Lukas' Tech Blog: Die Nintendo Switch im Test - Nintendo is back!

Nintendo hat seit der revolutionären Wii im Heimkonsolen-Bereich keinen großen Erfolg mehr zu verzeichnen - die Wii U ist untergegangen. Zu Unrecht, wie ich finde, denn der Tablet Controller war wirklich super. Aber das ist vergessen! Denn seit März gibt es die neue Switch, die an vergangene Erfolge anschließen soll. Ob die ungewöhnliche Konsole das schafft? Hier kommt die Antwort!

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Foto: Lukas Steinberger
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Die Konsole im Handheld-Modus. Foto: Lukas Steinberger
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Die Joy-Cons im Adapter als vollwertiger Controller. Foto: Lukas Steinberger
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Ein Joy-Con alleine ist für meine Hände doch etwas klein, aber wo ein Spielwille da ein Weg. Foto: Lukas Steinberger
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Der Adapter in den die Joy-Cons gesteckt werden. Foto: Lukas Steinberger
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Die Switch ohne Joy-Cons. Foto: Lukas Steinberger
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Die etwas fragile Docking-Station. Foto: Lukas Steinberger

Als das Testmuster der neuen Nintendo Switch in der Redaktion eintrudelt, bin nicht nur ich begeistert. Meine Kollegen scharren sich um mich und begutachten den neuesten Wurf der legendären Spielemarke aus Japan. Daran sieht man ganz klar - Nintendo ist nicht nur etwas für Kinder! Mich begleiten Mario, Bowser, Luigi, Zelda und Co. seit meiner Kindheit und haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ich werde nie vergessen wie ich im Supermarkt als Kind als erstes zur dort ausgestellten NES Konsole (ja ich bin alt) gelaufen bin und mit Mario versucht habe Peach zu retten.

Das Nintendo-Feeling

Nintendo lebt von seinen Figuren, dem eigenen Feeling, den ungewöhnlichen Ansätzen und Ideen. Vom Gameboy bis eben jetzt zur Switch. Ehrlich gestanden war ich aber bei der Präsentation der Konsole skeptisch. Handheld und stationär - wie soll das funktionieren? Meine Zweifel waren jedoch bereits beim Einschalten der Konsole verflogen! Aber beginnen wir von Anfang an - dem Auspacken!

Hardware - voll geladen!

Die Nintendo Switch ist eigentlich ein 6,2 Zoll großes Tablet. An dieses können die sogenannten Joy Controller angeschlossen werden, mit denen das Spielen möglich ist. Das Tablet kann aber auch in eine Docking-Station gestellt werden, die wiederum mit dem Fernseher verbunden wird. Die Joy Cons werden dann einfach in ein mitgeliefertes Skelett gesteckt und so zu einem vollwertigen Controller für die Hand. Keine Sorge - klingt jetzt kompliziert, ist aber total einfach und spielerisch erledigt.

Die Konsole - top!

Die Konsole selbst - also das Tablet - ist sehr hochwertig verarbeitet und auch das Anschließen der Joy-Cons funktioniert ohne Probleme. Alles in allem wiegt die Switch rund 400 Gramm und ist damit schon recht schwer. Zum Vergleich: Ein Smartphone wiegt rund 150 Gramm. Trotzdem lässt sich jene bequem in der Hand halten. Wem das Teil zu schwer wird, der steckt es einfach in die Docking-Station und spielt am Fernseher weiter.

Docking-Station wirkt zerbrechlich

Die Docking-Station selbst ist leider nicht so hochwertig wie das Tablet und wirkt sehr filigran und zerbrechlich - da hätte ich mir Hochwertigeres gewünscht. Steckt das Tablet in der Docking Station, wird es aufgeladen - ist auch über Standalone per USB-C möglich. Die Joy-Cons benötigen übrigens auch Saft, da sie Wireless funktionieren. Geladen wird also sehr viel bei der Switch - das bekommt man aber mit der Zeit in den Griff.

