Freundlich mit Hund – Ein guter Start in den Tag

Ein Jahr hatten wir in unserem Grätzel gewohnt, bis Aragon zu uns kam. Auf meinen täglichen Wegen begegnete ich im Laufe dieser Zeit immer wieder denselben Menschen, wobei dann keiner - auch ich nicht - ein Zeichen des Erkennens von sich gab. Das liegt wohl teilweise auch am Charakter der Großstadt, in der Nachbarn oft anonym nebeneinander her leben.

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Freundliche Begrüßung unter Hunden Foto: SMc

Plötzlich war das dann ganz anders: Aragon, der quirlige blonde Welpe schaute jeden Spaziergänger mit seinen großen goldbraunen Augen so treuherzig und interessiert an, dass (fast) niemand vorbeigehen konnte, ohne ein paar freundliche Worte an uns – manchmal auch nur an ihn – zu richten.

Kinder blieben stehen und wollten unseren Hund streicheln. "Wie heißt er denn?", oder "Wie alt ist er?" sind nur wenige der Fragen, durch die sich oft nette Gespräche entwickelten.

Manchmal wurden wir auch nur im Vorübergehen freundlich lächelnd angeschaut, was ein wohltuender Gegensatz zur ausdruckslosen Miene, mit der man sonst aneinander vorbeiging, ohne einander zu beachten. So starteten mit einem Mal viele Tage mit einem netten Gruß und oft auch kurzem Gespräch mit den nächsten oder weiter entfernten Nachbarn.

Aragon ist jetzt drei Jahre alt, und inzwischen gehen wir manchmal mit anderen Hundenachbarn gemeinsam spazieren und freuen uns, wenn wir bekannte Gesichter wiedersehen.

Ich habe festgestellt, dass die meisten Herrlis und Fraulis grüßend aufeinander zugehen, woraus ich schließe, dass unsere Hunde uns aufgeschlossener und auch freundlicher anderen gegenüber machen. Und wir haben alle eine Gemeinsamkeit: die Liebe zu Hunden. Das verbindet!

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Schon die Kleinsten wissen wie man sich freundlich begegnet Foto: SMc

Es ist sogar so, dass ich inzwischen davon überzeugt bin, dass wir von unseren Hunden lernen. Die Vierbeiner begrüßen sich immer: schnuppern, manch einer knurrt (da geht man gleich weiter), manch anderer fordert zum Spielen auf (da ergibt sich dann auch mal ein längerer Tratsch unter Zweibeinern).

Der Tag fängt doch gleich besser an, wenn man seinen Mitmenschen zumindest im Vorbeigehen einen "Guten Morgen" wünscht, auch wenn's manchmal in der Früh noch etwas müde klingt. Eigentlich eine ganz einfache Geste der Wertschätzung seiner Mitmenschen, vielleicht sollte man diese Freundlichkeit auch im Leben OHNE Hund einführen … Aber das ist ein anderes Thema.

Und wo das Neue Jahr noch jung ist, nehme ich mir gleich noch vor, weiterhin freundlich auf andere zuzugehen. Ein Lächeln, ein Gruß und Freundlichkeit kosten nichts und sind doch so viel wert!

Bis bald!

Liebe Grüße

Eure Silvie mit Aragon

 

Silvia Mc Intyre lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und Hund in Wien. An ihrem abwechslungsreichen Familienleben lässt die vielseitig interessierte Weekend-Bloggerin unsere Leser teilhaben.

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