Schlankheitswahn: Gibt es bald ein Gesetz gegen Mager-Models?

Die Diskussion um zu dünne Laufstegmodels ist nicht neu. Die französische Regierung will Mager-Models mittels einem Gesetz nun den Riegel vorschieben. Laut diesem darf in Zukunft ein gewisser Body-Mass-Index nicht mehr unterschritten werden.

Model
Models sollen nicht nur gut aussehen, sondern auch positive Vorbilder sein Foto: Francois Durand/Getty Images

Ultradünne Models sind keine Seltenheit in der Branche. Während diese Frauen nicht nur ihre eigene Gesundheit gefähren, sind sie gleichzeitig ein schlechtes Vorbild für andere. Ihr Schlankheitswahn kann vor allem jungen Mädchen das Gefühl vermitteln, nicht dünn genug zu sein und somit sogar Bulimie und Magersucht fördern. Wenn es nach der französischen Regierung geht, ist damit bald Schluss.

"Models sind ästhetische Vorbilder"

Die Gesundheitsministerin Frankreichs Marisol Touraine will magere Frauen endgültig von Laufstegen und Plakaten verbannen. Ein Gesetz soll Werbung mit diesen Models unter Strafe stellen. Model-Agenturen sollen in Zukunft ein Gesundheitszeugnis vorlegen, in dem sie bestätigen müssen, dass ein gewisser Body-Mass-Index (BMI) nicht unterschritten wird. Nur wenn sich dieser im gesunden Bereich bewegt, darf ein Model Jobs annehmen. Sollte diese Regelung missachtet werden, sollen bis zu 75.000 Euro Geldstrafe und sechs Monate Haft drohen. Touraine sagte in einem Interview mit dem TV-Sender BFMTV: "Man sollte sich als Model gut ernähren und auf seine Gesundheit achten. Das ist eine wichtige Botschaft an junge Frauen, die in Mannequins ästhetische Vorbilder sehen."

Paris
Eine Model auf der Paris Fashion Week Foto: Thierry Chesnot/Getty Images

Wenig überraschend laufen die Pariser Modelagenturen mittlerweile Sturm gegen den Gesetzesvorschlag. Eine Regelung, die nur für Frankreich gelten würde, sei nicht sinnvoll. Jedoch gibt es bereits ähnliche Gesetze in Italien und Spanien, die untergewichtige Models verbieten.

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