Systemkameras: Was das Display drauf haben muss

Bei Systemkameras ohne Sucher spielt die Güte des Displays eine große Rolle. Die meist drei Zoll großen Mini-Monitore dürfen nicht weniger als 500.000 Bildpunkte aufweisen. Sonst kann die Bildqualität stark beeinträchtigt werden.

Nicht weniger als 500.000 Bildpunkte - Cover
Nicht weniger als 500.000 Bildpunkte Foto: APA (dpa)

Das berichtet die Zeitschrift "Chip". Das Magazin testete die 18 spiegellose Einsteiger-Systemkameras mit Standard-Zoomobjektiv bis 600 Euro (Ausgabe 1/15). Als Systemkameras werden Apparate mit Wechselobjektiven bezeichnet, insbesondere solche ohne Klappspiegel-Suchertechnik. Sie bieten entweder einen integrierten elektronischen Sucher oder sind zur Bildkontrolle auf das Display angewiesen. In manchen Fällen kann ein elektronischer Sucher zum Aufstecken nachgerüstet werden.

Unterwegs mit der Kamera in der Natur
Mit Freunden vor der Kamera Foto: thinkstockphotos.com

Schwerpunkt: Sensor

Gehäuse von spiegellosen Systemkameras sind ähnlich klein wie die von Kompaktkameras, beherbergen aber Sensoren, die mindestens sechsmal so groß sind wie in den Kompakten. Diese sorgen den Experten zufolge für viel rauschärmere und detailliertere Bilder. Grundsätzlich gelte: Je größer der Sensor, desto besser die Qualität. In vielen Systemkameras messen sie rund 23 mal 15 Zentimeter, was ungefähr dem APS-C- oder DX-Format entspricht und bei vielen Spiegelreflexkameras Standard ist.

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Foto: thinkstockphotos.com

Bildqualität entscheidend

In punkto Bildqualität könnten mit diesen Sensoren aber auch noch Kameras mit etwas kleineren Micro-Four-Thirds-Chips (rund 17 mal 13 Zentimeter) mithalten. Aber selbst Systemkameras mit Ein-Zoll-Sensoren (rund 13 mal 9 Millimeter) lieferten immer noch deutlich bessere Bilder als die winzigen Kompaktkamera-Chips.

Vollautomatik oder manuell?

Umsteiger müssen mit der Systemkamera-Bedienung zurechtkommen. Am besten nehmen sie einige Modelle im Laden in die Hand. Von den vielen manuellen Einstellmöglichkeiten sollten sie sich nicht schrecken lassen. Fast alle Modelle bieten auch ein simple Vollautomatik.

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Foto: thinkstockphotos.com

Testsieger im Überblick

Testsieger wurde die rund 560 Euro teure Samsung NX30 (87,3 Punkte in der Gesamtwertung), gefolgt von der Olympus Pen E-PL7 (84,1 Punkte) für 500 Euro und der 490 Euro teuren Panasonic Lumix DMC-G6 (83,5 Punkte). Als Preistipp geben die Tester die achtplatzierte Samsung NX3000 (79,7 Punkte) für 300 Euro aus.

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