Luxuriöse Hochhäuser: Herausragende Bauwerke

Diesen Türmen sind nach oben keine Grenzen gesetzt, weder architektonisch noch finanziell. In Metropolen wie New York, Tokio und auch Frankfurt entstehen in letzter Zeit immer mehr Wohnhochhäuser mit Pent- & Townhouses für die Finanz-Elite.

Schaumbad mit Aussicht
Schaumbad mit Aussicht im Penthouse von 432 Park Avenue. Foto: CIM GROUP & MACKLOWE PROPERTIES

Waren Hochhäuser noch bis vor Kurzem vornehmlich von Firmen vereinnahmt, müssen Großraumbüros jetzt immer öfter Luxuswohnungen weichen. Vor allem in New York, wo Platz schon immer wertvoll war, werden Bürostühle tendenziell gegen Designersofas eingetauscht. Wer einen atemberaubenden Ausblick über die Skyline von New York City genießen möchte, muss – etwa im Fall von „432 Park Avenue“ – knapp 76 Millionen Euro auf den Tisch legen, das entspricht einem ­Quadratmeterpreis von knapp unter 100.000 Euro. Der Besitzer darf sich für diesen stolzen Preis über einen wohl einmaligen 360-Grad-Blick über den Big Apple freuen. Dabei ist der Luxus in vier Wänden noch nicht einmal fertig gebaut. Derzeit wird das, mit 426 Metern höchste Wohnhaus der westlichen Hemisphäre noch in die Höhe gezogen. Besonderes bauliches Merkmal ist die schlanke Architektur, die ihn in der umgebenden Skyline zum Blickfang macht. Hand an „432 Park Avenue“ darf übrigens auch eine österreichische Firma legen: Die Amstettener Schalungs-Spezialisten von Doka steuern ihr selbstkletterndes Schalungssystem bei.

Wolkenkratzer der Zukunft
Motorisierte Mitbewohner haben ihren Stellplatz nur wenige Meter neben dem Appartment. Foto: PORSCHE DESIGN

Begehrte Location

Geplant sind 104 Appartements auf 96 Etagen verteilt, die Preise variieren zwischen 5,5 und 75 Millionen Euro. Auf die Bewohner solcher Luxus-Anlagen wartet dann auch jeder nur erdenkliche Service – und das natürlich 24 Stunden pro Tag, dazu ausladende Spa-Bereiche und ein Restaurant nur für Bewohner. In US-Medien kursieren derzeit sogar Gerüchte, wonach sogar das renommierte „Four Seasons“-Restaurant in den 432 Park Avenue-Turm umziehen könnte. Derzeit ist das Gourmet-­Mekka im Seagram Building an der Park Avenue untergebracht, die Ver­träge laufen aber 2016 aus.

Wolkenkratzer der Zukunft
Wolkenkratzer der Zukunft: Der "Sea Tree" ist ein vertikaler Park. Foto: ARCHITECT KOEN OLTHUIS/WATERSTUDIO.NL

Abgefahren

Auch in Deutschland soll ein präch­tiger Luxusturm entstehen, und zwar in der Finanzmetropole Frankfurt. Dort soll sich ab 2018 der Porsche ­Design Tower in die Skyline einreihen. Auf einer Höhe von 80 Metern bietet er Platz für rund 200 Wohnungen, Pent- & Townhouses. Der Anspruch: Die Handschrift von Porsche soll sich bis ins kleinste Detail der – möblierten – Appartements durchziehen. Beson­deres Augenmerk soll natürlich auf das automobile Leben der Bewohner gelegt werden. Parkplätze befinden sich in einer Hochgarage mit Elektrotank­stellen und Carsharing-Möglichkeiten. Durch die exklusive Lage und einem architektonischen Gesamtkonzept ­sollen Käufer und Kapitalanleger aus dem In- und Ausland angesprochen werden. Ein weiterer Porsche Design- Turm ist gerade in Miami, Florida im Entstehen.

Wolkenkratzer der Zukunft
Wolkenkratzer der Zukunft: "Endless City" in London. Foto: PORSCHE DESIGN

Durchgeplant

In Frankfurt wird in einem nicht offenen Wettbewerb das beste Konzept zur Realisierung gesucht. Beworben haben sich bislang sechs renommierte Büros, davon eines sogar aus Wien: Delugan Meissl. „Wir suchen ein unverwechselbares Haus für Frankfurt, das durch eine außergewöhnliche Gestaltungsqualität überzeugt und stadtgestalterisch ein Zeichen setzt“, sagt Michael Frielinghaus von BLFP Architekten, Mitglied des Preisgerichts. Mit seinem Namen „Porsche Design Tower“ wird es das erste „Branded Building“ in ­Europa sein. „Die Kundinnen und Kunden suchen heute Sicherheit. Und zwar nicht nur in Bezug auf Produkte des täglichen Lebens, wie beispielsweise Kleidung, Schuhe oder Autos, sondern auch in Bezug auf Immobilien. Branded Buildings geben diese Sicherheit. Sie stehen für den Wert einer Marke und geben den nötigen Differenzierungsgrad eines Immobilienprojekts“, erklärt Jürgen Geßler, CEO der Porsche Design Group. Die Bewerber werden vor keine einfache Aufgabe gestellt, die Auflagen sind zahlreich. So soll die bereits erwähnte Hochgarage zum Blickfang werden. Der 1911 erbaute und denkmal­geschützte Wasserturm, ein Relikt aus einer alten Bahnlinie, muss in das Design-Konzept ein­bezogen werden.

Wolkenkratzer der Zukunft
Besitzer des Luxusappartments im Faena Haus blicken auf den Strand von Miami. Foto: FAENA GROUP

Penthouse mit Aussicht

Platz ist in Großstädten ein teures und begehrtes Gut, was viele Architekten zu interessanten und unkonventionellen Konzepten inspiriert. Im Fall des „Sky Village“ setzen die Architekten von MVRDV - im wahrsten Sinne des Wortes - noch eins oben drauf. Wie Tetris-Steine kommen insgesamt 13 Penthäuser scheinbar zufällig auf einem herkömmlichen Hochhaus zu liegen. Sie sind Blickfang und verleihen der einheitlichen Architektur der Großstadt einen besonderen Charakter. Die Bewohner können sich über einen herrlichen Panoramablick freuen, zwischen den Wohnelementen finden sich zur Entspannung noch zwei Pools und und ein begrüntes Sonnendeck.

Wolkenkratzer der Zukunft
Auf dem Westwood Tower in Singapur stapeln sich Penthäuser in 100 Metern Höhe. Foto: PORSCHE DESIGN

Eine besondere Aussicht können auch die Bewohner des „Faena House“ in Miami genießen. Fünf Schlafzimmer, zwei Küchen, ein privater Aufzug und ein Multimedia-Raum stehen dort im zweistöckigen Luxus-Apartment zur Verfügung. Highlight ist die insgesamt 650 m² große Dachterasse, eingefasst in Glas, das sogar einem Hurrikan mühelos widersteht. Selbst eine Küche unter freiem Himmel wurde eingeplant. Zu den weiteren Annehmlichkeiten gehören ein 24-Stunden Concierge-Service, ein prächtig augestatteter Wellness- und Spabereich, Security-Service und ein eigener Aufzug, der mit Bendheim Glas und edlem, japanischem Seidenpapier ausgekleidet wurde.

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