Anti-Aging ohne Spritze und Skalpell - JetPeel & Co

"Ich bin stolz auf die Falten. Sie sind das Leben in meinem Gesicht." - Nicht jeder geht mit dem Älterwerden so gelassen um wie Brigitte Bardot. Und trotzdem wollen sich nicht alle Frauen für eine straffere Haut unters Messer legen. Das ist jetzt auch nicht mehr nötig.

JetPeel und Co
Eine straffe Haut mit einem Glow gibt's auch ganz ohne Skalpell und Spritzen Foto: ValuaVitaly/iStock/Thinkstock

Junge, straffe und strahlende Haut – das lässt leider mit der Zeit nach. Doch Skalpell, Botox & Co sind dann doch nicht die Lösung für jede Frau. Unnatürliche Gesichtszüge, Schmerzen und Blutergüsse können die Folgen sein. Doch im 21. Jahrhundert sind die Technologie und Kosmetikbranche schon so weit, dass die Haut ganz ohne Spritzen und Skalpell straffer und jünger wirkt.

JetPeel

Das medizinsche Gerät stammt ursprünglich aus Israel, ist schon seit ein paar Jahren auf dem Markt, boomt aber erst jetzt so richtig. Mit Überschallgeschwindigkeit wird aus mikroskopisch kleinen Düsen ein Gemisch aus Kochsalzlösung und Sauerstoff tief in die Hautschicht transportiert. Dadurch wird die erste Hautschicht ganz ohne Schmerzen abgetragen und die darunter liegende Dermis kann mit Vitamincocktails und Sauerstoff versorgt werden. Vitaminkonzentrate wie A, E, C und E5 - um nur wenige zu nennen - versorgen die Haut bis in die Tiefe. Das befreit sie von Schmutz und abgestorbenen Zellen bzw. glättet Fältchen.

Zuerst wird eine Lymphdrainage durchgeführt. Hierbei wird der Fluss der Lymphe im Körper angeregt und angestaute Stoffe können vom Körper leichter ausgeschieden werden. Danach wird die Haut mit dem Gasgemisch und Sauerstoff tiefengereinigt. Hier ist der pH-Wert leicht sauer, damit die Haut sich öffnet und die Inhaltsstoffe besser in die Haut eindringen können. Der letzte Schritt ist die Neutralisierung der Haut mit einer Kochsalzlösung.

Vor- und Nachteile

Gleich vorweg: Es gibt eigentlich keine Nachteile. Die Haut wird tiefengereinigt, mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und die Methode selbst ist völlig schmerzfrei. Das JetPeel ist sehr effizient, denn es macht die Haut von innen schön – hier gilt buchstäblich: Schönheit, die unter die Haut geht.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Je nachdem, wie reif die Haut ist und wieviele Essenzen und Wirkstoffe eingesetzt werden, kann der Preis stark schwanken. Eine Einzeleinheit kostet meist um die 250 Euro, wenn Sie aber die Behandlung in einem Paket (meist fünf bis 10 Einheiten) kaufen, belaufen sich die Kosten pro Stunde meist zwischen 150 und 200 Euro.

Und je nachdem, wie der Zustand der Haut ist, braucht man meist vier bis sechs Einheiten, maximal aber zehn. Danach sollte ein JetPeel alle vier bis sechs Wochen gemacht werden, damit der Effekt langanhaltend und die Haut gut versorgt ist.

Ein JetPeel kann eigentlich jeder machen – je nachdem wie der Zustand der Haut ist. Besonders auch für junge Frauen und Männer, die unreine oder sogar akut unreine Haut haben, empfiehlt sich ein JetPeel. Denn abgestorbene Haut wird abgetragen und somit die untere Haut besser gepflegt. Gleichzeitig gibt es auch Anti-Aging-Behandlungen, die schon ab 30 gemacht werden können. Auch hier wird die Zusammensetzung der verschiedensten Stoffe an die Haut angepasst.

Ablative Faltenbehandlung

Hier wird mit gepulstem Laserlicht gearbeitet. Das Laserlicht dringt bis tief in die Haut ein und regt durch die Wärmemenge die Kollagenproduktion an. Das reduziert feine Falten besonders im Mundbereich. Diese Art der Faltenbehandlung dürfen ausschließlich Dermatologen machen, denn der Laser kann gefährlich sein.

