November ist der bessere Dezember

Oder - warum wir die Vorweihnachtszeit verlängern sollten. Wer hat uns eigentlich gesagt, dass wir uns auf Weihnachten nur im Dezember freuen dürfen?

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Wer im November schon dran denkt, hat sich im Dezember seinen Marshmallowkakao verdient ;) Foto: Photo by Drew Coffman on Unsplash

Weihnachten mit Kind ist was Besonderes. Für das Kind. Für uns Eltern bedeutet es meistens einen Spagat zwischen Feiern außerhalb und innerhalb der Familie. Wir haben meist den Anspruch, für unser Kind so etwas wie eine ruhige besinnliche Zeit schaffen.

So war es bisher für mich

Bis dato hat für mich die Vorweihnachtszeit immer erst im Dezember begonnen. Ich habe mich wie alle anderen über alles, was schon im November stattfand wie Weihnachtssortiment in den Lebensmittelläden u.s.w. auch immer aufgeregt. Aber jetzt bin ich froh darüber. Die letzten beiden Weihnachten hatte ich schlicht und einfach nicht genug Zeit, alles zu managen. Und am 24. Dezember pfiff ich aus dem letzten Loch, und der Weihnachtsfrieden bestand darin, meine Augen mit Zahnstochern offen zu halten oder sogar vielleicht gleich mit dem Kind einzuschlafen.

Dieses Jahr soll es anders sein.

Schritt 1: Masterplan

In diesem Jahr habe ich schon Anfang November einen Masterplan erstellt. Wann sollte ich mal die meisten Geschenke schon haben, wann den Adventskalender, und bitte irgendwann beschaulich Kekse backen. Wie groß wird die Geburtstagsfeier von Bambam, der Anfang des Monats auch noch Geburtstag hat? Wo ist die Dekoration versteckt, will ich überhaupt eine. Und was ist dieses Jahr das Mitbringsel-Geschenk für meine große Familie, die bei Familienfeiern bis zu 30 Leute packt.

Schritt 2: Umsetzung, und Durchführung

Wenn ich weiß, ich habe alle Geschenke, dann bin ich einfach entspannter. Das bedeutet in meinem konkreten Fall zwar, ich muss noch warten, bis die Finanzen einen entspannten Weihnachtseinkauf zulassen, aber dann wird das zackzack in einem Nachmittag erledigt, wenn der Kleine bei Opa oder Papa ist.  Um die Dekoration habe ich mich schon Mitte November ein bisschen gekümmert, und da wird nicht viel kommen. Der Adventskalender ist eine kleine Challenge - ich habe den falschen besorgt und muss noch schnell kleine Säckchen nähen, damit wir das auch befüllen können. Und Keksebacken wird unsere Sonntagsbeschäftigung die nächsten Wochenenden. An Sonntagen bin ich eh immer rastlos, und wir haben Zeit.

Schritt 3: Zurücklehnen und genießen

Wenn ich dann im Vorfeld wirklich alles strukturiert und auch erledigt habe, ist das mit dem Genuss in der Vorweihnachtszeit einfacher. Ich kann ein Buch lesen mit dem Kleinen, Kekse backen und naschen, am Weihnachtsmarkt spazieren, und wenn es schneit, Schnee-Engel machen.

Nicht was wir essen, sondern mit wem ist bedeutend

Ich plane übrigens für den Weihnachtsabend Frankfurter Würstel, weil ein Fünf-Gänge-Menü einem Dreijährigen ziemlich egal ist, und wenn's stresst das Kochen und Vorbereiten und Alles-Fertigbekommen, dann tut es schnelles Essen auch. Denn wichtig ist nicht, was wir essen, sondern dass wir am Weihnachtsabend zusammen sind. Nicht weil man muss, sondern weil wir wollen. 

 

Katharina Gindra-Vady ist Mutter, Pädagogin, Bloggerin, Model, Moderatorin, ehemalige Flugbegleiterin. Die große Leidenschaft der Steirerin ist das Schreiben.

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