Second Hand-Shopping: Wie kann man gefälschte Designerware erkennen?

Second Hand-Designerware ist derzeit so beliebt, wie schon lange nicht mehr. Doch wie können sich modebewusste Schnäppchenjäger vor dem Betrug mit Fälschungen schützen? Eine Expertin verriet weekend.at praktische Tipps für einen sicheren Kauf.

Chanel Tasche
Auch Chanel-Taschen werden häufig gefälscht Foto: Getty

Von Louis Vuitton über Gucci bis zu Hermès – bei exklusiver Designermode schlägt das Herz von Fashionistas höher. Auf der Suche nach einem Schnäppchen der Lieblingsmarke werden nicht nur Second Hand-Läden, sondern vor allem auch das Internet durchstöbert. Mittlerweile haben sich immer mehr Onlineshops auf Designer Second Hand-Mode spezialisiert. Eine der größten deutschen Plattformen ist REBELLE, wo man nicht nur Mode und Accessoires von großen Labels shoppen, sondern auch verkaufen kann. Das hauseigene Team prüft die Ware nicht nur auf Qualität, sondern vor allem auch auf Echtheit. Doch was, wenn man das Modeobjekt der Begierde auf Ebay oder in einem kleinen Laden entdeckt hat? Anela Franjkovic, Leiterin der Qualitätssicherung bei REBELLE, hat weekend.at Tipps für den Kauf von Second Hand-Mode gegeben.

Anela Franjkovich
Anela Franjkovic leitet die Qualitätssicherung bei REBELLE Foto: rebelle.de

Vorsicht bei beliebten Marken

"Häufig gefälschte Marken sind die, die besonders hochpreisig und beliebt bei Verbrauchern sind", so Anela Franjkovic. "Hierzu zählen bekannte Traditionsmarken wie Hermès, Chanel, Prada, Gucci, Louis Vuitton, Dolce & Gabbana und Mulberry. Aber auch Trend-Labels wie Moncler, Christian Louboutin, Alexander McQueen und Stella McCartney werden häufig kopiert."

So tappt man nicht in die Plagiat-Falle

Bei seriösen Internet-Plattformen wie Vestiaire Collective und REBELLE muss man sich um die Echtheit der angebotenen Ware keine Sorgen machen. "Bei REBELLE haben wir eine eigene Abteilung, die sich ausschließlich um die Qualitäts- und Echtheitskontrolle kümmert. Nur geprüfte Artikel erreichen den Käufer und bei einem Zweifel an der Echtheit gibt es sofort das Geld zurück", erklärt Franjkovic.

Louis Vuitton
Besonders beliebt bei den Fälschern: Das Louis Vuitton-Logo Foto: Getty

Ein paar Tipps von der Expertin, für all jene die auf Ebay & Co. und stationären Shops nach Schnäppchen suchen:

-Es sollte eine Zahlung per Paypal möglich sein, da bei dieser Methode ein Käuferschutz besteht

-Stutzig sollte man werden, wenn ein Artikel zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis angeboten wird. Beispielsweise eine Hermès Birkin Bag für 200 Euro ist garantiert nicht echt, denn die Preise für eine gebrauchte Tasche dieser Art liegen bei mehreren Tausend Euro

-Wer im stationären Second Hand-Shop einkaufen möchte, sollte unbedingt nach Rechnungen und Zertifikaten zum Artikel fragen

-Ein seriöser Händler räumt immer ein Rückgaberecht ein

-Man sollte auf die Qualität des Artikels achten, also auf das verwendete Material und eine hochwertige Verarbeitung

-Es ist sinnvoll, sich vorab über die Echtheitsmerkmale des favorisierten Designerstücks zu informieren. So haben Louis Vuitton-Artikel immer einen Date Code eingeprägt (der auch manchmal gefälscht wird) und Prada verwendet nur bestimmte Reißverschluss-Fabrikate.

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