte Webseiten oder Werbeanzeigen im Netz. Ein Update zur Beseitigung des Fehlers ist bereits angekündigt.

Vorsichtsmaßnahmen

Bis dahin sollten Nutzer im Browser unter Extras die Internetoptionen aufrufen. Auf der Seite "Sicherheit" wählen sie dann die Zone "Internet" aus und stellen den Schieberegler auf den Wert "hoch". Einige Webseiten funktionieren danach allerdings möglicherweise nicht mehr richtig. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sollten Nutzer nie mit einem Konto surfen, das Administratorrechte besitzt: Weil ein Hacker bei einem erfolgreichen Angriff die gleichen Rechte wie der angemeldete Nutzer erhält, ist der potenzielle Schaden damit deutlich höher.

Betroffene Windows-Programme

Betroffen sind den Angaben nach alle Versionen des Internet Explorers von 6 bis 11 und sämtliche Windows-Varianten für Privatnutzer, darunter auch XP. Die Schwachstelle ist damit eine der ersten neu entdeckten Sicherheitslücken für das veraltete Betriebssystem, die nicht mehr geschlossen wird: Microsoft hat den Support für Windows XP am 8. April eingestellt.

Weitere Informationen zu den Sicherheitsupdates von Microsoft:

www.microsoft.com