Hautpflege: So bereiten Sie Ihre strapazierte Haut auf die Sonne vor

Endlich Frühling! Die Temperaturen steigen und der Himmel zeigt sich wieder öfter im leuchtenden Blau. Wer sich noch etwas von den kalten, dunklen Monaten erholen muss, ist die Haut. So helfen Sie dieser bei der Umstellung auf das Frühjahr.

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Mit der richtigen Haupflege die Sonne genießen. Foto: thinkstockphotos.com

"Die Kälte und der Wechsel von eisigen Außentemperaturen zu warmer, trockener Heizungsluft haben sie strapaziert", erklärt die Dermatologin Uta Schlossberger. Das hat sichtbare Folgen: Der Teint wirkt fahl und müde. Die Haut am Körper, die monatelang unter dicken Schichten wärmender Kleidung versteckt war, ist oft rau und schuppig. Wer empfindliche Haut hat, wird zudem oft Irritationen beobachten.

Auf den Hauttyp achten

Ab Temperaturen von minus acht Grad stellt die Haut die körpereigene Produktion von Fetten nach und nach ein. Deshalb ist im Winter eine Pflege wichtig, die ein Höchstmaß an rückfettenden Substanzen besitzt. Diese sollte man zum Frühlingsbeginn hin nach und nach zugunsten leichterer Produkte mit hohem Feuchtigkeitsanteil austauschen. "Wenn man auch im Frühling eine sehr fetthaltige Creme benutzt, kann die Haut darauf sogar mit Pickelchen und Unreinheiten reagieren", erklärt Schlossberger.

Doch auch bei einem Wechsel der Pflege sollte man den eigenen Hauttyp beachten, betont die Hautärztin. "Wer trockene Haut hat, braucht zu jeder Jahreszeit generell mehr Fette als jemand, dessen Teint zu öligem Glanz und zu Unreinheiten neigt."

Gerade für Menschen mit sensibler Haut kann es sinnvoll sein, die tägliche Pflege nicht von einem Tag auf den anderen, sondern allmählich umzustellen. Dafür benutzt man zum Beispiel zunächst die reichhaltigere Tagescreme für den Winter als Nachtcreme, die leichtere Nachtcreme für den Frühling dagegen für den Tag. Nach und nach werden die Produkte dann ausgetauscht.

"Was bei der Umstellung der Haut vom Winter auf das Frühjahr ebenfalls helfen kann, ist eine Ampullenkur", sagt Elena Helfenbein, Expertin des VKE-Kosmetikverbandes in Berlin. "Die hohe Wirkstoffkonzentration hilft dabei, den Teint bis in die Tiefe zu durchfeuchten." Das sorge nicht nur dafür, dass sie glatt und jung aussieht. "Das bereitet sie auch optimal auf die Sonne vor, denn eine gut durchfeuchtete Haut bräunt schneller und auch gleichmäßiger", erläutert Helfenbein.

Generell wird das Thema Sonnenbräune nicht erst aktuell, wenn man den wohlverdienten Jahresurlaub an einem Strand im sonnigen Süden verbringt. Im Gegenteil: Ein Großteil der Sonnenschäden entsteht im ganz normalen Alltag - beim Spaziergang, beim Shoppingbummel, bei der Radtour. "Deshalb macht es auch Sinn, bei der Wahl der Tagespflege auf einen Lichtschutzfaktor zu achten", sagt die Dermatologin Schlossberger. "So kann man sicher sein, das Haus schon geschützt zu verlassen."

Sonnenschutz nicht vergessen

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Sonnenschutz bewahrt vor frühzeitiger Hautalterung. Foto: thinkstockphotos.com

Wer jedoch die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne im Garten, auf dem Balkon oder im Park genießen möchte, sollte ein wenig mehr tun und auf speziellen Sonnenschutz setzen. "Generell wird dabei zwischen Produkten mit chemischen und physikalischen Filtern unterschieden", erläutert der Dermatologe Prof. Volker Steinkraus aus Hamburg. "Chemische Filter können Unverträglichkeiten auslösen." Daher sagt der Experte: "Physikalische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid sind zwar besser verträglich, aber schwerer einzureiben." Sie hinterlassen bisweilen einen weißen Film auf der Haut.

Entscheidend ist der Lichtschutzfaktor. "Er sagt aus, um das Wievielfache die natürliche Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird", erklärt Elena Helfenbein. "So bedeutet zum Beispiel ein LSF von 20 für Menschen mit einer natürlichen Eigenschutzzeit von 10 Minuten, dass die ersten Zeichen einer Hautrötung erst nach der 20-fachen Bestrahlungszeit, also nach 200 Minuten, auftreten." Um diesen Schutz zu erreichen, müssten zwei Milliliter Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden, was bei einem Erwachsenen einer Menge von mehr als 30 Millilitern entspricht, erläutert Helfenbein.

Wer diese Tipps bereits im Frühling beachtet, kann sich nicht nur auf eine erste leichte Bräune freuen, sondern auch darauf, dass die Haut länger jung bleibt. Denn es sind vor allem die sogenannten freien Radikale, die durch Sonnenlicht freigesetzt werden - sie gelten als Hauptverursacher der Hautalterung . Mit der richtigen Sonnenpflege werden diese ausgebremst.

Was man gegen lästige Pigmentflecken tun kann.

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