Vor- und Nachteile

Die Behandlung wird mit einer Lokalanästesie durchgeführt und kann so manche Gefahren bergen. Die Haut kann Verbrennungen erleiden, was natürlich zur Narbenbildung beiträgt. Dies ist auf der einen Seite positiv, denn durch Narbenbildung wird die Haut fester, straffer und praller. Auf der anderen Seite weiß man aber nie, wie sich Narben entwickeln. Auch die Pigmentverschiebung kann beim Lasern ein Nachteil sein.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Die Laserbehandlung wird bei Akne-Patienten oft in Kombination mit anderen Behandlungen gemacht, um Narben zu glätten. Aber auch bei der Faltenbekämpfung wird Laser eingesetzt. Auch eine Laserbehandlung muss längerfristig angelegt werden, abhängig von dem Zustand der Haut und dem Problem. Deswegen sollte man sich hier von einem Hautarzt fachlich beraten lassen.

Micro-Needling

Hier wird die Haut mit einem Dermaroller bearbeitet. Sehr kleine, kurze und feine Nadeln durchstechen die oberste Hautschicht und reizen somit die Haut. Die Haut, die sich verletzt sieht, beschleunigt dadurch den Reparaturprozess und die Kollagenbildung. Hier wird aber nicht nur auf dem Gesicht herumgerollt, sondern auch vor- und nachbehandelt. Während dem Einstechen können auch Wirkstoffe wie Hyaluronsäure in die „Kanäle“, also da wo gestochen wurde, eingesetzt werden. Nach dem Needling werden die Kanäle geschlossen, was circa 20 Minuten dauert. Die ganze Behandlung an sich dauert ungefähr eine Stunde.

Vorsicht ist geboten bei Dermarollern, die es für den Heimgebrauch zu kaufen gibt. Diese sind nach ein- bis zweimaliger Benützung nicht mehr zu gebrauchen, denn die Nadeln verbiegen sich und können die Haut sehr verletzen. Das Fachpersonal verwendet sterile Nadeln aus chirurgischem Stahl daher nur einmal.

Vor- & Nachteile

Das Micro-Needling kann weh tun. Besonders auf der Stirn, wo die Haut dünn ist und der Knochen spürbar ist. Die Sonne muss man mindestens noch drei Tage nach der Behandlung meiden und Sonnenschutz verwenden, denn die Haut reagiert danach sehr sensibel. Daher besser auch kein Date für den Abend nach der Behandlung ausmachen: Das Gesicht kann gerötet sein. Der große Vorteil bei dieser Behandlung sind der rasche Reparaturvorgang und die Kollagenbildung. Durch die offenen Kanäle kann die Haut Wirkstoffe besser aufnehmen. Hier muss darauf geachtet werden, das Cremen und Lotionen ohne Farb-, Duft- und Zusatzstoffe verwendet werden.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Vier bis sechs Mal sollte man eine Micro-Needling-Behandlung machen, um sichtbare Verbesserungen der Gesichtshaut zu erkennen. Diese sollten im Abstand von 14 Tagen gemacht werden. Danach sollte man es regelmäßig alle paar Wochen wiederholen, damit die Haut jung und frisch bleibt. Ein ganzes Treatment kostet meist um die 150 Euro, der Preis kann hier aber je nach Kosmetikstudio und Hauttyp schwanken.

Akut unreine oder unreine Haut sind für das Micro-Needling genau so ungeeignet wie Neurodermitis und starke Kupferrose. Wenn die Haut entzündet ist, wird keine Micro-Needling-Behandlung vorgenommen.

Gesichtsbehandlung
Es gibt verschiedene Methoden um eine jüngere Haut zu bekommen, schmerzfei und ohne Skalpell Foto: targovcom/iStock/Thinkstock

Microdermabrasion

Bei der Microdermabrasion wird die Haut abgeschliefen. Die oberste Zelllage der Haut wird durch feine Kristalle abgetragen. Hier wird auch der Lymphfluss aktiviert. Abgestorbene Haut wird abgetragen, die mit normalem Peeling nicht mehr abzutragen ist. Nach der Microdermabrasion folgt eine Nachreinigung mit Wirkstoffen oder auch eine Ultraschallbehandlung, damit sich die Haut wieder beruhigt.

