Silvester – für Katzen kein Knaller!

Ein Pfeifen, ein lauter Knall, gefolgt von ungewohnten Lichteffekten ... Für Katzen mit ihren empfindlichen Ohren bedeutet das enormen Stress. Teilweise haben sie panische Angst. Als Tierbesitzer will man sie dann trösten. Warum das kontraproduktiv ist und worauf man noch achten sollte, erfahren Sie in den Top10-Tipps für den Jahreswechsel.

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Katzen wissen mit dem ungewohnten Lärm zu Silvester nicht umzugehen. Foto: absolutimages/iStock/Thinkstock
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Die meisten verstecken sich ängstlich im letzten Winkel. Foto: COLOURBOX.DE
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Aufpassen auch mit knallenden Korken, Konfetti und Co.! Foto: Martha-Tinta/iStock/Thinkstock
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Versuchen Sie Ihrem Haustier einen gemütlichen Rückzugsort einzurichten. Foto: COLOURBOX.DE

"Same procedure as every year" ... nein, heuer nicht. Dieses Silvester verbringe ich daheim bei meinen Katzen, denn das laute Ins-neue-Jahr-Feiern ist für die Vierbeiner mit ihren empfindlichen Ohren ganz und gar nicht lustig.

Damit der Rutsch ins neue Jahr für Katzen nicht im Trauma endet, sollten Sie diese 10 Punkte durchlesen:

Top10-Tipps für ein Silvester mit Katzen

1. Als Katzenhalter sollte man seine Süßen zu Silvester nicht alleine daheim lassen. Der unbekannte laute Krach bringt die Vierbeiner völlig durcheinander, und sie glauben, dass eine Gefahr droht.

2. Einige verlegen die Party deswegen nach Hause. Hält sich der Lärm in Grenzen, ist das völlig okay. Viele Katzen – so wie auch mein Carlos – genießen es, ganz viel Aufmerksamkeit zu bekommen und lassen sich von den Gästen gerne streicheln und verwöhnen. Sensible Katzen wie Ella ziehen sich zurück. Gerade zu Silvester sollten diese einen eigenen Rückzugsort haben, den man ihnen gemütlich einrichtet. Platzieren Sie im selben Zimmer auch Futterschüssel und Katzenklo.

3. Sehen Sie ab und zu nach Ihrer Katze. Aber bestärken Sie sie nicht in ihrer Angst! Auch wenn es noch so schwer ist – zu viel Zuwendung wirkt als "Belohnung", und das ängstliche Verhalten wird verstärkt. Strahlen Sie Ruhe und Gelassenheit aus, das vermittelt Sicherheit.

4. Vorgezogene Vorhänge und geschlossene Rollläden schirmen Lärm und Licht ab.

5. Sanftes Licht, leise, beruhigende Musik oder vertraute Fernsehgeräusche helfen zusätzlich, fremde Geräusche zu überspielen.

6. Schnappen Sie sich zwischendurch immer wieder mal eine Katzenangel oder Stoffmaus und lenken Sie Ihre Katzen durch Spieleeinheiten ab.

7. Bei vielen gehört Bleigießen zur Tradition. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Katzen nicht in Berührung mit den Bleifiguren kommen. Das Wasser sofort wegschütten!

8. Ein beliebtes Neujahrs-"Gericht" ist Fondue. Auch in meiner Familie gibt es, seit ich denken kann, am Silvester-Abend ein Fondue. Katzen sollten vom rohen Fleisch jedoch keinesfalls etwas abbekommen, da eine Infektion mit dem Aujezky-Virus nicht ausgeschlossen werden kann.

9. Katzen streichen gerne mit ihren Ohren über Gegenstände, Möbel oder auch Menschenbeine. Dabei markieren sie mit ihrem Geruchshormon "Bereiche", wo sie sich besonders wohlfühlen. Feliway ist eine Nachbildung dieses Hormons. Der Feliway-Zerstäuber ist ein tolles Präparat, um für Katzen das Zuhause zu einer vollkommenen Wohlfühlzone zu machen. Der Zerstäuber kommt in die Steckdose und suggeriert den Vierbeinern so Wohlbefinden im Raum. Damit es auch garantiert wirkt, sollte man aber zwei Wochen vor Silvester mit der Anwendung beginnen.

10. Eine weitere Möglichkeit ist ein Geräuschtraining. Katzen sind an den Lärm von Knallern nicht gewohnt. Mit einer CD, die Sound-Effekte wie Gewitter, Schüsse und Knaller enthält, kann man den Katzen antrainieren, dass dieser Lärm etwas ganz Normales ist. Spielen Sie die CD täglich ab und steigern die Lautstärke nach und nach.

Carlos, Ella und ich wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir melden uns 2018 wieder mit vielen neuen Geschichten!

 

Weekend-Redakteurin Conny Engl ist seit einigen Monaten Katzenmama. Ella und Carlos heißen ihre beiden Mitbewohner, wobei sie scherzhaft einräumt, dass mittlerweile eher sie die Mitbewohnerin ist als umgekehrt. Auf weekend.at teilt sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse und vieles mehr rund um das Thema Katzenhaltung.

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