Multiroom: Diese Produkte streamen Ihre Musik-Sammlung ins ganze Haus

Bei der boomenden Technologie wird der Sound von einem zentralen Server ins ganze Haus verschickt. Per Netzwerkkabel oder WLAN. Herzstück bildet ein zentraler Server, der gespeicherte CDs, MP3- oder sonstige Audiodateien bereitstellt.

Multiroom Lösungen
Die Bedienung kann über Apps via Smartphone oder Tablet erfolgen. Foto: Thinkstock

Wer zwischen Wohn- und Schlafzimmer,  Arbeitszimmer und Fitnessraum pendelt und dabei Musik hören will, muss in den jeweiligen Räumen normalerweise einen CD-Player zur Verfügung haben. Wer auch unter der Dusche die Nachrichten nicht versäumen will, dann sollten diese aus dem Badezimmerradio ertönen. Nicht dass das alles ein übler Aufwand wäre, aber es gibt  mittlerweile eine elegantere Lösung. „Multiroom“ heißt die Technologie und sie ist State-of-the-Art, was die medientechnische Versorgung  von Häusern und größeren Wohnungen betrifft.  

Herzstück: Server & Router

Multiroom ist die Nutzung einer zentralen Medien-Quelle (normalerweise Sound) in verschiedenen Räumen – ohne gröberen Kabelsalat, wohlgemerkt. Herzstück bildet ein zentraler Server, der gespeicherte CDs, MP3- oder sonstige Audiodateien bereitstellt. Normalerweise wird es sich um einen „NAS“-Server handeln („network-attached storage“), für dessen Steuerung ein Computer nötig ist, aber es gibt auch reine Musikserver mit dem Bonus einer größeren Benutzerfreundlichkeit. Zweiter wichtiger Baustein einer Multiroom-Anlage ist ein Router, der die Signale in die zu versorgenden Räume weiterschickt. Der ­internetfähige Router sorgt auch für den Zugriff auf Webradio oder Downloadportale, falls man das wünscht. Außerdem übernimmt er die Kommunika­tion zwischen Server, Abspielgeräten und den Smartphones oder Tablets, die für die bequeme Steuerung des „Multiroomings“ eingesetzt werden können.

Peripherie

Baustein Nummer drei sind die Abspielgeräte, die sogenannten Streamingplayer und deren Lautsprecher. Der Laie mag einwenden, dass man genausogut „normale“ CD-Player etc. aufstellen könnte – nur das bietet halt nicht den Vorteil der zentralen Audiothek.  Streamingplayer bedienen sich aus deren Fundus, spielen zudem Musik aus dem Web, aus dem Radio-Tuner einem USB-Stick oder einem angedockten Smartphone ab.  All-in-One-Geräte bieten all diese Funktionen plus einem Radio-Tuner und integriertem

Lautsprecher

Viele ­Streamingplayer lassen sich auch per WLAN ans Netzwerk anschließen, was jegliche Verkabelung überflüssig macht.
Andere Quellen. Wie gesagt, ist die meistgenutzte Quelle eines Multiroom-Systems der Server, auf dem die komplette CD-Sammlung ge­speichert, „gerippt“ werden kann. Die archivierten CDs und ihre Metadaten können dann dezentral abgerufen werden. Eine zweite, immer wichtiger werdende Quelle sind Onlinedienste aus dem Internet wie Napster oder Spotify und das Webradio, das es ermöglicht, jeden Sender dieser Erde zu empfangen. Das gilt natürlich auch für das ganz normale UKW-Radio, das problemlos integriert werden kann oder der Ton des gerade im TV oder auf Blue-ray laufenden Films. Das ermöglicht es, akustisch den Anschluss nicht zu verpassen, wenn man mal in ein anderes Zimmer muss. Nicht nur das: Sogar das Knistern der guten  alten Vinyl-Platte darf – so man es will – im ganzen Haus verteilt werden.

Einbau in die Haussteuerung

Multiroom lässt sich nicht nur als Einzellösung ­installieren, sondern kann auch per Interface in die smarte Haustechnik integriert werden. Damit eröffnen sich quasi bühnentechnische Möglichkeiten. Diese reichen von der Stummschaltung der Musik bei Verlassen des Hauses über die Willkommensmusik beim Betreten desselben bis zum Nieder­regeln der Lautstärke, wenn’s klingelt.

„Adagio“ von Crestron

Adagio von Crestron
Das Entertainment-System „Adagio“ versorgt bis zu sechs Zonen Foto: Crestron

Das Adagio System bietet Surround Sound und Multiroom Audio in bis zu 24 verschiedene Zonen oder Räume. Damit können Sie in jedem Raum einzeln die Musik auswählen, Lautstärke und Klang regeln. Der Adagio-Musikserver speichert mehrere tausend Stunden Musik bzw. MP3 Songs. Auch externe Quellen wie Satelliten Radio Tuner, CD und MP3-Player sind nahtlos in das System integrierbar. www.crestron.de

"Unity" von Naim

"Unity" von Naim
Die englische Firma Naim bietet Multiroom-Lösungen mit den Geräten der „Uniti“-Reihe an. Foto: Naim

Mit einem UPnP-Server (beispielsweise dem UnitiServe oder einem PC), einem WLAN-Router und einem NaimUniti 2 erhalten Sie Zugriff auf große Mengen an Musik. Mit einem zweiten oder mehr All-in-one-Player von Naim entsteht eine Multiroom-Anlage, die sich leicht installieren und  anpassen lässt. www.naimaudio.com

Multiroom von Loewe

Multiroom von Loewe
Das „Mediacenter“ bildet das Herzstück der Loewe-Multiroom-Lösung. Foto: Loewe

Loewe Multiroom ist mit allen Loewe TV-Geräten und System-komponenten frei kombinierbar: ob nun ein einfaches 2.1 Stereo Sound System ohne TV-Gerät oder eine 5.1 Surround Sound Heimkino-Lösung. Dank der innovativen Connectivity+-Technologien brauchen Sie nur einen Netzwerk-Router und ein Standard Netzwerkkabel (LAN), Stromnetz (Powerline) oder Funk (WLAN). www.loewe.tv/at

System von Gira und Revox

Multiroom von Gira
Die gewünschte Musik kann auch über ­Bedienelemente gesteuert werden. Foto: Gira

Gira und Revox haben gemeinsam Highend-Lösungen im Audio-Bereich in die Gira Schalterwelt integriert. Über die Gira Displayeinheit M217 und die Gira Bedieneinheit M218 ist ein solches System  kinderleicht zu steuern – Quellenwahl, Lautstärke, Titelanwahl sowie Ein- und Ausschalten sind von dort aus möglich. Diese Bedieneinheiten von Gira passen in die Schalterprogramme „Standard 55“, „E2“, „Event“ und „Esprit“. www.gira.de

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