Vor- und Nachteile

Die Haut wird durch die Microdermabrasion feiner und reiner und auch große Poren werden dadurch feiner. Die Wirkstoffe können besser in die Haut eindringen und vor einem chirurgischen Eingriff hat das den Vorteil, dass die Haut weicher ist und hier besser eingestochen und geschnitten werden kann. Auch hier muss die Sonne für mindestens drei Tage gemieden werden und der Sonnenschutz darf nicht fehlen. Eine Microdermabrasion ist daher für den Hochsommer nicht geeignet.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Ein Treatment dauert meist eine Stunde und kostet circa 150 Euro, je nachdem, welche Nachbehandlung und Wirkstoffe eingesetzt werden. Wie oft man die Microdermabrasion machen sollte ist vollkommen abhängig von dem Zustand der Haut. Man kann jede Woche eine Microdermabrasion durchführen. Wenn man merkt, dass die Haut dünner wird, kann man damit aufhören.

Bei weißem Hautkrebs wird eine Microdermabrasion empfohlen, weil diese Art von Krebs von außen nach innen wächst und über diesen Weg abgetragen werden kann. Besonders für Menschen mit großporiger Haut ist diese Methode gut geeignet. Das gilt auch bei unreiner Haut, wenn auch in diesem Fall die Behandlung nur erfolgen kann, wenn keine Entzündungen vorliegen.

Fruchtsäurepeeling

Ein Fruchtsäurenpeeling arbeitet mit Säure, die die Kollagenbildung in der tieferen Hautschicht anregt und einen Teil der oberen Hautschicht abträgt. Hier kann eine dreiwöchige Kur gemacht werden, wobei mit einer höheren Fruchtsäurekonzentration angefangen wird und die Konzentration dann sukzessive weniger wird.

Vor- und Nachteile

Falten werden gemindert, Pigment-Unregelmäßgkeiten können verschwinden und die Wachstumshemmung beugt Bakterien vor, die Unreinheiten verursachen können. Besonders dicke und großporige Haut wird feiner und strahlender. Fruchtsäure-Peelings sind vor allem bei Raucherhaut sehr gut geeignet. Die Haut ist aber nach der Behandlung üblicherweise sehr empfindlich und rot. Nach einem Fruchtsäure-Peeling braucht die Haut meist einen Monat, um die normale Hautfunktion wieder aufzubauen. Diese Methode sollte daher nur am Abend gemacht werden, damit die Sonne keine Pigmentverschiebungen verursachen kann.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Fruchtsäure-Peelings gibt es in verschiedenen Varianten: flüssig, aus der Tube … Hier können die Preise zwischen 24 und 100 Euro variieren. Meist dauert die Behandlung eine Stunde. Vor allem Menschen mit unreiner Haut, sofern sie nicht entzündet ist, werden eine deutliche Verbesserung bemerken. Aber auch großporige und dicke Haut wird durch ein Fruchtsäure-Peeling weicher, strahlender und dünner.

Ultraschall

Ultraschall dringt in die tiefste Hautschicht und regt die Kollagenproduktion an. Man kann sich das wie einen Stein vorstellen, der ins Wasser geschmissen wird: An der Stelle bilden sich Wellen. Und genau das passiert auch beim Ultraschall, der Schwingungen produziert. Die Zwischenräume in den Zellen bewegen sich  und aktivieren die Lymphe, die die schädliche Stoffe besser abbauen kann. Die Haut wird auch aufnahmefähiger für Wirkstoffe. Hier wird der Ultraschall dauernd bewegt und darf nicht beim Auge und Knochen stehenbleiben.

Vor- und Nachteile

Bei dieser Methode muss die Sonne nicht gemieden werden. Sie ist als Behandlung bei Kupferrose sehr gut geeignet. Nachteile gibt es eigentlich keine.

Kosten, Dauer & wer darf es machen?

Eine Ultraschallbehandlung kostet um die 30 Euro und kann täglich gemacht werden, da die Haut nicht verletzt oder mit Säure behandelt wird. Eine Ultraschallbehandlung kann jeder machen. Sie kann sogar bei Kupferrose angewendet werden.

Tipps vom Experten

Wenn man sich doch unter die Spritze gelegt hat und Botox- oder Hyaluronspritzen bekommen hat, sollte man 14 Tage warten, bevor man eine dieser Anwendungen macht. Denn innerhalb dieser Zeit könnte das Injizierte abgetragen werden oder das Nervengift woanders abgeleitet werden.

Diese Behandlungen sind aber kein Zauber, der die Haut im Nu 20 Jahre jünger macht. Sie sollten regelmäßig angewendet werden, um wirklich eine sichtbare Verbesserung zu spüren.

Daher sollte man sich von einer fachkompetenten Person eingehend informieren und beraten lassen. Häufig kann vor Ort eine Haut-Analyse gemacht werden, bei der man Äderchen und Pigmentflecke sieht, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind.