Tapetentrends 2014: Muster und Tierprints sind auf dem Vormarsch

Die klassische Raufaser und das altbackene Blumenmuster sind passée. Die Trends bei den Tapeten sind so vielfältig, wie noch nie: Ob Goldornamente, bonbonfarbene Wände oder die Optik eines Tierfells – Langeweile kommt hier nicht auf.

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Blumenmuster war gestern Foto: Thinkstock

Zurückhaltung war gestern. Die Zeiten von Raufaser und unscheinbaren Blümchentapeten sind vorbei. Heute rücken die Wandkleider in den Vordergrund. Wie in der textilen Mode sind auch bei Tapeten aktuell große Muster, extravagante Applikationen, Strukturen und raffinierte visuelle Effekte angesagt. Und sie sind nicht mehr nur aus Papier und Vlies, sondern auch aus Stoffen wie Wildseide, Leinen oder Jeans.  "Nachdem in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Wohnungen große Schlichtheit herrschte, schlägt das Pendel seit etwa zehn Jahren in Richtung kreative Tapetenmuster", erklärt Tapetenexperte Karsten Brandt.

Alles ist möglich

Ob Shabby-Schick, Romantik-Look oder Ethno-Trip - auch für die ausgefallenste Einrichtung gibt es den passenden Wandschmuck. Wer seine Wohnung mit Bildern unbearbeiteter Betonwände, Mauersteinen oder Holzlattenzäunen dekorieren möchte, wird genauso fündig wie der Liebhaber von puristischen Schwarz-weiß-Mustern oder Goldtönen. Und unter den Tiermotiven findet sich auch so ziemlich alles, sogar Tapeten mit Fellimitationen.

"Allerdings sollte man immer auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wandschmuck und Wohnungseinrichtung achten", erläutert die Einrichtungsberaterin Katharina Semling. "Wenn die Zimmer schon bunt gestaltet sind, darf nicht noch eine knallig bunte Tapete an die Wand." Das würde den gesamten Raum erschlagen. "Hier genügen ein oder zwei Bahnen der Tapete, die dann eher wie ein Wandbild wirkt."

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Auffällige Tapeten nicht im ganzen Zimmer platzieren Foto: Thinkstock

Ist die Einrichtung der Wohnung aber schlicht gehalten, dürfen die Wände auch mit auffälligen Mustern beklebt werden und damit in den Vordergrund rücken. "Es liegt allerdings eher im Trend, kleine Blickfänge im Raum zu schaffen, als das ganze Zimmer mit Tapete oder Bordüre zu gestalten", erklärt die Designerin Semling.

Besonders angesagt sind Tapeten mit Struktur und ausgefallenen grafischen Elementen. "Der Reiz liegt darin, dass man sie nicht nur betrachten, sondern auch berühren möchte", sagt der Branchenexperte Karsten Brandt. Denn die Designer lassen sich zunehmend von natürlichen Materialien wie Holz, Fell oder Leder inspirieren und kreieren Tapeten mit haptischer Wirkung.

Plastisch wirken auch große Muster, die mit den Sehgewohnheiten der Menschen spielen und die Wände scheinbar in Bewegung bringen. Kreise, Quadrate und Linien lösen sich imaginär im Raum auf. "Das passt gut in große Räume mit einer schlichten, modernen Einrichtung", erläutert Brandt. Aber: Im Gegensatz zu den opulenten Mustern präsentieren sich die Tapeten aktuell meistens in zurückhaltenden Farben. Pastelltöne, Blau- und Grüntöne in oft fließenden Farbverläufen oder Beige- und Erdtöne sind angesagt.

Der Kauf einer Tapete

Tapetenkauf ist grundsätzlich nicht einfach. Aber gerade bei großen Mustern, die sich an den Wänden drei- bis viermal wiederholen, fällt es schwer, sich allein anhand der Tapetenrolle die Wirkung im Raum vorzustellen. Klebt die Tapete erst einmal an der Wand, ist es zu spät. Deshalb setzt die Branche zunehmend auf intelligente Technik. Es gibt Experimentiertools mit Bildschirmen in vielen Geschäften und auch schon Apps, mit denen man per Fingerwisch auf dem Handy verschiedene Muster in Fotos vom Wohnzimmer projizieren kann.

Richtiges Verkleben von Tapeten: wohnnet.at verrät, wie es funktioniert

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