Auf Wiedersehen, Thailand

Nach fast zwei Wochen sagen wir kurz nach Jahreswechsel dem schönen Thailand wieder Adieu. Wunderschön war es, gut gegessen und getrunken und gebadet haben wir, und den Straßenverkehr haben wir auch er- und überlebt. Zeit für einen Rückblick!

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Foto: Carmen Bischof

Thailands Autofahrer sind Lokalpatrioten

Zumindest, wenn man etwas großzügig ist und gleich den ganzen Kontinent statt nur ein einzelnes Land in der Betrachtung berücksichtigt. Die überwiegende Mehrheit der Autos ist asiatischer Herkunft, also japanisch oder südkoreanisch.

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Foto: Carmen Bischof

Dazwischen schummeln sich manchmal die Luxuskarossen und Sportwägen, die in jedem Land vertreten sind. Wir ziehen den Hut vor den Fahrern, die sich mit einem Lamborghini oder einem Ferrari in den Verkehr Bangkoks werfen. Limousinen fahren manchmal unter Mercedes-Stern, aber das ist selten. Einen gut erhaltenen VW-Bus haben wir am Strand entdeckt, konnten aber den – vielleicht sogar deutschen – Besitzer nicht ausfindig machen.

Oft sieht man auch ein Auto gewordenes Etwas, das sehr vertraut aussieht und sich doch als Fremdling herausstellt. Bei einem deutlich von der BMW-Nierenfront inspirierten Vehikel konnten wir unseren Augen nicht trauen.

Tanken geht immer

Tankstellen gibt es in Hülle und Fülle und in unterschiedlichster Größe und Ausführung, von der modernsten Variante mit integriertem Supermarkt und Fastfood-Restaurant bis hin zur vereinzelten Zapfsäule.

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Foto: Carmen Bischof

Benzin ist billig – zwischen 25 und 35,56 Baht bekommt man einen Liter Benzin. Umgerechnet sind das 63 beziehungsweise 89 Cent. Der Staat hält sich in Sachen Steuern generell wohltuend zurück. LPG, also Flüssiggas, scheint es ebenfalls an jeder Tankstelle zu geben, und um 12,84 Euro ist es um wohlfeile 30 Cent ein wahres Schnäppchen.

Beliebt ist auch der Einzelverkauf von Treibstoff in Flaschen vor den Supermärkten und 7/11-Läden. So bleibt auch der leichtsinnigste Zweiradlenker nicht hängen.

Bei den Preisen verstehen wir den immerwährenden Verkehr, aber trotzdem haben wir uns in Thailand lieber fahren lassen als selbst unser Schicksal herauszufordern. Mit dem Linksverkehr habe ich schon in Europa keine Freude, und dazu noch Hitze, optimistische Regellosigkeit und zahllose Touristen in Ferienlaune sind nicht die beste Kombination zum Autofahren.

Keine Flasche im Auto

Ein Schild mit einem Auto und einer durchgestrichenen schwarzen Flasche im Wageninneren hat uns verwirrt. Warnt man vor Flüssiggas oder vor den Gefahren des Alkoholgenusses im Straßenverkehr? Nachdem die thailändische Schriftsprache für uns immer noch eher ein Bilderrätsel als ein Verständigungsmittel darstellt, haben wir zuerst geglaubt, dass wir es nie erfahren werden. Eine winzige Bildunterschrift klärt das Rätsel auf: Don’t drink and drive!

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Foto: Carmen Bischof

Auch daran haben wir uns gehalten und unsere örtlichen Biere als dezidierte Nichtfahrer genossen. Wer in Thailand übrigens Bier trinkt und nicht zu Heineken mit tausenden Food Miles greift, landet meist bei einem Tier. Der Markt wird von drei Sorten inländischen Biers dominiert: Chang (Elefant), Singha (Tiger) und Leo (Leopard). Der Leopard ist in den letzten Jahren dazugekommen, gehört laut Auskunft des Etiketts ebenfalls zu Singha und schielt, als ob er schon fünf Liter Bier intus hätte. Gut sind sie alle, und wir kommen gerne wieder ins Land des Lächelns, des tierischen Biers, des Wahnsinnsverkehrs, der TukTuks und der pinken Taxis.

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Foto: Carmen Bischof

 

Carmen Bischof ist gebürtige Murauerin ("die Stadt mit dem besten Bier", betont sie!), beruflich und privat gerne auf Reisen, beruflich in Sachen Vertriebssteuerung für die Senzor Industries AB aus Schweden unterwegs und privat auf der Suche nach schönen Orten, gutem Bier und lässigen Aktivitäten.

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