Jetzt seid ihr am Drücker! Foto-Drucken für den Selbermacher

Der Urlaub steht vor der Tür - jetzt wird fotografiert und gedruckt. Wann Foto-Kioske etwas bringen, man besser daheim die Fotos ausarbeitet und welche Geräte sich dafür am besten eignen. Das müsst ihr wissen!

Selbst zu drucken ist oft die teurere Lösung - Cover
Foto: APA (dpa/gms/Franziska Koark)

Das Bild aus dem eigenen Tintenstrahldrucker ist meist die teuerste Lösung, um Digitalbilder auf Papier zu bannen. "Bei einem Ausdruck in DIN A4 kostet die Tinte zwischen 1 und 1,50 Euro, das Papier etwa 50 Cent bis 1 Euro", sagt Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest. Es geht aber billiger. "Wir nehmen bei unseren Tests Originalpapier und Originaltinte", sagt er. Wer bei Drittanbietern kaufe, könne Tintenkosten sparen.

Günstige Lösung

Die günstigste Variante, Digitalfotos zu Papier zu bringen, ist in der Regel die Bestellung über das Internet, im Fachmarkt oder der Drogerie. Dort stehen auch Automaten, Fotokioske genannt, mit denen Kunden ihre Bilder direkt vom Datenträger ausdrucken und mitnehmen können. Der Sofortservice ist allerdings etwas teurer.

Labor vs. Daheim

Der Preis, darüber sind sich die Experten weitgehend einig, ist aber nicht so entscheidend wie die Situation. "Zu Hause habe ich das Bild gleich in der Hand, kann die Farben nachjustieren und muss nicht mit dem Labor diskutieren", sagt Lorenz. "Wenn Sie viele Abzüge machen wollen, ist es dagegen einfacher und günstiger im Labor."

Fotos auf die Schnelle

Brauche ich die Bilder heute Abend oder irgendwann? Bin ich gerade zu Hause, oder komme ich auf dem Weg von der Arbeit bei einem Geschäft vorbei? Diese Fragen seien für Kunden genauso entscheidend wie Qualität oder Preis, sagt Christina Debus vom Fotodienst Cewe. Bei ihr im Fotolabor werden die Digitalbilder bis zu einer Größe von 50 mal 75 Zentimetern klassisch entwickelt und auf Silberhalogenidpapier belichtet. Größere Abzüge übernimmt ein Tintenstrahldrucker.

Strand-Schönheit
An diese Urlaube erinnert man sich gern Foto: thinkstockphotos.com

Thermotransferdruck

Bei den Fotokiosken wird dagegen oft im Thermotransferdruckverfahren gearbeitet. "Im Großteil unserer Märkte stehen derzeit Fotokioske, in denen die Fotos ausgedruckt werden", sagt eine Sprecherin der Media-Saturn-Holding, die die gleichnamigen Märkte betreibt. Ähnlich verfahren Drogerieketten. Fotokioskbilder haben aber einen Nachteil: "Die Haltbarkeit der Farben ist beim Thermotransferdruck etwas geringer", sagt Debus. "Die Farbstoffe gehen dabei direkt ins Papier und können über einen längeren Zeitraum im Papier wandern."

Warum Laserdrucker nicht geeignet sind

Laserdrucker sind für den Fotodruck wenig geeignet, findet Warentester Dirk Lorenz. "Sie werden besser, aber ihnen fehlt das Fotofeeling." Anders die Fotos aus dem Tintenstrahldrucker: Ausdrucke aus einem mit "sehr gut" gestesten Drucker könne man kaum von einem Laborabzug unterscheiden.

Qualität des Papiers

Durch den Einsatz von besserem Papier lässt sich die Qualität der Ausdrucke noch steigern. "Sie können einen Probedruck auf Schreibmaschinenpapier machen", sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. Zum Aufhängen oder ins Album kleben sei das Tintenverschwendung. Sie nennt Alternativen: "Sie können 100- oder 200-Gramm Papier nehmen, mit Fine-Art- oder Baryt-Papier kommen Aufnahmen viel besser zur Geltung."

Hände weg von frischen Fotos!

Wichtig sei, das Papier nach dem Druck trocknen zu lassen, damit nichts verschmiert. Handschuhe schützen vor Fingerabdrücken auf dem Bild. Wird der eigene Drucker verwendet, sollte er für jedes Papier neu kalibriert werden. Hobbyfotografen müssen beim Papier keine falschen Berührungsängste haben, sagt Clauß: "Nur weil da "Fine-Art" draufsteht, ist es nicht nur fürs Museum."

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