Worauf man bei gebrauchten Rechnern achten sollte

Notebooks werden immer billiger und dennoch: Manchmal sind einem selbst die günstigsten noch zu teuer. Bleibt nur noch, sich ein gebrauchtes Modell zuzulegen. Kein Problem, wenn man beim Kauf auf Folgendes achtet.

Hund vor Notebook - Cover
Älter sein bedeutet noch nicht, dass man zum alten Eisen gehört Foto: Solovyova/iStock/Thinkstock

Wer sich für einen Gebraucht-PC entscheidet, sollte zunächst auf den Prozessor achten. Für Office reicht dem Magazin "c't" zufolge ein flotter Doppelkernprozessor. Meiden sollte man den veralteten Core 2 Quad und Core 2 Duos mit weniger als 2,4 Gigahertz. Grundsätzlich seien auch für Büroanforderungen 4 GB Arbeitsspeicher (RAM) ratsam - der ist günstig nachrüstbar. Geräte mit altem DDR2-SDRAM-Speicher sollte man meiden. Und mit einer 120 Gigabyte (GB) großen SSD für 60 Euro verpasst man dem Gebraucht-Rechner einen Leistungsschub.

Vor allem bei Notebooks ist der Gebrauchtkauf eine Abwägungssache - Cover
Vor allem bei Notebooks ist der Gebrauchtkauf eine Abwägungssache Foto: APA (dpa/Monique Wüstenhagen)

Angebote bei Notebooks

Bei Notebooks ist ein Gebrauchtkauf noch mehr Abwägungssache als bei Desktop-PCs: Interessante Notebook-Gebrauchtpreise fanden die "c't"-Experten vor allem bei schnelleren Geräten mit einem Intel Core i5 der ersten oder zweiten Generation: "Um 250 Euro gibt es Business Notebooks mit 12 bis 14 Zoll, praxistauglichen 4 Gigabyte Speicher und Platten ab 160 Gigabyte." Diese ehemaligen Topmodelle rechnen den Angaben nach mindestens doppelt so schnell wie neue Notebooks mit Atom-Prozessor für um die 200 Euro. Diese seien dafür oft extrem leicht - und haben im Gegensatz zu Gebrauchtgeräten einen neuen Akku.

Bei Gebraucht-Notebooks muss man oft Abstriche bei der Auflösung machen. Meist erst ab 400 Euro gehe es über 1.280 mal 800 Pixel hinaus, so die "c't". Auf der anderen Seite gebe es schon für 600 Euro neue Full-HD-13-Zöller mit SSD, die nur anderthalb Kilo wiegen.

Abnutzung berücksichtigen

Außerdem sollte man bedenken: "Je älter ein Notebook oder ein PC, desto höher ist die Chance, dass die Abnutzung von Tastatur beziehungsweise Touchpad, oder die Verschmutzung von Lüftern negativ ins Gewicht fällt", warnt Florian Holzbauer von der "Chip". Der Gesamtzustand sei im Zweifel wichtiger als das Alter. Gibt es Gehäuserisse, fehlende Tasten oder tote Pixel? "Solche Fehler, die der Verkäufer nennen sollte, reduzieren den Wert eines Gerätes viel stärker als ein vermeintlich alter Prozessor", sagt Holzbauer.

Altersgrenzen bei Rechnern

Während ein Office-Rechner gut und gerne fünf Jahre auf dem Buckel haben darf, gelte bei Gaming-PCs eine Zweijahresgrenze. "Älter sollte ein Gerät nicht sein, um auch alle aktuellen PC-Spiele noch bei ansprechender Grafikqualität spielen zu können", rät der Experte.

Lizenzen klären

Bei von privat angebotenen Waren muss man sich auf das Wort des Verkäufers verlassen. Denn Privatanbieter schließen eine Gewährleistung meist aus und dürfen das auch. Ihre Angebote finden sich etwa in Kleinanzeigen. Auch wichtig bei Privatkäufen: Lizenzfragen sind vor dem Kauf zu klären, so Holzbauer: "Ist das darauf installierte Windows eine offizielle, erworbene OEM- oder Retail-Version und somit gültig - auch für künftige Updates?" Diese Fragen sollte man auch zu jeder beigelegten Kaufsoftware stellen.

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