„Mütend“? Das passiert bei zu wenig Schlaf!

Schlafmangel wirkt sich immer negativ auf unseren Gemütszustand aus: Wir sind antriebslos, launisch, reizbar und abwesend, „mütend“ (müde und wütend). Eine aktuelle Studie demonstriert den Zusammenhang.

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Das kann passieren... Foto: gpointstudio/iStock/Thinkstock

Schlafmangel kann unsere Fähigkeit, Emotionen zu verarbeiten, verändern und es uns ebenfalls erschweren, sie in Schach zu halten, wie Forscher der Tel Aviv University wissen. Schlaflose Nächte lassen Personen bei den kleinsten Aufgaben verzweifeln oder sogar ausrasten, die sie normalerweise problemlos lösen würden.

Unangenehm und neutral

Für die Erhebung wurden mehrere mit einer Nummer versehene Bilder eingeblendet, die entweder als unangenehm oder neutral klassifiziert waren. 18 Teilnehmer, einmal ausgeschlafen und einmal seit 24 Stunden wach , mussten sich die Zahlen auf diesen Bildern merken. Ziel war es, das Bedürfnis bei den Probanden zu wecken, ihre emotionale Reaktion auf die Dias zu regulieren.

Hohe Hirnaktivität

In der Amygdala, der Region im Gehirn, die für Emotionen verantwortlich ist, war beim Ansehen sowohl der neutralen als auch unangenehmen Bilder eine höhere Aktivität nachweisbar, wenn die Probanden unter Schlafmangel litten. Die ausgeschlafenen zeigten nur bei unangenehmen Bildern eine starke Hirnaktivität. Tiefer Schlaf ist demnach essenziell, um Emotionen im Griff zu haben.

Körperliche Folgen

Dass wir nach schlaflosen Nächten unsere Gefühle nicht kontrollieren können, ist also selbsterklärend. Wir sind häufig reizbar, genervt, wütend und sogar ängstlich. Doch auch körperlich wirkt sich zu wenig Schlaf aus: Übergewicht und Schlaganfälle können begünstigt werden. 

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