Lukas' Tech Blog: MS Surface Book - ein brachiales Notebook!

Mircosoft hat sich mit seinen Surface-Geräten einen hervorragenden Namen als Hardware-Hersteller gemacht und konkurriert mit dem Erzrivalen Apple. Das absolute Top-Modell ist das Surface Book mit Performance Base. Ein brachial guter, aber auch teurer Laptop - alle Details dazu gibt es in meinem Test.

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Foto: Lukas Steinberger

Neun Sekunden! So lange braucht das Surface Book zum Starten. Von 0 auf 100 km/h sozusagen. Ein Traumwert - von mir selbst mit der Handy-Stoppuhr gemessen. Vergessen sind die Zeiten, als Windows-Laptops gefühlte Stunden zum Hochfahren gebraucht haben. 9 Sekunden wie gesagt, diesen Wert erreichen sonst nur die weniger üppig ausgestatteten Chromebooks von Google. Wahnsinn! Das war mein erster Eindruck vom Surface Book, und der zählt ja bekanntlich - aber ich habe mich nicht blenden lassen und mir das Gerät ganz genau angesehen.

Verarbeitung - fast perfekt!

Das Gerät ist extrem hochwertig verarbeitet. Das abnehmbare Display steckt bombenfest in der Performance-Base, also dem Tastatur-Teil. Das Gehäuse ist aus einer Magnesium-Legierung gefertigt und damit laut Microsoft leichter als Aluminium - tatsächlich bringt der 13,5 Zoll große Laptop nur knapp 1,5 Kilogramm auf die Waage und ist damit angenehm leicht. Die Tastatur hat einen guten Druckpunkt und ist beleuchtet. An den Seiten finden sich insgesamt zwei USB 3.0-Anschlüsse, ein SD-Kartenleser, Surface Connect (Ladekabel), Kopfhörerbuchse (ja liebes Apple - gibts noch!) und ein Mini-DisplayPort für Monitore.

Der einzige kleine Kritikpunkt hier: die USB-Anschlüsse liegen zu nahe beieinander - breite USB-Sticks und ein USB-Modem könnten so nicht gleichzeitig Platz haben. Das Display selbst ist auch ein Tablet und lässt sich von der Base entfernen, an der Oberseite befinden sich Power-Knopf und die Laut/Leiser-Tasten. Außerdem ist rund um das Display ein Lüftungsrand eingezogen - mehr dazu aber später.

Beim ersten Einschalten musste ich leider wieder einen kleinen Schwachpunkt feststellen. Das Display hat sogenannte Lichthöfe. Vor allem unter der Frontkamera war die Beleuchtung zu stark und damit bei dunklem Hintergrund ein kleiner heller Fleck auf dem Display. Bei einem Gerät in der Preisklasse 3.000 Euro plus sollte das nicht vorkommen.

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Foto: Lukas Steinberger

Technik - Best of the Best!

Bei den inneren Werten läuft mir als Technik-Freak das Wasser im Munde zusammen. Microsoft hat sich nicht lumpen lassen und mir das absolute Top-Modell zukommen lassen. Ein Core i7 Prozessor der 6. Generation sorgt für maximale Power unter der Haube - flankiert wird er von satten 16GB RAM und einer dedizierten Nvidia Grafikkarte mit 1 GB RAM.

Auf der sauschnellen (9 Sekunden Bootvorgang!) SSD-Festplatte finden 1 TB Daten Platz - zusätzlich lässt sich der Speicher per SD-Karte erweitern. Die beiden Akkus im Display und der Perfomance-Base sorgen für eine Laufzeit von etwa 7,5 Stunden - das geht total in Ordnung. Dieses Merkmal macht das Surface Book auch so interessant. Die Performance-Base beherbergt einen zusätzlichen Akku und die starke Grafikkarte, aber wer mag, kann auch nur das Display als Tablet nutzen; Microsoft lässt dem Nutzer die freie Wahl und hebt sich damit vom angebissenen Apfel ab.

