Springbrunnen und Wasserspiele für den eigenen Garten liegen im Trend

Ein stylisher Wasserbogen mit Lichteffekten, ein romantischer Marmorbrunnen oder ein puristischer Cortenstahl-Quader mit Wasserfall? Nicht nur in öffentlichen Anlagen finden sich Springbrunnen, auch in privaten Gärten plätschert es dahin.

Hausbrunnen
Foto: Thinkstock

Designobjekt, touristischer Anziehungspunkt, romantischer Hingucker – Springbrunnen schmücken Plätze, öffentliche Parks und sorgen in Parkanlagen großer Anwesen für das gewisse Etwas. So ist der 1762 fertiggestellte Springbrunnen Fontana di Trevi eines der Wahrzeichen Roms und gleichzeitig einer der berühmtesten Brunnen der Welt. Eine der derzeit höchsten Fontänen weltweit gehört zur „King Fahd’s Fountain“ im arabischen Dschidda mit 312 Metern Höhe. Und das „Bellagio“ in Las Vegas ist dank seiner spektakulären Wasserspiele eines der bekanntesten Casinos der Spielerstadt.

Fontana di Trevi
Fontana di Trevi in Rom ist einer der berühmtesten Brunnen der Welt Foto: Thinkstock

Plätscheridyll

Dass Wasserspiele im privaten Garten einen hohen Stellenwert haben, bestätigt auch Christian Blazek, Präsident Garten- und Landschaftsbauverband Österreich: „Springbrunnen und Teiche im eigenen Garten können kaum noch als ­Luxus bezeichnet werden – in Österreich verfügt heute fast jeder zweite Garten­besitzer über einen Springbrunnen. Sie werden besonders als Gestaltungselement geschätzt, zugleich dienen sie der seelischen Beruhigung und Verbesserung des Mikroklimas.“ Besonders in der Feng-Shui-Lehre kommt dem Wasser eine tragende Rolle zu – „Shui“ bedeutet schließlich Wasser, „Feng“ Wind. Demnach reinigt ein Brunnen und hebt das „Qi“, den „Atem des Lebens“, was Energie und Lebenskraft fördert. Ein erfreulicher Nebeneffekt: Laut Feng- Shui sorgt bewegtes Wasser auch für Geldsegen. Doch Achtung: Ein Zuviel an Wasserenergie kann auch zu Disharmonie führen. Die Feng-Shui-Lehre spricht hier von Kälte, Überreizung und Gefühls- und Denkblockaden, die entstehen können. Wird das Plätschern des Springbrunnens also zu laut und „bedrängend“, sollte er von Zeit zu Zeit abgeschaltet werden – schließlich gehören auch Pausen zum harmonischen Leben.

Edler Rost

Klassisch zeigt sich der Springbrunnen in Naturstein, edel in Granit, romantisch in Marmor. Angesagt sind derzeit Edelstahl- und Glasfaser-Brunnen, letztere punkten vor allem mit ihrer Farbvielfalt – von Rot über Orange bis Blau sind alle Farben möglich. In Sachen Gartengestaltung liegt heuer allerdings besonders Cortenstahl im Trend. Corten ist eine Stahllegierung mit ­einer hohen Witterungsbeständigkeit. Anfangs wirkt das Metall wie Edelstahl, doch schon nach kurzer Zeit im Freien entsteht auf der Oberfläche eine gewollte rot-braune Rostschicht. Diese schützt das Material vor weiterem schädlichem Rost und bringt einen puristisch-­modernen Touch in den Garten.

Gartenbrunnen
Ein Gartenbrunnen Cortenstahl ist ein herrliches Dekorationselement. Foto: Gauger

Wasserbögen

Auch in puncto Springbrunnen-Design sind kaum Grenzen gesetzt: Ob das Wasser aus der Wand plätschert oder dem Maul einer Schildkröte entspringt, ob eine einzelne Fontäne in die Höhe schießt oder das Wasser über mehrere Stufen in ein Becken läuft – erlaubt ist, was gefällt. Mit dem sogenannten Jumping- Jet kann man ganze Wasserbögen über dem Teich oder Gartenweg schaffen. Die Steuerung funktioniert über eine Funkfernbedienung, wobei Strahlweite und -höhe individuell eingestellt werden können. Vorprogrammierte Kombinationen aus Licht, Wasserbildern und Farben sorgen für ganz besondere Wasserspiele. Jumping-Jets können sowohl im Wasser als auch im Boden installiert werden, meistens werden sie mit Strom betrieben.   

Optimal platziert

In der Regel können Standardmodelle problemlos selbst im Garten aufgestellt werden: „Im Gartenfachhandel gibt es von vorgefertigten Kleinwannen und Brunnengehäusen bis hin zu kreativ und aufwendig gestalteten Folienbecken samt Aufbau eine große Auswahl an unterschiedlichen Brunnenvarianten. Auch wenn Springbrunnen normalerweise mit etwas handwerklichem Geschick selbst aufgebaut werden können, ist eine Fachberatung vor Ort hinsichtlich der optimalen Platzierung und Ausführung zu empfehlen“, so Gartenbauexperte Blazek. Denn zu beachten gilt es zum Beispiel, wie windig die gewählte Stelle ist: zu viel Wind verbläst im schlimmsten Fall den Wasserstrahl, nicht zuletzt ­werden auch Schmutz und Blätter in den Brunnen ­geweht. Auch sollte der Springbrunnen optisch zur Gartengestaltung passen. Und je nachdem, ob man sich für einen Solar- oder elektrischen Antrieb entscheidet, muss auch die Sonnenintensität bzw. die fachgerechte Verlegung der Stromkabel bedacht werden.

Wasserspuckender Frosch
Auch kleine Wasser-Speier können große Wirkung zeigen Foto: Thinkstock

Ökologisch

Apropos Antriebsarten: Ob sich für den Springbrunnen ein ­Solar- oder Elektroantrieb eignet, hängt in erster ­Linie von der gewünschten Sprudelintensität ab. Be­nötigt der Springbrunnen eine leistungsstarke Pumpe, wird vielfach ein Strom­antrieb empfohlen: „Hier sind die speziellen Sicherheitshinweise und Anweisungen zur Kabelverlegung genauestens zu beachten“, warnt Christian Blazek. „Für den privaten Bereich ist eine Solarstromanlage meist aber ausreichend und vor allem eine preiswerte und ökologische Lösung“, schließt der Gartenexperte.

Info-Link
www.gartenbrunnen.net

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