Shopping-Süchtig? Strategien gegen den schnellen Klick

Wir alle kennen das: Jeden Tag flattern dutzende Newsletter mit verlockenden Angeboten in die Mailbox: Sale! Reduziert! Nur heute! Schnell macht sich die Gier breit, das Verlangen, der Jagdtrieb. Mit ein paar Tricks kann man dem spontanen Kaufimpuls entgehen.

Online-Shopping
Sind Sie auch Mitglied im Club der Anonymen Online-Shopaholics? Foto: Thinkstock/iStock

Die High Heels waren sooo günstig! „Nur“ 119,90 statt vorher 350 Euro! Die musste ich einfach nehmen!! Kommt Ihnen bekannt vor? Willkommen im Club der Anonymen Online-Shopaholics. Verlockende Angebote lassen uns Dinge kaufen, die wir 1.) eigentlich nicht brauchen, 2.) eigentlich gar nicht am Radar hätten und 3.) eigentlich unser Budget sprengen. Mit etwas Selbstdisziplin kann man den Spontan-Onlineshopping-Touren aber Herr bzw. Frau werden.

Newsletter abmelden

Der erste und nützlichste Schritt: Melde dich von sämtlichen Newslettern, vor allem von Shoppingclubs, ab. Es gibt JEDEN Tag tolle, umwerfende und vermeintlich supergünstige Angebote. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wetten, dass du nicht selbst alle Shops nach Schnäppchen durchstöberst?

Überlegen

Wenn man schon im Shop gelandet ist und der Shopping Bag gefüllt – warten. Geh kurz weg oder leg das Tablet zur Seite. Trink eine Tasse Kaffee, verlasse den Raum. Willst du die Sachen nach zehn Minuten immer noch so dringend? Und nach einer halben Stunde? Oder sind die Schuhe gar nicht soooo super, und ein ähnliches T-Shirt hast du schon in zehnfacher Ausführung im Schrank? Na dann – Geld gespart!

Geld
Nochmals anders überlegt? Geld sparen kann auch Freude machen Foto: DeanDrobot/iStock/Thinkstock

Pseudo-Shopping

Dafür braucht es Willenskraft und starke Nerven: Oft reicht eine kleine „Ersatzbefriedigung“ bzw. „Trockenübungen“. Den Warenkorb füllen, aber – Achtung! – NICHT abschicken! Stylishe Kombinationen zusammenstellen kann auch schon Spaß machen. Wenn man durchhält, jedenfalls ;-). Aber auf Dauer ist das keine Lösung – Fake-Orgasmen sind schließlich auch kein sexueller Höhepunkt.

Keine Daten speichern

Wer seine kompletten Adress- und Kreditkarten-Daten schon gespeichert hat, braucht nur zwei, drei Klicks, um Hunderte Euros auszugeben. Viel mühsamer ist es, alles jedesmal aufs Neue einzutippen. Aber diese Hürde ist nützlich, um sich den Kauf bewusst zu machen.

Old-School: Analog

Klar, Online-Shopping ist praktisch. Mit der besten Freundin einen Schaufensterbummel zu machen und im Shopping Center auf Beutezug zu gehen macht viel mehr Spaß als alleine vor dem Computer Bilder anzusehen. Da verliert man auch weniger schnell den Überblick, wieviel man tatsächlich gekauft hat.

Mehr zum Thema: