Zähne - Ein strahlendes Lächeln ist Ihre Visitenkarte

Weiße und gesunde Zähne sind für das perfekte Lächeln und gutes Aussehen häufig ein Muss. Doch nicht jeder hat von Natur aus helle Zähne, manchmal muss der Zahnarzt nachhelfen. Doch welche Bleaching-Methoden gibt es?

Weiße Zähne
Weiße Zähne zeugen von einem gesunden und schönen Lächeln Foto: Marko Skrbic/iStock/Thinkstock

Seit Jahren steht ein weißes Lächeln für Gesundheit und gutes Aussehen. Und wie jeder Mensch anders ist, sind es auch die Zähne. Von gelblichen, gräulichen bis zu schönen weißen Zähnen findet sich alles in der natürlichen Farbpalette. Doch Nikotin-, Alkohol-, Kaffee- und Teekonsum führen zu unschönen Verfärbungen. Als einziger Ausweg bleibt oft nur noch das Bleaching. Doch was genau passiert hier und welche Methode ist die beste?

Vorbereitung

Farbstoffe, wie etwa aus Kaffee oder Tee, lagern sich in den Zahnschmelz ein. Diese Verfärbungen können aber oft nicht mehr durch reguläres Putzen beseitigt werden. Ein Zahnbleaching jedoch hilft auch nicht immer.

Vor dem Bleachen sollte man sich daher einer ärztlichen Voruntersuchung unterziehen, um eventuelle Löcher und Karies aufzuspüren und zu beseitigen. Denn wenn Karies vorhanden sind, darf ein Bleaching nicht gemacht werden – die Substanz kann in den Zahn gelangen und Schäden anrichten. Auch empfindliches Zahnfleisch (Zahnfleischbluten, Zahnfleischtaschen) ist für ein Bleaching meist nicht geeignet. Ebensowenig lassen sich Keramik oder Kunststoff bleichen.

Nach der Kontrolle der Zähne sollte eine professionelle Mund- und Zahnreinigung vorgenommen werden (diese sollte im besten Fall ohnehin zwei Mal im Jahr gemacht werden). Nach der Zahnreinigung können die Zähne bereits ein bisschen heller wirken, da Ablagerungen von den Zähnen entfernt werden.

Methoden

Für das Bleaching werden Präparate mit Wasserstoffperoxid (H2O2) oder Caramidperoxid eingesetzt. Sie bleichen die erste Schicht des Zahnschmelzes, indem aktiver Sauerstoff abgespaltet wird und die Farbstoffmoleküle im Zahn verblassen bzw. oxidieren. Diese Präparate sind je nach Methode - also „home-bleaching“ oder „in office bleaching“ - unterschiedlich stark. Je niedriger die Dosierung ist, desto weniger stark werden die Zähne aufgehellt und desto kürzer hält die weiße Farbe.

Home-Bleaching

Wie der Name bereits sagt wird diese Methode nicht in der Praxis, sondern zu Hause durchgeführt. Zuerst nimmt der Zahnarzt einen Abdruck vom Gebiss, der dann passgenau zu einer Kunststoffschiene verarbeitet wird. Das Bleichmittel wird vor dem Gebrauch in die Schiene gefüllt. Das lässt sich problemlos ohne professionelle Hilfe bewerkstelligen, aber nicht ohne Einschulung durch den Arzt erfolgen. Die Schiene kann, je nach Konzentration des Bleichmittels, ein bis acht Stunden getragen werden. Wöchentlich sollte man zum Arzt gehen und die Zähne und den Grad der Aufhellung während der Behandlungsdauer kontrollieren lassen. Die Behandlung sollte dabei nicht länger als maximal sechs Wochen dauern. Nach der Behandlung wird dann eine Fluoridierung vom Arzt verordnet, die den Zahnschmelz neutralisieren und kräftigen soll.

In Office Bleaching

Die In Office Bleaching-Methode wird direkt vom Zahnarzt durchgeführt. Das Bleichmittel ist hier meist stärker als beim Home-Bleaching konzentriert, was sich in rascheren Ergebnissen bemerkbar macht. Bei dieser Methode wird zuerst das Zahnfleisch mit einer dünnen Kunststoffschicht abgedämmt und geschützt. Danach wird das Bleichmittel einzeln auf die Zähne gepinselt. Hier werden nur die Zähne aufgehellt, die man beim Lächeln sieht. Die Wasserstoffperoxid-Lösung wird mithilfe einer Hochenergielampe aktiviert und für 20 Minuten auf den Zähnen gelassen. Es gibt hier verschiedene Ausführungen: Man braucht oft nur eine Sitzung, um die Zähne aufzuhellen. In einer Sitzung kann das Bleichmittel aber auch zwei bis dreimal nacheinander aufgetragen werden. Alternativ gibt es einen Folgetermin, falls das gewünschte Ergebnis noch nicht erreicht ist. Anschließend wird auch hier die Zahnoberfläche fluoridisiert, damit sich der Zahnschmelz schneller erholen kann.

Bleaching
Das Bleaching macht sich bei jedem Menschen unterschiedlich bemerkbar Foto: Digital Vision/DigitalVision/Thinkstock

Effektverlängerung

Nach dem Bleaching sollten Sie für 24 Stunden nur „weiße“ Lebensmittel zu sich nehmen und eine Woche lang keine verfärbenden Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein, Spinat, Rote Rübe und dergleichen.

Die Aufhellung hält nicht für immer, vor allem wenn viel Nikotin, Kaffee, Tee und Alkohol konsumiert wird. Um die helle Farbe so lange wie möglich zu erhalten, sollte man weitestgehend auf diese Nahrungsmittel verzichten, viel Wasser trinken und nach dem Verzehr von verfärbenden Lebensmitteln Kaugummi kauen, um die Speichelproduktion anzuregen.

Nebenwirkungen

Tage nach dem Bleichen können sogenannte Schmerzblitze vorkommen: ein kurzer und stechender Schmerz im Zahn und Zahnfleisch. Das ist nicht ungewöhnlich, denn der Zahnschmelz wurde während der Behandlung bearbeitet. Die Folge: Die Zähne und Zahnhälse können auf Wärme, Kälte, Süßes und Saures deutlich empfindlicher als üblich reagieren. Die Überempfindlichkeit lässt in den meisten Fällen nach, wenn entsprechende Fluoridierungsmaßnahmen getroffen wurden.

Durch das Bleichmittel können außerdem Reizungen in der Schleimhaut entstehen. So kann es passieren, dass das Mittel mit dem Zahnfleisch in Berührung kommt und ätzt. Das Zahnfleisch wird für einige Wochen empfindlich sein. Grundsätzlich ist Bleaching unbedenklich, solange es nicht mehrmals im Jahr oder jährlich gemacht wird.

Wer darf Bleaching nicht machen?

Ob Sie für eine Zahnaufhellung geeignet sind oder nicht, sollte der behandelnde Zahnarzt entscheiden. Wer unter 16 Jahren, schwanger ist oder stillt, allergisch auf Peroxid reagiert oder Zahnfleischentzündungen hat, kommt für Bleaching nicht in Frage. Auch für Patienten mit schmerzempfindlichen Zähnen, empfindlichem Zahnfleisch oder Füllungen, Kronen, Blenden oder Zahnspange ist Zahnaufhellen keine Option.