Abseits touristischer Pfade in London - Ich begebe mich "off the beaten track"!

London: Das ist nicht nur London Eye, Buckingham Palace und Big Ben. Es gibt so viele Ort und Plätze, die ich besucht habe, und die trotz ihrer Schönheit und Einzigartigkeit wie leer gefegt waren. Und das nicht, weil sie verboten sind - keine Angst. Hier sind zwei meiner liebsten Spots.

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Foto: Lisa Krempl
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Foto: Lisa Krempl
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Foto: Lisa Krempl

Dieser Teil Londons hat mich zutiefst überrascht. Ich bin ohne große Motivation hingefahren, um mir den Tag zu vertreiben. Umso erstaunter war ich, als sich dieser Ort zu einem meiner Lieblingsplätze entwickelte.

Ich fuhr also mit dem Bus nach Greenwich, was schon mal gar nicht so ohne war, denn obwohl es nicht abgelegen liegt, brauchte ich satte eineinhalb Stunden dorthin. Doch wie gesagt! Es lohnte sich. Mein Ziel war die Greenwich University. Doch schon auf dem Weg dorthin kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Straßen voller niedlicher Cafés, Restaurants und kleinen Shops. Zufällig entdeckte ich dann ein Schild, das zum Greenwich Markt führte. Wir alle wissen nun schon, dass ich Märkten nicht widerstehen kann, also schlenderte ich durch den überdachten Vintage und Streetfood Markt, der zwar zugegeben nicht besonders groß war, aber dadurch nichts von seinem Charme einbüßte.

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Foto: Lisa Krempl

Nachdem ich alles gesehen hatte, ging ich weiter und kam schließlich bei der Greenwich University an. Das Gelände besteht aus mehreren, sehr altertümlichen Gebäuden, die direkt an der Themse liegen und auf der anderen Seite an einen Park angrenzen. Auch wenn ich bisher noch nicht dort war, hat es mich an Oxford erinnert. Um einen besseren Überblick zu bekommen, bin ich dann in den Park auf einen Hügel hinauf spaziert, wo sich auch das Royal Observatory, ein Museum und Planetarium befindet. Mir blieb wirklich der Atem weg. Nicht weil der Aufstieg auf den Hügel so anstrengend war (naja, ein bisschen auch deswegen), sondern weil mich eine atemberaubende Aussicht erwartete. Man konnte von dort oben nicht nur das Greenwich University-Gelände sehen, sondern schaute quasi auf ganz London hinab. Rechts die O2-Konzerthalle, geradeaus das Finanzzentrum Londons mit seinen Wolkenkratzern und links "The Gherkin" - typisch für die Skyline Londons mit seiner einzigartigen Form. Ich war wirklich begeistert. Und das Beste an der Sache: Fast keine Touristen. Das Gelände und der Park sind riesig. Das bedeutet, die wenigen, die sich hier her verirren, verlaufen sich, und man hat das Gefühl, den Ort ganz für sich alleine zu haben. Ein wunderbarer "secret spot", der mich besonders mit der unerwarteten Aussicht begeistert hat!

Der Waterloo Tunnel befindet sich zwar mitten im Touristen-Gebiet, trotzdem findet man dort außer ein paar Graffiti-Sprayern keine Menschenseele. Ja, ihr habt richtig gehört - Graffiti-Sprayer. Der Ort, der sich unter einer der größten U-Bahn- und Bahnstationen Londons befindet, ist keine fünf Minuten vom London Eye entfernt. Es handelt sich um einen stillgelegten Tunnel, durch den keine Autos mehr fahren und in dem das Graffitisprühen legal, ja sogar erwünscht ist. Auch wenn ich nicht der größte Kunstliebhaber bin, war es wirklich beeindruckend. Der ganze Tunnel, der nicht mal so klein ist, ist von unten bis oben zur Decke hin übersät mit den verschiedensten Graffiti-Werken. Ich hatte Glück, denn als ich durch den Tunnel spazierte, konnte ich gerade einen Künstler bei seiner Arbeit beobachten. Tatsächlich musste dieser sich erst Platz schaffen, indem er ein altes Graffiti mit weißer Farbe übermalte, bevor er sich selbst an sein Werk machen konnte. Ein wirklich tolles Schauspiel. Das Beste daran ist, dass es wirklich zentral und einfach zu erreichen ist. Faszinierend finde ich einfach, wie wenige Menschen davon wissen, obwohl sich der Tunnel wie gesagt nur einige Gehminuten von DEM Hotspot in London entfernt befindet.

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Foto: Lisa Krempl

Diese zwei Orte haben mir gezeigt, dass man sich oft positiv überraschen lassen kann, auch wenn man man mal abseits bekannter Pfade wandert. Ich bin mir sicher, noch mehr solcher Geheimtipps zu entdecken. Und diese werde ich euch dann sicher nicht vorenthalten!

 

Weekend-Bloggerin Lisa Krempl liebt es, den Globus zu erkunden und ihre Eindrücke und Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Als Au Pair lässt die frisch gebackene Maturantin ihre Leser auf weekend.at an ihrem Alltag teilhaben.

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