Scharf gestochen! Die coolsten Tattoos der Stars

Grusel-Szene, blutige Monster oder nackte Meerjungfrau – die Tätowierungen der Stars sind alles andere als gewöhnlich. Aber welche Bedeutung steckt hinter den schrägen Kreationen? Wir haben die Kunstwerke der heißesten Tattoo-Boys aus nächster Nähe betrachtet.

Adam Levine - Cover
Ein Tiger und ein Adler zieren den Körper von Adam Levine Foto: Christopher Polk/Getty Images

John Mayer

Der US-amerikanische Sänger und Songwriter John Mayer („Your Body Is A Wonderland“) trägt ein wahres Tattoo-Feuerwerk auf seinem Arm. Und es scheint, als würden zukünftig noch viel mehr Funken sprühen. Denn eines ist sicher: Wer einmal dem Tattoo-Wahn verfallen ist, der kommt davon nicht mehr so schnell wieder los.

John Mayer
John Mayer hat mittlerweile auch einige Tattoos Foto: Bill McCay/Getty Images

Traditionell-Asiatisch

Aufmerksamkeit erregte Mayer (37) vor Kurzem in der US-Sendung „The Late Late Show“, bei der er als Gastmoderator für eine gestochen scharfe Überraschung sorgte. Sänger Ed Sheeran und Mayer skizzierten für den jeweils anderen vor Aufzeichnung der Sendung ein Motiv, das sie sich daraufhin spontan stechen ließen. Seitdem trägt Mayer ein kleines Kätzchen auf der Brust, das nicht ganz so gut zu seinen restlichen Tätowierungen passt. Die sind nämlich laut Tattoo-Expertin Monika Weber von Happy Needles Tattoo in Wien sehr traditionell und durchdacht: „Es ergibt ein schönes Gesamtbild im Vergleich zu sogenannten Sammeltattoos wie z. B. Harry Styles und Marc Jacobs sie haben.“ Besonders angetan haben es ihm aber asiatische Tattoos. So trägt Mayer viele bunte Kirschblüten, die in  Japan ein beliebtes Symbol der Freude sind.

Adam Levine

Seine Tattoos sind mittlerweile schon zum Markenzeichen geworden: Der rockige Maroon 5-Frontmann Adam Levine (36) trägt u. a. einen Tiger am rechten Arm, unter der Brust einen Adler, ein Herz mit Blumen und dem Schriftzug „Mama“ auf dem linken Unterarm. Aber welches ist sein Lieblingstattoo? Levine: „Das Los Angeles-Tattoo auf meinem Oberarm ist mein liebstes. Ich habe es in Amsterdam machen lassen. Es war zu einer Zeit, als wir ganz viel unterwegs waren und ich richtig Heimweh ­hatte. Ich brauchte etwas, das mich an L.A. erinnert.“

Persönliche Motive

„Adam Levine hat eher traditionelle Motive, teils asiatisch, teils Old School“, analysiert Weber. „Dennoch sind seine Tattoos modern, denn zurzeit sind vor allem Motive mit persön­lichem Hintergrund wie Schriften oder Freundschaftstattoos beliebt“, so die Expertin. Und für Levine haben wirklich all seine Motive eine persönliche Bedeutung, z. B. ist die Zahl 222 auf seinem Unterarm eine Erinnerung an das Studio, in dem Maroon 5 erstmals aufgenommen hat. Es trug die Türnummer 222.

Adam Levine
Adam Levine liebt es, ein "böser Bube" zu sein Foto: Stephen Lovekin/Getty Images

Harry Styles

Dafür, dass One Direction Sänger Harry Styles erst 21 Jahre alt ist, hat er sich schon jeder Menge Stiche unterzogen: Mit 18 Jahren ging er das erste Mal ins Studio und ließ sich auf der Innenseite seines Oberarms einen Stern tätowieren. Seitdem hat er die Anzahl der Motive, die seinen Körper zieren, schon auf mehr als 50 erhöht. Während Me­dien von Tattoo-Sucht und einem Wettkampf mit Ex-Bandkollegen Zayn Malik schreiben, hat Rapper 50 Cent empfohlen, seine Fülle an Körperkunst „etwas zurückzuschrauben“.

