Nah sitzen, scharf sehen: Was UHD-Fernseher können

Mit 3.840 mal 2.160 Pixel bietet der kurz auch nur UHD genannte Standard die vierfache Auflösung von Full-HD-TVs. Vorteil: Man kann näher beim TV-Gerät sitzen, ohne Unschärfen oder Pixelmuster zu erkennen.

Bitte heranrücken - Cover
Bitte heranrücken - lautet die Devise bei den UHD-Fernsehern Foto: APA (dpa/Andrea Warnecke)

Der empfohlene Sitzabstand zu UHD-TVs beträgt das Eineinhalbfache der Bildhöhe, bei HD-TVs das Dreifache der Bildhöhe. Einige Hersteller bezeichnen ihre UHD-Fernseher nicht ganz korrekt auch als 4K-Geräte. 4K bezeichnet eigentlich eine etwas breitere Kino-Auflösung von 4.096 mal 2.160 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 19:10. UHD hat ein Seitenverhältnis von 16:9. Allerdings können aus 4K-Bildern problemlos UHD-Bilder gewonnen werden, indem man die überzähligen Bildpunkte rechts und links einfach wegnimmt, erklären die Experten. Grundsätzlich profitierten von der höheren Pixelzahl vor allem große Fernseher ab 55 Zoll Bilddiagonale.

Hochrechnung erforderlich

Inhalte in UHD-Auflösung sind aber noch rar, so dass die Fernseher oder Zuspieler die Signale oft hochrechnen müssen (Upscaling). Das funktioniert je nach Gerät unterschiedlich gut. Manche TV-Hersteller verkaufen mit ihren Geräten auch USB-Festplatten mit UHD-Filmpaketen oder Mediaplayer, die UHD-Angebote von Streamingdiensten aufs TV bringen. Nutzer können auch eigene UHD-Fotos oder -Videos von Smartphones, Digitalkameras, Camcordern, Actioncams oder PCs auf dem TV ansehen. Dazu müssen Bildanzeige-App, der DLNA-Mediaplayer und der Übertragungsstandard UHD unterstützen. Das ist nicht immer der Fall.

HDMI-Schnittstelle bleibt

Egal, ob beim Fernseher oder beim Computer-Monitor: Der HDMI-Anschluss bleibt auch bei UHD die gemeinsame Schnittstelle für Bild und Ton. Allerdings ist nur die jüngste Generation HDMI 2.0 - oder bei Monitoren auch der Display-Port 1.2 - schnell genug für eine Wiedergabe mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde, die für ruckelfreie UHD-Bilder nötig sind. Und mindestens ein HDMI-Eingänge am TV sollte den kommenden Kopierschutz-Standard HDCP 2.2 unterstützen.

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