Austro-Label der Woche: Susanne Bisovskys "Wiener Chic"

Wenn über österreichisches Design von internationalem Format gesprochen wird, fällt meist Susanne Bisovskys Name. Vergangenes interpretiert die Modemacherin auf ihre ganz eigene Art und Weise. Eine Prise Provokation darf dabei niemals fehlen.

Susanne Bisovsky
Gegensätze ziehen sich bei Susanne Bisovsky an Foto: Bianca Hochenauer

Die konsequente Weiterentwicklung einer von vielen Brüchen gekennzeichneten "Wiener Mode" kennzeichnet die Arbeit von Susanne Bisovsky. Die Ausgangspunkte für ihre Haute Couture findet die Designerin in der Salonkultur von Kaufhäusern und Maßateliers wie Zwieback, Stone & Blyth und Höchsmann. Vergangenes ist ihr Fundus, das Ergebnis ist eine gelungene Symbiose von Tracht und Avantgarde.

Wiener Mode

Mit der landläufigen Vorstellung von Tracht haben die Entwürfe der Modemacherin wenig zu tun. Hier wird Spitze mit Latex kombiniert, dort werden Elemente aus Biker-Mode in einzelne Stücke integriert. Auch für ihre Blumendesigns, die Röcke, Kleider und Taschen zieren, ist die gebürtige Österreicherin bis weit über heimischen Grenzen hinaus bekannt.

Susanne Bisovsky
Latex trifft auf Spitze Foto: Wolfgang Pohn

Überraschend muten beim Anblick ihrer besonderen Kreationen die großen Namen der Modebranche an, bei denen Bisovsky ihr Handwerk erlernt hat. Denn die könnten in punkto Stil nicht unterschiedlicher sein: Bei Vivienne Westwood hat sie studiert und bei Modehäusern wie Jean Charles des Castelbajac, Helmut Lang und Kathleen Madden gearbeitet.

Und obwohl Susanne Bisovsky für ihre Arbeit Inspirationen aus der ganzen Welt heranzieht, zeichnen sich die Entwürfe immer durch den zeitlosen "Wiener Chic" aus. Denn: "Nichts ist unmoderner als der modische Höhepunkt der Zeit", zitierte Modeexpertin Suzy Menkes ihre Arbeit in der "New York Times".

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