Die große Entwicklung von Konstantin vom Baby zu Kleinkind

Das Kind entwickelt sich stetig in seinem eigenen Tempo weiter – jedes auf seine Art. Daher ist es wichtig, ihm die Zeit zu lassen, die es für bestimmte motorische Entwicklungen benötigt.

Janine Sparer Kind - Cover
Foto: Janine Sparer

Fast jeden Monat im ersten Lebensjahr entwickelt sich das Kind weiter. Diese Entwicklung in den ersten 12 Monaten ist so erstaunlich und enorm, dass man ein Buch darüber schreiben könnte.

Dass es nicht immer die einfachste Übung ist, können viele Eltern bestätigen. Auf die anstrengenden Tage - besonders während der Wachstumsschübe - folgen viele Momente, die einem wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern und in denen man froh ist, Mama zu sein. Da sind manch schlaflose Nächte fast wie weggeblasen. Ein Kind macht das Leben, auch wenn es einige Einschränkungen mit sich bringt, auf jeden Fall noch viel lebenswerter.

Babysprache

Von Anfang an habe ich mit Konstantin viel gesprochen, ihm vorgesungen und auch ab und zu vorgelesen. Ich glaube, dass dies auch der Grund dafür ist, dass er sprachlich sehr gut entwickelt ist. Seine eigene Babysprache amüsiert uns jeden Tag aufs Neue.

Früh morgens weckt er uns schon mit seinen lustigen Lauten und "erzählt" uns seine Geschichten. Täglich führen wir auch in seiner Sprache längere Dialoge. Und es hört sich tatsächlich wie ein ganz normales Gespräch mit den verschiedensten Tonlagen an.

Die erste Rolle

Im 4. Monat konnte sich Konstantin zum ersten Mal vom Bauch auf den Rücken drehen. Juhu, die erste Rolle ist geschafft. Ab diesem Zeitpunkt begann die mobile Zeit und nach vielen Wochen rollte er sich von seiner Krabbeldecke in Richtung Heimkino- und Radioanlage oder in die Küche. Da wurde mir beim Zusehen der acht aufeinander folgenden Rollen schon schwindelig. Aber er hatte sichtlich Spaß dabei, seine Beweglichkeit zu entdecken.

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Foto: Vom Baby zum Kleinkind

Das große Kriechen kann beginnen

Seine ersten Krabbelversuche startete er mit ca. 8 Monaten und perfektionierte jene von Tag zu Tag mehr. Dieses "Krabbeln" sah so aus, dass er sich am Bauch liegend, abgestützt auf dem linken Arm mit dem rechten vorwärts zog. Das rechte Bein war der Gasfuß und den linken zog er einfach nach.

Es hört sich beim Schreiben schon äußerst lustig an, und das war es auch. Absolut jeder war fasziniert von seiner Technik. Somit konnte er im Haus nun von Zimmer zu Zimmer kriechen und alles erforschen und wischte im Zuge dessen gleich den Staub mit auf: Mamas kleine Putzhilfe.

Die ersten Zähnchen

Kurz vor seinem 10. Lebensmonat genau am 5. März stieß sein erster Schneidezahn oben durch. Kurz darauf folgten fünf weitere Zähnchen. Ohne Fieber und vermehrtes Raunzen stand er diese Zeit ganz tapfer durch. Das einzige, das wir verwendeten, war ein Zahngel auf natürlicher Basis, und das genügte und beruhigte ihn.

Essen wie ein Großer

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Foto: Vom Baby zum Kleinkind

Die Einführung in die Familienkost erleichtert den Alltag auch um einiges. Nicht nur, dass man sich viele Arbeitsschritte für die Breizubereitung erspart; das Kind beginnt Nahrungsmitteln wie Obst und Brotstücke selbst mit der Hand zum Mund zu führen. Hier wird der Pinzettengriff, eine feinmotorische Fähigkeit, mit Zeigefinger und Daumen geübt.

Sobald die Kinder nun beginnen, selbstständig Brot, Obst, Kipferl und Kekse zu mampfen, weiß jede Mama: ohne Handstaubsauger ist man mit Kind nicht überlebensfähig. Nach so ziemlich jeder Mahlzeit müssen Brösel auf und im Hochstuhl und am Boden (noch in circa einem Meter Entfernung) aufgesaugt werden. Wieder ein weiterer Arbeitsschritt, den Mamis machen müssen.

Mit dem 10. Lebensmonat hat Konstantin schon fast alles in unpürierter Form - jedoch für ihn mundgerecht zerkleinert - gegessen und isst seitdem wie ein Großer. Anspruchsvoll ist unser Sohnemann bis jetzt so gar nicht: Es wird alles probiert und geschmatzt.

Stehen ist ja ganz einfach

Das 10. Monat war in Konstantins Entwicklung enorm. Nicht nur, dass die ersten Zähnchen kamen, er zog sich zum ersten Mal im Laufgitter in die Höhe und lächelte mich verschmilzt an, während er da einfach so stand. Voll gepumpt mit Vaters Ehrgeiz konnte er dann drei Monate später auch von selbst aufstehen.

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Foto: Vom Baby zum Kleinkind

Ich kann krabbeln

Dass Konstantin normal zu krabbeln beginnt, so wie man es kennt auf allen Vieren, glaubte ich nach monatelangem Kriechen gar nicht mehr. Doch kurz nach seinem ersten Geburtstag hat er tatsächlich begonnen zu krabbeln. Mit einem Kind gibt es einfach immer Überraschungen.

Nun waren die wenigen Stufen im Haus auch kein Hindernis mehr; diese wurden vorerst nur hinauf und bald darauf wieder hinunter gekraxelt.

Mittlerweile ist er flotter den je unterwegs und spielt mit unserer kleinen Tigerkatze Minou im gesamten Haus Fangen. Die beiden sind jetzt schon das Dream-Team schlechthin.

Meine ersten Schritte

Ich genieße im Moment noch die Zeit für längere Spaziergänge. Doch diese Zeit wird, so wie es mir schon viele Mamis vorgepredigt haben, auch mal vorbei sein.

Denn jetzt beginnt sie erst: die Zeit, in der das Kind zu laufen beginnt und ohne Mamas und Papas Hilfe immer mehr zum Kleinkind heranwächst und dabei noch selbstständiger wird.

Abgesehen davon, dass man dann erst recht mit dem Hinterherlaufen beschäftigt sein wird, freue ich mich doch sehr darauf.

 

Weekend-Bloggerin Janine Sparer ist mit Leib und Seele Mutter. Kochen ist nur eine von vielen Interessen der vielseitigen Gastautorin, die beruflich in der Medical Beauty-Branche tätig ist. Auf weekend.at teilt sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Müttern - und allen, die es werden wollen.

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