Dauerhafte Haarentfernung - So werden Sie lästige Härchen los

Wer kennt sie nicht: die nervigen Härchen an Beinen & Co. Egal ob man rasiert, epiliert oder doch waxt - sie kommen leider immer wieder. Durch neueste Methoden soll es möglich jedoch sein, diese lästigen Begleiter für immer loszuwerden.

Dauerhafte Haarentfernung
Glatte Beine ohne ständiges rasieren oder waxen - das ist möglich! Foto: AntonioGuillem/iStock/Thinkstock

Kaum hat man sich vorgestern die Beine rasiert, muss man heute schon wieder eine lange Hose statt einem Rock anziehen. Für viele Frauen sind lästige Stoppeln auf den Beinen, unter den Armen und im Gesicht eine Qual. Spannend klingende Methoden wie zum Beispiel Sugaring entfernen zwar die Haare, aber das auch nur für drei Wochen. Gut, dass es drei Wege gibt, die das Leben leichter machen können, wenn es um lästige Härchen geht.

Laser

Die Laserbehandlung ist eine von drei Methoden, um sich die Haare dauerhaft entfernen zu lassen. Diese Variante kann grundsätzlich nur von einem Hautarzt durchgeführt werden. Denn bei der Laserbehandlung gelangen die Strahlen über das Haar in die Haarwurzel. In die Haarwurzel wird die Energie dann in Wärme umgewandelt. Das hat zur Folge, dass die haarproduzierenden Zellen durch die Hitze zerstört werden bzw. verglühen. Die Laserenergie wird vom Melanin, dem Haarfarbstoff, aufgenommen und an die Haarwurzel weitergeleitet. Das bedeutet, dass die Lasertechnik nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet ist. Ideal ist sie für dunkles Haar auf heller Haut.

Die Behandlung ist etwas zeitintensiv, denn Zentimeter für Zentimeter wird der Laser über die Haut geführt. Dabei wird die Laserstärke individuell auf Haar- und Hauttyp eingestellt. Die Haare werden während der Behandlung verödet - und das riecht man auch. Die Laserbehandlung kann ein bisschen zwicken und zwacken. Erfolge sieht man meist zwischen vier und acht Sitzungen, je nachdem welche Stelle behandelt wird. Die Kosten liegen bei 300 Euro (für Beine) aufwärts.

Intense Pulsed Light – IPL

Die IPL-Methode zur dauerhaften Haarentfernung ist ähnlich wie die Lasermethode: Auch hier wird das Licht, das von einer Xenon-Lampe erzeugt wird, in die Haarwurzel transportiert und in Wärme umgewandelt, das die Haarwurzel verödet. Der Unterschied zur vorigen Variante liegt darin, dass ein größeres Spektrum an Wellenlängen ausgestrahlt wird. Die Hautpartie zum Entfernen der Haare wird also größer und es können mehr Haare auf einmal verödet werden als beim Lasern. Durch das große Strahlenspektrum können aber auch Hautpartien getroffen werden, die dafür nicht vorgesehen sind wie zum Beispiel Tattoos.

Da die IPL-Technik nicht ein Arzt durchführt, kann es bei schlechter Anwendung zu Verbrennungen der Haut kommen. Wissen sollte man, dass sich über diesen Weg auch nur dunkle Haare entfernen lassen. Das Melanin, das in den Haaren enthalten ist, leitet das Licht bis zur Haarwurzel, wo sie dann die Energie in Wärme umwandelt.

Dauerhafte Haarentfernung
Mit der Laser-, Lichtimpulstechnik oder den elektrischen Wellen können Härchen in mehreren Sitzungen von der Wurzel an beseitigt werden. Foto: Carol_Anne/iStock/Thinkstock

Elektro-Epilation

Diese Methode ist eher für kleinere Bereiche wie Augenbrauen oder Oberlippe geeignet, da sie sehr zeitaufwendig ist. Bei dieser Methode wird eine hauchdünne Nadel in den Haarkanal eingeführt. Bei der Thermolyse  wird dann Strom durchgelassen und verödet - wie auch bei den anderen zwei Methoden - die Haarwurzel. Weiters gibt es die Elektrolyse, bei der der Körper bei Gleichstrom körpereigene, chemische Reaktionen innerhalb der Haarwurzel verursacht. Das führt dazu, dass das umliegende Gewebe Natronlauge produziert, das die Haarwurzel veröden lässt. Als dritte Variante gibt’s eine Mischung aus Elektro- und Thermolyse: Die entstehende Natronlauge wird erwärmt und verödet die Haarwurzel – das geht erfahrungsgemäß schneller.

Auf dieser Methode der Haarentfernung können alle Haut- und Haartypen zurückgreifen. Die Behandlung dauert allerdings sehr lange, weil jedes einzelne Haar bearbeitet werden muss. Meisten ist die Elektro-Epilation mit Schmerzen verbunden und sollte mit einer örtlichen Betäubung kombiniert werden. Auch Narben sind möglich. Ein weiterer Nachteil bei dieser Variante: Wird nicht genug Strom in die Haarwurzel geleitet, kann dass das Wachstum des Haares sogar verstärken. Diese Behandlung ist nicht zuletzt deshalb für größere Hautpartien eher ungeeignet. Die Kosten werden meist nach Zeitdauer gemessen: Eine Stunde kann mehr als 100 Euro ausmachen.

Resultate

Die richtige Planung ist beim dauerhaften Haarentfernen das A und O, denn nach der Behandlung sollte man für ungefähr zwei Wochen nicht in die Sauna, ins Bad oder in die Sonne gehen. Ein weiterer Grund, warum es sich empfiehlt, mit der Haarentfernung bis zum Winter zu warten: Einige Wochen vor der Behandlung sollte man sich nicht rasieren oder epilieren.

Die Behandlungen sollten zwischen vier und sechs Mal durchgeführt werden und das immer in einem Abstand von je drei bis vier Wochen. So ist sichergestellt, dass so viele Haarwurzeln wie möglich getroffen werden. Dennoch können sich nach Jahren Härchen bemerkbar machen, die während der Entfernung nicht in der Wachstumsphase waren und deshalb vor dem Laser nicht erfasst wurden.

Fazit

Dauerhafte Haarentfernung sollte lange im Voraus geplant werden, denn der Kontrast zwischen heller Haut und dunklen Haaren ist im Winter am größten. Leider ist die Haarentfernung bei den Beinen nur möglich, wenn man dunkle Haare hat. Frauen mit hellen Härchen müssen sich weiterhin mit Waxen & Co begnügen. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass es bei der Elektro-Epilation zu Verbrennungen und Narbenbildung kommen kann.

Dafür hat man für längere Zeit keine störenden Härchen - von ein paar wenigen abgesehen, die bei der Bestrahlung noch nicht in der Wachstumsphase waren. Alles in allem sind die IPL-Methode und das Lasern eine gute aber zeit- und kostenintensive Alternative zum Rasierer.