Viel zu lachen! Ich - Einfach unverbesserlich 3

Im Jahr 2010 überraschte Universal mit dem Animationsfilm "Ich - Einfach unverbesserlich". Die lustigen Minions, Gehilfen des Hauptcharakters Gru, wurden zu einem großen Erfolg und erhielten 2015 auch einen eigenen Film. Jetzt kehren die lustigen Kerlchen und Gru mit weiteren neuen Charakteren auf die Leinwand zurück.

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Foto: Universal Pictures

Die Handlung schließt unmittelbar an Teil 2 an. So lebt Gru mit seiner Ehefrau Lucy, den drei Kindern Margo, Edith und Agnes und den Minions in seiner ehemaligen Verbrechervilla, geht jetzt aber einer neuen Karriere nach. Er ist Teil der Anti-Verbrecher-Liga und nimmt es mit Schurken auf.

Neue Schurken, neue Familie

In diesem Fall ist der neue Antagonist Balthazar Bratt - ein Kinderstar, der seiner Rolle im TV entwachsen ist und jetzt versucht, diese im echten Leben nachzustellen. Trotz der Störung ist er allerdings sehr erfolgreich und schafft es, dem Team während einer Festnahme zu entwischen und den größten Diamanten der Welt zu stehlen. Gru und Lucy verlieren dadurch ihre Anstellung bei der AVL. Doch während sie Trübsal blasen, tritt Grus bisher unbekannter Zwillingsbruder Dru auf den Plan.

Bekannte Stimmen

Traditionsgemäß lässt sich wenig zur Besetzung von Animationsfilmen sagen. Die Regie übernehmen Pierre Coffin und Kyle Balda, sie waren bereits für die Minions verantwortlich. Bei den Stimmen gibt es gewohnt bekannte und gute deutsche Sprecher: Oliver Rohrbeck (Justus Jonas in "Die drei Fragezeichen") spricht Gru und Dru, Lucy wird wieder von Martina Hill (Comedian) gesprochen und der neue Bösewicht Balthazar Bratt erhält seine Stimme von Joko Winterscheidt (Circus Halle Galli, das Duell um die Welt).

Viel zu lachen

Die Handlung ist wie immer sehr charmant und humorig umgesetzt. Die meisten Gags sind für Kinder wie auch Erwachsene geeignet - somit wird auch der dritte Film der Reihe wieder zum fast perfekten Familienfilm. Dabei verliert der Film nie sein Niveau oder gleitet in Oberflächlichkeiten ab - von einem schlechten Gag gegen den Klassiker "Findet Nemo" des Konkurrenten Dreamworks einmal abgesehen. Natürlich gibt es jetzt keine besonders hochtrabende, tief verworrene oder komplizierte Geschichte. Das Zielpublikum bleiben Kinder, aber auch ältere Kinobesucher können sich gut unterhalten. 

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Foto: Universal Pictures

Schnelle Erzählweise

Nach einigen Minuten spaltet sich die Handlung auf vier Stränge auf. Wir sehen wie Gru seinen Zwillingsbruder kennenlernt, die Minions sich abseits durch die Stadt schlagen, die Kinder auf der Suche nach einem Einhorn sind und der Antagonist seinen diabolischen Plan durchführen will. Dabei bleibt auch Platz für jede Menge Gefühle und einige pädagogisch wertvolle Sprüche, inklusive Thematisierung der Problematik von Patchwork-Familien. Viel Inhalt für nur 90 Minuten Spielzeit, der Film ist extrem schnell. Viele Inhalte werden übersprungen, die Szenenwechsel sind oft etwas verwirrend. Vor allem für Kinder stelle ich mir dies etwas zu hektisch vor. 

Top-Technik

In Sachen Animation gibt es keinen Raum für Kritik. Universal legt erneut auf eine sehr bunte, liebevoll gestaltete Welt und detailreich animierte Charaktere Wert. Trotz des eigentlich gleichen Looks der Minions können diese wieder gut auseinandergehalten werden. Auch die menschlichen Darsteller - und davon gibt es diesmal sehr viele - sind schön gestaltet. Wie immer ist alles aber humorig überzeichnet. Grundsätzlich wird der Film in 3D angeboten, trotz allem wurde der Film nicht unmittelbar auf das Format ausgelegt. Somit entfallen permanent künstlich erzwungene Bewegungen durch die dritte Dimension und Kinobesucher können hier insofern mitunter ein paar Euro sparen. 

Die Minions sind zurück

Nach dem Solo-Film der Minions, der mich persönlich nicht überzeugen konnte, sind sie jetzt in ihrer besten Rolle wieder zurück - als Gehilfen, als Beiwerk und Nebencharaktere. So liebevoll die Figuren gestaltet sind, so eigenartig ihre Sprache auch ist - für mich funktionieren die gelben, pillenförmigen Wesen als Beiwerk besser als in der Hauptrolle. Dafür erhalten wir viel Familiendrama mit Herz und Happy End in einer schnell getakteten, lustigen und kindgerechten Geschichte. 

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Foto: Universal Pictures

 

Weekend-Blogger Jan Gruber ist Blogger und Podcaster aus Leidenschaft. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich aus diesem Hobby heraus viel mit Technik und Medien aller Art. Dennoch ist er kein Couchpotatoe, seine Freizeit genießt er beim Sport in der Natur. Für seinen Blog sieht er sich die neuesten Kino-Streifen an.

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