Lisas Christmas Edition: Weihnachten in London

Weihnachten steht vor der Tür und meine Vorfreude steigt. Zum einen deswegen, weil ich Weihnachten zu Hause in Österreich mit meiner Familie feiern werde. Und zum anderen, weil London wohl der perfekte Ort ist, um sich weihnachtlich einzustimmen. Passend zum Advent schreibe ich also heute über die schönsten Orte zur Weihnachtszeit in London.

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Oxford Street Foto: Lisa Krempl
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Winter Wonderland Hyde Park Foto: Lisa Krempl

Leicester Square

Zugegeben, für einen romantischen Christkindlmarkt-Abend ist dieser Weihnachtsmarkt mitten im Zentrum Londons nicht geeignet. Doch wenn mal schon mal dort ist, schadet es ja nicht, einen Blick reinzuwerfen. Seit Ende November befindet sich am Leicester Square ein kleiner Weihnachtsmarkt, mit den mir sehr vertrauten niedlichen kleinen Holzhütten. Ich habe dort sogar einen "German Stand" entdeckt, der "Kasekreiner" verkaufte. Ansonsten findet man dort vor allem Souvenir- und Weihnachtsdekorationen-Hütten. Nach einer Viertelstunde hat man dann aber auch alles gesehen. Trotzdem muss ich sagen, dass man hier wirklich alles rausgeholt hat, was so zentral und auf einem relativen kleinen Platz möglich war. Einen Pluspunkt gibt es meinerseits noch, weil dieser Markt, von allen, die ich bisher gesehen habe, der einzige ist, der mich wirklich an die Christkindlmärkte von daheim erinnerte.

Regent Street, Oxford Street und Carnaby Street

Diese berühmten Straßen sind zur Weihnachtszeit ein Hotspot, da sie die Shopping-Straßen Londons sind und dementsprechend für Weihnachtseinkäufe genützt werden. Trotz dem Gewusel sind sie vor allem abends einen Besuch wert, wenn die Straßenbeleuchtungen so richtig zur Geltung kommen. In der Regent Street schweben leuchtende riesige Engel über der Straße. Oxford Street ist sowieso ein einziges Lichterketten-Meer, und abschnittsweise wird man dort auch von herabfallenden Schneeflocken aus Kunstschnee in Stimmung versetzt. (Ihr glaubt ja gar nicht, wie verwirrt ich war, als es plötzlich bei Plusgraden zu schneien anfing und nach 100 Meter wieder aufhörte ...). Carnaby Street ist unter den dreien die außergewöhnlichste Straße. Hier findet man nicht nur die traditionellen Lichterketten, sondern ziemlich ausgefallene und bunte Dekorationen, die meiner Meinung nach mehr Faschings- als Weihnachtsgefühl vermitteln: Paradiesvögel, Konfetti und schillernde Schlangen hängen von oben auf die schmale Straße herab.

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Foto: Lisa Krempl

Winter Wonderland

Das Winter Wonderland im Hyde Park ähnelt zwar eher einem riesigen Volksfest als einem Weihnachtsmarkt, trotzdem ist es ein Muss! Achterbahnen und andere Fahrgestelle, ein Eislaufplatz und ein "bayrisches Dorf" inklusive Bratwürstel, Glühwein und Schlagermusik (es war schon ein wenig skurril, als plötzlich "ein Prosit" angestimmt wurde ...) machen den Park zur Weihnachtszeit zwar nicht gerade besinnlich, dafür umso einzigartiger. Das Anstehen am Eingang (wegen Taschenkontrollen) vergeht halbwegs schnell, und die Aussicht auf freien Eintritt und jede Menge Spaß (und Glühwein) lässt auch die Menschenmassen an Besuchern vergessen. Ist man erst einmal drinnen, kam zumindest ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Größenverhältnisse von Vergnügungsparks und Volksfesten, die ich bisher besucht habe, zu diesem "Christkindlmarkt" waren einfach zu überwältigend! Das waren dann übrigens auch die Preise fürs Achterbahnfahren, die meiner Begeisterung einen Dämpfer versetzten. Aber wie gesagt - nur einen kleinen. Ich verbrachte dort einen wirklich elektrisierenden Abend und naschte nebenbei noch die besten Nutella-Donuts, die ich jemals gegessen habe.

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Foto: Lisa Krempl

Clapham Common Winterville

Dieser Weihnachtsmarkt, nicht weit von dem Haus meiner Gasteltern entfernt, ist sozusagen der kleine unbekannte(re) Bruder des Winter Wonderlands. Etwas weiter vom Zentrum entfernt, verirren sich hierher nur wenige Touristen, dafür mehr Anrainer. Dementsprechend günstiger sind auch die gebotenen Attraktionen, die jedoch nicht mit dem großen Geschwisterchen mithalten können. Besonders vielfältig ist dort jedoch das Street Food-Angebot, und auch die Stimmung ist wesentlich ruhiger und gelassener.

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Foto: Lisa Krempl

Harrods, Liberty, Peter Johns, John Lewis, Fortnum&Mason

Das sind jetzt erst mal ziemlich viele komische Namen. Lebt man aber erst einmal einige Monate hier (ja, inzwischen sind es schon Monate), weiß man sofort Bescheid, worum es sich dabei handelt. Diese "Namen" stehen nämlich für die Kaufhaus-Giganten Londons. Ohnehin schon berühmt verwandeln sie sich zur Adventszeit in ein einziges Weihnachtswunder: Wo normalerweise vor allem Designer-Kleidung, Taschen und Schmuck sowie diverse Delikatessen und edle Süßigkeiten und Tees erworben werden können, werden zur Weihnachtszeit ganze Stockwerke allein für Weihnachtsschmuck und Geschenksideen freigeräumt. Obwohl das Einkaufen dort nicht gerade günstig ist, lohnt es sich schon alleine deswegen, den Kaufhäusern einen Besuch abzustatten, um die festlich geschmückten Außenfassaden und Innendekorationen zu sehen.

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Foto: Lisa Krempl

Wie ihr also sehen könnt, wird es selbst zu Weihnachten nicht langweilig in London - was gut ist, denn so vergeht die Zeit, bis ich im Flieger nach Hause sitze, um Weihnachten zu feiern, noch schneller.

Ich wünsche allen meinen Lesern eine schöne restliche Adventszeit und ein wunderschönes Weihnachtsfest. Merry Christmas!

 

Weekend-Bloggerin Lisa Krempl liebt es, den Globus zu erkunden und ihre Eindrücke und Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Als Au Pair lässt die frisch gebackene Maturantin ihre Leser auf weekend.at an ihrem Alltag teilhaben.

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