Joy-Cons - klein, aber oho

Die Joy-Cons selbst wirken ob ihrer geringen Größe recht zerbrechlich - sind es aber nicht. Nur eines: Für große Hände sind sie leider oft doch zu klein, wenn nur einer der beiden Joy-Cons verwendet wird. Leider hatte auch ich mit einem der Joy-Cons Verbindungsprobleme im stationären Modus - geholfen hat es, die Docking-Station nicht zu verstecken, sondern in Sichtweite mit ihnen zu platzieren. Nintendo hat mir auch noch den Pro-Controller ins Paket gesteckt - der ist sehr hochwertig und praktisch, ist aber nicht mit allen Spielen kompatibel. Verbindungsprobleme gibt es keine.

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Der Pro Controller. Foto: Lukas Steinberger

Software und Spieleerlebnis - back to the Kindheit!

Im Paket von Nintento lagen drei Spiele. „1, 2, Switch“, Mario Kart 8 Deluxe und Zelda - Breath of Wild. Die Erstinstallation geht sehr schnell und intuitiv vor sich - gut so, denn ich will ja schnell losstarten! Mario Kart hat die Ehre der Premiere und - was soll ich sagen - Nintendo Feeling PUR! Sofort sind die Erinnerungen an den Super Nintendo wieder da, auf dem ich mit meinen besten Freunden stundenlang meine Runden im Marioland gedreht habe - diesmal nur eben mit besserer Grafik.

Noch nie schöner!

Ich bin so vertieft und merke nicht, dass ich am Handheld schon eine halbe Stunde verbracht habe. Jetzt ist es natürlich Zeit die Switch am Fernseher zu testen. Also rein in die Docking-Station und ab. Sofort erscheint mir Mario auf meinem 55-Zoll-Fernseher und ich bin beeindruckt. Während Spiele im Handheld-Modus nämlich „nur“ auf 720p - also HD Ready - laufen, ist es am Fernseher Full-HD. Nintendo hat noch nie schöner ausgesehen - die Mario Kart-Welten fliegen mir um die Ohren. Ich bin selig!

Ob das Zelda toppen kann?

Auch Zelda - Breath of Wild zaubert eine wunderschöne Landschaft und ein tolles Spielgefühl auf den Fernseher. Links neuestes Abenteuer ist spannend und fesselt mich lange an die Konsole. Jetzt fehlt nocht eines - 1,2,Switch. Die Minispiele können nur zu zweit gespielt werden und sind megalustig! So gibt es ein High-Noon-Duell im Western-Stil. Wer zieht schneller seine Pistole? Oder ein Duell der Magier - die Joy-Cons fungieren hier als Zauberstäbe. Auch andere Spiele zeigen: Nintendo ist noch immer die Party-Konsole par excellence! Das Spiele-Line-up ist zwar am Anfang etwas mager gewesen - die Spiele, die es gab, sind aber hervorragend gemacht. Jetzt nach der E3 ist ja ordentlich Nachschub angekündigt - Super Mario Odyssey lässt mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen!

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Foto: Lukas Steinberger

Fazit

Wie eingangs erwähnt habe ich mich der Switch mit einer gewissen Skepsis genähert. Die ist aber mittlerweile verflogen. Nintendo hat es geschafft, eine geniale Konsole aus dem Hut zu zaubern, die einfach Spaß macht und das Feeling der Marke voll wiederspiegelt - dafür gebührt Nintendo Respekt. Gerne hätte ich das erste Mal in meinem Blog die volle Punktezahl vergeben, allerdings gibt es ein paar Schwachpunkte:

Die Verbindungsprobleme mit den Joy-Cons, die fragile Docking-Station und zu guter Letzt auch die Akku-Laufzeit von nur rund drei Stunden im Handheld-Modus. Das magere Spiele-Line-up ist aus meiner Sicht kein Problem, denn Nintendo verspricht Nachschub! Gut, dass man sich Zeit lässt und dafür dann wirklich gute und ausgereifte Spiele auf den Markt wirft. Deswegen gibt es von mir 9 von 10 Tech-Blog Bewertungspunkten für die neue Nintendo Switch und für alle Nintendo-Fans eine klare Kaufempfehlung. Alle anderen sollten sich die Konsole zumindest ansehen - sie ist zwar grafisch nicht vergleichbar mit PS4 und Co., das will sie aber auch nicht. Nintendo machte und macht einfach Spaß und ist etwas für die ganze Familie!

Das Testgerät wurde mir von Nintendo für einige Zeit zur Verfügung gestellt.

Bis zum nächsten Mal!

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

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