Schmerzhaft modern

Der Frauenschwarm denkt aber gar nicht daran aufzuhören: „Wir treffen viele coole Leute, und die sagen Dinge, die man sich merkt. Ein paar Tattoos sind Erinnerungen an Freunde. Es ist schön, wenn einen Menschen auf verschiedene Weise prägen“. Expertin Weber fällt vor allem der Schmetterling auf: „Am Solarplexus war der sicher schmerzhaft.“ Aber Styles liegt im Trend: „Unter den häufigsten Motiven findet man momentan Schmetterlinge, Kompasse und mexikanische Masken.“ Nur die nackte Meerjungfrau auf seinem linken Arm bleibt (hoffentlich) alles andere als Mainstream.

Harry Styles
Harry Styles hat auffallend viele Sammel-Tattoos Foto: Gustavo Caballero/Getty Images

Marc Jacobs

Er setzt sich auf witzige Weise mit Marken auseinander und hebt sich mit extravaganten ­Motiven von der Masse ab“, beschreibt Weber den Tattoo-Geschmack von Marc Jacobs und trifft damit ­genau den Nagel auf den Kopf.

Pure Extravaganz

Ein lachender SpongeBob, ein grinsendes M&M, viele bunte Sterne und auf seinem Bauch ein Sofa: Der Designer (52) liebt es kunterbunt, lustig und außergewöhnlich.  Coca-Cola hat das gefallen und Jacobs deshalb für den Spot von Coke Light angeworben. Wer sich jetzt für die Bedeutung hinter den kreativen Tattoos interessiert, wird aber enttäuscht. Fragt man den Künstler nach dem Grund für das Sofa- Tattoo, weicht er der Frage aus: „Warum ist die Banane krumm?“ Auch die Worte „Oui“ und „Loui“ hat sich Jacobs nur tätowieren lassen, weil er in Paris spontan ein französisches Tattoo haben wollte: „Ich entschied mich einfach für ein paar blöde Wörter“. Einzig und allein der Schriftzug „Shameless“ verrät seine Bedeutung: Jacobs kennt nun mal keine Scham. Und das ist gut so.

Marc Jacobs
Marc Jacobs (li.) liebt es auch bei Tattoos farbenfroh Foto: Pascal Le Sagretain/Getty Images

Ryan Gosling

Auf den ersten Blick erscheint Ryan Gosling (34) als Sonnyboy, wie er im Buche steht: gepflegtes Äußeres, weißes Hemd, schicke Hose und perfekt sitzende Frisur. Wer würde da auf die Idee kommen, dass mysteriöse Gestalten diesen durchtrainierten Körper zieren? Aber tatsächlich hat Gosling von all unseren Tattoo-Boys die merkwürdigsten Motive auf den Armen gestochen.

Schaurige Vorlieben

„Hinter meinen Tätowierungen steckt eine bestimmte Botschaft“, erklärt Gosling. „Allerdings verändert sich diese ständig, weil ich viele meiner Tattoos am Ende doch wieder bereue und ihnen eine neue Bedeutung schenke.“ Damit meint Gosling z. B. sein selbst gestochenes Tattoo am linken Arm: „Ursprünglich sollte es wie die Hand eines Monsters aussehen, die ein blutiges Herz fallen lässt, aber nun ist es eher ein Kaktus geworden.“ Na ja, fast dasselbe! „Das Buch-Cover von ‚The Giving Tree‘ ist das mit der größten Bedeutung für mich“, so der Hollywood-Beau, der das Buch als Kind oft gelesen hat. Warum Männer wie Gosling zu farblosen Tattoos greifen, liegt laut Weber ­daran, dass farbige Tattoos oft femininer wirken.

Ryan Gosling
Dieses Tattoo hat Ryan Gosling selbst gestochen Foto: Pascal Le Segretain/Getty Images