Zahnputzhilfe bei Zahnputzmonstern

Dass Zähneputzen wichtig ist weiß jedes Kind. Trotzdem mögen sie es nicht immer. Welche Tricks ich bis dato angewandt habe, um Bamam davon zu überzeugen, dass regelmäßiges Zähneputzen Spaß macht.

Kind Zähneputzen - Cover
Foto: Pixabay

Anfangs war es kein Problem. Bambam hat sich die Kaustangerln gerne in den Mund gesteckt. Immerhin kamen ja die Zähne, und das geplagte Zahnfleisch freute sich über Ablenkung. Mit zunehmendem Alter wurde es immer schwerer, das Zähneputzen. Ich erinnere mich an eine Zeit noch vor einem dreiviertel Jahr, als allein der Anblick der Zahnbürste ein Riesenprotest-Geschrei auslöste. Not macht erfinderisch, und so habe ich immer wieder neue Dinge probiert. Im Moment zieht die Video-Lösung. Ein besonderes Lied oder ein Clip beim Zähneputzen ansehen, aber das kann jederzeit wieder anders sein. Daher nachfolgend meine "Best Of-Zahnputztricks":

1. Belohnungssystem
Gerade bei älteren Kindern zieht es. Eine Stempelkarte, ein Stickeralbum. Für jedes Mal Putzen gibt's eine Belohnung, und für eine volle Stempelkarte ein größeres Geschenk.

2. Durchatmen
Als Eltern sind wir dazu geneigt, schnell die Nerven zu verlieren. Immerhin ist der abendliche Zahnputzkrieg nur das Ende vom Lied, und nicht der Anfang. Da hilft es, bevor man ausflippt, und das Kind festhält (was im übrigen alleine fast unmöglich ist), ein paar Mal tief ein- und auszuatmen. Wir habens alle gelernt, und sind alle groß geworden, und da wird der Nachwuchs das Putzen auch schon noch lernen!

3. Handpuppe/Fingerpuppe
Ein besonderer Gag war eine Zeitlang eine einfache Krokodilhandpuppe, die die Zahnbürste gehalten hat, oder der wir die Zähne geputzt haben. Auf diese Art hatte er einen Zahnputzfreund, und alles ging ein bisschen leichter.

4. Intervalle
Es heißt ja, man solle morgens und abends putzen. Bambam hat mich manchmal kaum putzen lassen, da habe ich ihm einfach dreimal täglich die Zahnbürste in den Mund gesteckt und gehofft, er erwischt alles. Wenn ich Glück hatte, konnte ich auch mal nachputzen.

5. Kommunikation
Auch wenn sie klein sind: Manchmal hilft es zu erklären. Spielerisch die Zahnmonster rauszuputzen, oder mit der Zahnbürste das Mittagessen jagen.

6. Kuscheltiere
Dem Lieblingstier die Zähne zu putzen kann auch Freude machen, und derweil darf Mama putzen!

7. Rolemodel
Du darfst mir die Zähne putzen, ich darf dir die Zähne putzen. Auch wenn uns dann manchmal der Zahnputzkopf im Rachen steckt. Es motiviert. Außerdem – wenn wir brav Zähneputzen und unsere Kinder es sehen, dann akzeptieren sie es als normalen Teil des Tagesrituals. Denn Mama, und Papa machen's ja auch.

8. Video schauen
Auch wenn es verpönt ist. Wenn es nicht überhandnimmt, und das Programm immer noch von uns Eltern gestaltet wird, dann ist Fernsehen nicht so tragisch. Und fürs Zähneputzen gibt es jede Menge guter Videos im Netz. Eine Zeitlang liebte Bambam Biene Maja, und für ein Biene Maja-Lied durfte ich dann Zähneputzen.

9. Wasser zwischendurch
Tagsüber genug Wasser trinken ist sowieso wichtig. Wichtig ist es aber auch, um immer wieder mal die Mundhöhle durchzuspülen. Also immer ein Wasser in Kinderhöhe bereithalten und auch mal ans Trinken erinnern.

10. Zahnbürste/pasta aussuchen
Es kann motivieren, sich selber eine Zahnbürste oder Zahnpasta auszusuchen.

11. Zahnputzlied
Aus der Kinderkrippe kam Bambam mit einem Zahnputzlied nach Hause. Das haben wir auch ein paar Mal versucht. Allerdings war's in unserem Fall nicht von Dauer, da dürfte der Gruppenzwang ein bissl mehr motiviert haben. Aber – Singen macht Kindern Spaß, und wenn Mama oder Papa mitsingen, und man dabei die Zahnteufelchen wegwischt, dann umso besser!

 

Katharina Gindra-Vady ist Mutter, Pädagogin, Bloggerin, Model, Moderatorin, ehemalige Flugbegleiterin. Die große Leidenschaft der Steirerin ist das Schreiben.

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