Einfach abschalten mit Kung Fu-Training in China!

Das denken sich viele junge Erwachsene die eine Auszeit nach Universität und Co. benötigen und begeben sich auf eine Reise in das ferne Asien.

Aisha Animashaun China
Foto: Aisha Animashaun

Nachdem die letzte Prüfung absolviert und ausgiebig gefeiert wurde, holt einen die Realität schnell ein. Junge Erwachsene befinden sich immer häufiger in einer so genannten Quarter Life Crisis, die Menschen im Alter zwischen 21 und 29 trifft und die Endphase des ersten Lebensviertels beschreibt. Geplagt von Unsicherheit und der Frage „Was tue ich eigentlich mit meinem Leben?“ packen sie die Koffer und machen sich auf den Weg nach China, um neue Motivation zu finden.

Aufgeben gibt es nicht

Doch nicht jedem ist bewusst, wie körperlich und mental herausfordernd Kung Fu-Training in China sein kann. Morgentraining um 5.30 Uhr, kilometerlange Läufe und stundenlange Technikübungen sind an der Tagesordnung, Schwänzen gibt es nicht. Es wird einem bewusst, das Aufgeben keine Option ist und statt stillzustehen und zu leiden man einen Schritt nach dem andern setzen muss, um voranzukommen. Egal, wie schwer die Übungen sind, solange man kämpft und sich verbessern möchte, wird man Erfolg haben. Das gilt auch für den Alltag zu Hause.

Zeit zum Nachdenken

Durch den geregelten Tagesablauf in der Kung Fu-Schule und geringer Verantwortung ergibt sich mehr Freizeit. Zeit, die man nutzen kann, um die verstrichenen Ereignisse, Höhepunkte, Tiefen als auch die Zukunft zu reflektieren. Während man sich der Routine in China hingibt, fast schon dem Stillstand nahe, motiviert es einen, die nächsten Schritte zu wagen und den Weg in das Erwachsenendasein einzuleiten. Der Post-Universitätsstress hindert viele daran, klar sehen zu können, wo der Pfad, den sie gewählt haben, denn eigentlich hinführen soll. Daher muss man sich manchmal von allem lösen, um zu erkennen, was man eigentlich möchte; stehen bleiben, durchatmen und sich sammeln. Das geht in einer Kung Fu-Schule natürlich sehr gut.

Aisha Animashaun China
Foto: Aisha Animashaun

Gefühl der Freiheit

Kung Fu-Schulen in China befinden sich meist abseits der Großstädte auf Bergen und in Wäldern. So entstanden die verschiedensten Traditionen, die von Schulen gepflogen werden. Eine davon - das Erklimmen des höchsten Berges in Reichweite und der damit verbundene Siegesschrei. Einen Berg zu besteigen in praller Sonne und 5.000 Höhenmeter kann auch zur Challenge für den erfahrensten Athleten werden! Um so schöner ist das damit verbundene Gefühl am Gipfel zu stehen. Es lässt einen die zuvor gefühlten Schmerzen und den vergossenen Schweiß vergessen und regt zu einem Freudenschrei an, all den Stress und die gesammelten Frustrationen des letzten Jahres einfach wegzuschreien. Übrig bleiben positive Gedanken und eine wunderschöne Aussicht.

Um eine Quarter Life Crisis oder einem Stillstand im Leben zu entkommen ist es natürlich nicht nötig, eine Abenteuer-Reise nach China zu unternehmen. Kung Fu-Schulen in China lassen einen bloß in Extremsituationen erkennen, was getan werden muss, um solch einer Situation zu entfliehen. Wichtig ist: durchatmen, nicht aufgeben und ab und an nicht vergessen, einen wohl verdienten Siegesschrei auszustoßen.

 

Weekend-Bloggerin Aisha Animashaun reist für ihr Leben gerne. Die Leser von weekend.at nimmt sie auf ihre "Travel Adventures", die sie rund um den Globus führen, mit.

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