Die Bedienung des Surface Book war stets schnell und ohne Verzögerungen - bei dieser Hardware aber auch kein Wunder! Der Sound kommt aus Stereo-Lautsprechern und ist satt und laut. Zwei Kameras sind verfügbar - eine 5 Megapixel-Frontkamera und eine 8 Megapixel-Hauptkamera. Da sich ein 13,5 Zoll Tablet aber nicht wirklich als Kameraersatz eignet, habe ich die Kameras nicht getestet.

Das Display löst mit 3000 x 2000 Pixel auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 267ppi - sehr ordentlich. Aufgrund des Touchscreens ist das Display aber spiegelnd und ein Fingerabdruckmagnet - das anti-statische Tuch wird also zum ständigen Begleiter werden müssen.

Das Surface Book hat zwei Lüfter integriert - einen im Display und den anderen in der Base. Im Betrieb waren beide nicht hörbar - allerdings fing der Display-Lüfter nach einer längeren Session nach dem Gebrauch zu kühlen an. Das klingt dann in etwa so wie ein sehr leiser Staubsauger. Zuerst wusste ich nicht, was da jetzt los ist - aber als ich mir das Surface Book zur Brust genommen hatte war klar - da ist Kühlbedarf, denn die Rückseite war erwärmt. Alles in allem aber nicht störend - ganz lautlos geht es mit dieser Hardware einfach nicht.

Eines ist mir noch aufgefallen - das Abkoppeln des Display funktioniert über einen eigenen Knopf, der etwas länger gedrückt werden muss. Also ähnlich des Auswerfens eines USB-Sticks. Einerseits dient das der Sicherheit, andererseits vergehen ein paar Sekunden. Wenn außerdem ein Programm geöffnet ist, das die eingebaute Grafikkarte in der Base nutzt, muss es zuerst beendet werden.

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Foto: Lukas Steinberger

Fazit

Ich bin sehr gespalten: Auf der einen Seite steht ein absolut perfekt verarbeitetes Notebook mit einem Dual-Modus aus Tablet und vollwertigem Notebook mit megastarker Hardware. Auf der anderen Seite hängt ein Preisschild von 3.600 Euro auf meinem Testgerät. Fairerweise muss ich aber sagen, dass es das Gerät bereits ab rund 1.600 Euro gibt, dann aber mit dementsprechend schwächerer Hardware.

Das Testgerät dürfte wirklich nur absolute Power-Nutzer ansprechen, die diese brachiale Gewalt für die Arbeit brauchen und dabei sehr mobil sind, denn das ist der große Vorteil. Das Gerät ist trotz flotter Hardware mobil und leicht. Ansonsten gibt es billigere Geräte, die sogenannten Gamer-Laptops, die um weniger Geld noch mehr bieten aber mit Größe und Gewicht eher für den stationären Einsatz gedacht sind. Es ist eine Frage des Brauchens und Wollens.

Will ich als Technik Freak so einen Laptop: JA! Brauche ich ihn: NEIN! Und das Bankkonto sagt sowieso: No Way! Microsoft bietet aber mit dem Surface Pro und auch dem aktuell im Ausverkauf befindlichen Surface 4 Pro Geräte für die kleinere Brieftasche an, die auch hervorragend verarbeitet sind und genügend Leistung bieten.

Meine Bewertung ist trotzdem eine Gute - ich vergebe 9 von 10 Technik Blog Bewertungspunkten für ein brachiales, schnelles, mobiles und hybrides Surface Book.

Ob man die Leistung braucht, darf jetzt jeder für sich entscheiden, aber eines soll auch gesagt sein: Ein Apple Mac Book Pro kostet in dieser Ausführung in etwa das gleiche - also Microsoft ruft keine übertriebenen Mondpreise auf, sondern orientiert sich am Mitbewerb.

Abschließend noch eine kleine Slideshow mit Bildern des Geräts - viel Spaß beim Durchklicken!

Hinweis: Das Testgerät wurde mir von Microsoft für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Danke dafür! 

Bis zum nächsten Mal!

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

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