Ich gehe mit meiner Laterne ... ach nein, mit meinem Backpack!

Man muss kein Hippie sein, um seinen herkömmlichen Koffer gegen einen Rucksack einzutauschen und damit die Welt – oder zumindest ein kleines Stückchen davon – zu entdecken.

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Foto: Sandra Leitner

Überall laufen sie herum: die Backpacker. Auch ich gehöre zu dieser nun immer weiter verbreiteten Spezies. Je nach Größe des Rucksacks ist es teilweise schwer zu beurteilen, ob sich jemand auf einem Wochenendausflug oder einer längeren Reise befindet oder vielleicht nur eine kleine Wanderung unternimmt. Selbst wenn man nur in einer Stadt unterwegs ist, kann so ein Rucksack von Vorteil sein. Vorbei ist das Hängenbleiben mit den Rollen des Koffers und die Blasen an den Händen vom mühsamen Ziehen. 

Wir Frauen neigen ja bekanntlich dazu, immer viel zu viel einzupacken. Selbstverständlich geht es mir genauso, doch die Erfahrung hilft! Bei meiner ersten Reise mit Backpack durch Thailand hatte ich diesen viel zu vollgepackt und schon nach einem einzigen Tag schmerzten mir Schultern, Rücken und einige Körperpartien, von denen ich gar nicht wusste, dass sie wehtun konnten. Trotz der Schmerzen war ich an einem bestimmten Punkt der Reise heilfroh über meinen Rucksack, nämlich als mein damaliger Freund und ich mitten in der Nacht ein Boot auf eine Insel nahmen, das uns allerdings nicht direkt am Strand aussteigen ließ. An einem Punkt, wo wir noch bis zur Hüfte im Wasser standen, hätte ich meinen Koffer wohl weder ziehen noch über meinen Kopf hieven können! Bei meinen weiteren Reisen mit Backpack hatte ich dann tatsächlich etwas dazugelernt und sogar ein paar Kilos weniger auf meinen Rücken geschnallt.

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Backpacken mit einer Freundin durch Malaysia Foto: Sandra Leitner

Rucksäcke sind ein Muss für diejenigen unter euch, die flexibel sein wollen und schnell und einfach den Ort wechseln möchten. Außerdem bilden Backpacker eine ganz eigene Community. Möglicherweise liegt es daran, dass sie oft allein oder nur in kleineren Gruppen reisen und daher gerne mit anderen Reisenden ins Gespräch kommen, um Erfahrungen auszutauschen. Ich finde es immer wieder amüsant, Geschichten der anderen Traveler zu hören und sich Tipps zu geben. Für jene, die vorhaben, wochenlang in einem Luxustempel abzusteigen und kein Interesse daran haben, die Gegend zu erkunden oder sich mit anderen Reisenden zu unterhalten, reicht vermutlich auch ein gewöhnlicher Koffer aus.

Egal, ob ich mit meinem Backpack in einer Stadt oder auf dem Land unterwegs war - er verleiht mir ein ganz spezielles Reise- und Lebensgefühl und ein Gefühl von Freiheit, indem ich alles, was ich brauche, bei mir habe. Natürlich wird das Tragen mit der Zeit schwer, doch das erscheint mir bei Weitem besser als der Druck des Alltags, der sonst oft auf den Schultern lastet!

 

Sandra Leitner ist gerne und viel unterwegs. Auf ihren Reisen erlebt sie so manches Abenteuer. In ihrem Blog auf weekend.at lässt sie die Leser an ihrem abwechslungsreichen Alltag teilhaben.

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