Das gibt Ärger: Von Gratis-Apps für Blockbuster die Finger lassen

Im Umgang mit kostenlosen Blockbuster-Apps gibt es eine simple Faustregel: Ist ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es vermutlich auch nicht legal. Eine Warnung, die ernst zu nehmen ist, will man nicht gegen das Urheberrecht verstoßen.

Kino - Titel
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Viele neue Film-Apps für den PC und Android-Geräte versprechen unkomplizierten und kostenlosen Filmgenuss. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um illegale Angebote, warnt Till Kreutzer vom Portal "iRights.info". Grund dafür ist, dass die Apps mit der Torrent-Technologie arbeiten. Im Gegensatz zu Streaming-Seiten wie "kino.to" handelt es sich dabei nicht bloß um eine rechtliche Grauzone.

Verstoß gegen das Urheberrecht

"Bei Streaming bin ich als Nutzer nur Empfänger", erklärt Kreutzer. "Da kann man darüber diskutieren, ob es überhaupt illegal ist." Bei Torrent-Apps fungiert der Nutzer aber automatisch immer auch als Sender. "Und mit diesem Senden stellt man im Sinne des Urheberrechts Inhalte unerlaubt zur Verfügung", sagt der Experte.

Gefahr auf den zweiten Blick

Dass es sich um eine illegale Torrent-App handelt, ist bei den Programmen oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Denn die Anbieter weisen in der Regel nicht darauf hin, ihre Webseiten und die Nutzeroberfläche der Programme wirken oft sehr professionell und seriös. Davon sollten sich Nutzer aber nicht blenden lassen: "Eine Abmahnung kann ich auch bekommen, wenn mir gar nicht klar ist, dass eine App mit Torrent-Technologie arbeitet", warnt Kreutzer. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht."

Eine teure Abmahnung droht - Titel
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IP-Adresse verrät User

Dass es überhaupt eine Abmahnung gibt, ist bei Torrent-Apps deutlich wahrscheinlicher als beim Streaming. "Beim Streamen sieht nur der Anbieter meine IP-Adresse", erklärt Kreutzer. "In einem Torrent-Netzwerk wird sie immer mit übertragen." Mit dieser IP-Adresse können Abmahner den Nutzer identifizieren.

Vorsicht, illegal

Von Apps, in denen man kostenlos aktuelle Blockbuster und Serienfolgen ansehen kann, lässt man daher besser die Finger. Ist ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es vermutlich auch nicht legal. Ein weiteres Alarmzeichen für illegale Apps kann zum Beispiel sein, wenn es die Apps nur auf Drittanbieter-Seiten, aber nicht bei offiziellen Quellen wie Google Play gibt.

Auf der sicheren Seite - die Top-Apps via GooglePlay:

www.play.google.com

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