Wie bitte? Bei Mango beginnt Übergröße bereits bei Kleidergröße 40

Anfang 2014 lancierte die spanische Modemarke ihre neue Linie "Violeta by Mango" für kurvige Frauen. An sich eine schöne Idee, doch Mangos Auffassung von "Plus Size" macht die Kundinnen wütend. Denn wer Größe 40 trägt, gilt bereits als übergroß.

Robin Lawley
Robin Lawley ist eines der bekanntesten Plus Size-Models Foto: Getty

Immer mehr Marken lancieren eigene Übergrößen-Kollektionen und auch mit "Violeta by Mango" wollte man vermehrt kurvigere Frauen in die Läden locken. Doch was das spanische Modelabel als "Plus Size" bezeichnet, finden potenzielle Kundinnen sehr fraglich. Bis Größe 52 sind die Entwürfe der Spezial-Kollektion erhältlich, beginnen tun sie jedoch bereits bei Größe 40. Die gefährliche Message dahinter: Alles jenseits der 38 ist nicht "normal".

Petition von wütenden Frauen

Fast die Hälfte aller Frauen in Österreich trägt Kleidergröße 40, müssen sich diese also laut der Modemarke als übergewichtig bezeichnen? Mango vermittelt damit ein sehr fragwürdiges Frauenbild, kein Wunder also, dass nun Protest laut wird. Spanische Aktivisten haben auf chance.org eine Petition gestartet, um darauf aufmerksam zu machen und den Hersteller zum Umdenken zu bewegen. Über 85.000 Unterschriften konnten bereits gesammelt werden.

"Keine negativen Auswirkungen"

Mango ist jedoch nicht die einzige Firma, die solch eine Kritik über sich ergehen lassen muss. Brandy & Melville, eine US-Marke die vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt ist, bietet ihre Mode zu einem Großteil nur in einer Einheitsgröße an. Diese entspricht ca. einer 36. Wer in diese nicht passt, muss sich also schon als "oversize" sehen? Im Netz hagelt es deshalb viel Kritik. Doch das Unternehmen scheint sich nicht daran zu stören. In einem Interview mit "USAToday" wurde gesagt, dass man nicht glaube, dass die spezielle Größenpolitik "negative Auswirkungen auf die Körperwahrnehmung der Kunden habe".

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