Auszeit für rote Schnupfennasen und gelbe Schleimhustenmonster!

Jetzt ist sie wieder da - die Erkältungszeit! Bakterien und Viren, die uns nur so um die Ohren fliegen und von manchen Zeitgenossen gleich zur Sicherheit mit schweren Geschützen wie Antibiotika, vorbeugenden Impfungen und Desinfektionsmitteln bekämpft werden. Dabei ginge es viel einfacher, günstiger und schonender - mit zahlreichen "alten" Hausmitteln aus der Natur, die frei von allen Nebenwirkungen sind.

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Foto: Kons. Mag. Claudia Ortner

Die Schnupfen- und Grippezeit hält uns fest im Griff. Alljährlich werden die Menschen in Panik versetzt. Die Schlagzeilen sind jedes Jahr gleich: große Ansteckungsgefahr. Die Grippewelle rollt auf uns zu. Schon wieder hunderte Grippe-Tote. Und die Medien werben fleißig mit dem Appell: Unbedingt Grippe-Impfen. Desinfektionssprays und -tücher benützen. Nahrungsergänzungsmittel einnehmen ...

Es ist ja nicht so, dass wir all diesen Keimen schutzlos ausgeliefert wären. Die Natur hat unserem Körper ein tolles Immunsystem geschenkt, und falls es doch einmal passieren sollte, dass wir einen Krankheitserreger einfangen und zu kränkeln beginnen, viele einfache Heilmittel. Aber erstens: Haben wir Menschen verlernt auf unseren Körper zu hören. Zweitens: Was nichts kostet, zählt nichts. Und drittens: Die meisten Menschen vertrauen mehr auf synthetische, verschreibungspflichtige Medikamente als auf Naturheilmittel.

Wir gehen mit vielen Schätzen inklusive unserem eigenem Körper jämmerlich um.

Zeit umzudenken!

Aber wer hört schon gerne von gesunder Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, wenig Zucker und wenig Fertiggerichten, von viel Bewegung an der frischen Luft, Auszeiten, genügend Schlaf, wenig Nikotin und Alkohol?

Und wenn unser Immunsystem dann wieder durch viele kleine Fehler ganz unten ist, dann öffnen sich halt gerne die Eingangspforten für all diese Keime, die eigentlich eh ständig um uns herum sind, aber es nun in Zeiten wie diesen mit weniger Licht, Ernährungssünden, wenig Bewegung an der Luft und dazu noch Stress - den hat ja schließlich heute jeder - viel leichter haben. Und wenn dann auch noch erste Anzeichen einer Erkrankung übergangen werden, bis das Kratzen im Hals schon unerträglich ist, die Nase unaufhörlich rinnt und aus der Brust ein tiefer, schmerzender Bariton erklingt, dann sollte auch noch jede Medizin sofort Wunder wirken.

Ab heute denkt ihr dank meiner Tipps hoffentlich schon früher an euren Körper und sorgt dafür, dass bestimmte  Stoffe unbedingt vorrätig zuhause sind.

Tipp 1

Viel, viel TRINKEN!!! Und zwar Wasser – der beste Treibstoff für unseren Körper - sowie Tees und verdünnte Fruchtsäfte (keine Nektare, die nur viel zu viel Zucker enthalten).

Tipp 2

Gut warm halten. Bauchfrei ist im Sommer angesagt. Jetzt ist die Zeit für dicke Pullis, Kleidung von mehreren dünnen Schichten, Wollsocken und Mützen – auch wenn dies für manche gar sooo altmodisch klingen mag. Allein über den Kopf gehen 10 Prozent der Körperwärme verloren. Und wenn der Körper ständig damit beschäftigt ist, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, kostet ihn das viel Energie und schwächt ihn.

Tipp 3

Wenn ihr mal ordentlich durchgefroren seid, Zugluft abbekommen habt oder total durchnässt heimgekommen seid, dann gönnt euch ein gutes, sehr heißes Fußbad mit einem Schuss bis ¼ l Apfelessig. Danach – wie eigentlich bei jeder gesundheitlichen Anwendung - zumindest zugedeckt eine halbe Stunde ruhen oder gleich ab ins Bett.

Tipp 4

Ein Vollbad mit 1 Kilogramm Salz kann auch viele Giftstoffe entziehen. Es muss kein teures Himalaja- oder Totes Meer-Salz sein. Schnödes Viehsalz im 25 kg-Sack - im Lagerhaus erhältlich - erfüllt auch den Zweck. Lässt sich halt nicht so kassenkräftig vermarkten. Überall ist Natriumchlorid drinnen. Die rosa Farbe und ein paar mehr Milligramm von diversen Spurenelementen sind den höheren Preis wirklich nicht wert.

Tipp 5

Ein paar Fläschchen mit diversen ätherischen Ölen gehören in jedes Haus. Die könnt ihr vielfältig verwenden. In der Erkältungszeit helfen besonders gut Eukalyptus, Fichten,- Tannen- oder Kiefernnadeln, Zitrone und Lavendel. Lavendel hat außerdem desinfizierende Eigenschaften, egal ob in der Duftlampe, im Weichspüler-Fach der Waschmaschine, im Wischwasser oder tropfweise auf dem Kopfpolster eines Kranken. Und es gibt sogar Leute, die zur Grippezeit immer ein mit Lavendel- oder Teebaumöl getränktes Taschentuch in ihren Jackentasche tragen, z.B. für den Bus oder das Wartezimmer, wo es ja meist von Viren und Bakterien nur so wimmelt, und wenn jemand niest, schnüffeln sie gleich an ihrem Tuch.

Man muss ja nicht gleich übertreiben. Aber wenn die Nase juckt oder der Hals etwas kratzt, kann man wirklich vorbeugend mal so ein Tuch mit ätherischen Ölen beträufeln, sich gemütlich hinlegen und bis zu dreißig Mal ordentlich tief diese wohltuenden Duftstoffe einatmen. Wirkt jedenfalls herrlich befreiend!

Tipp 6

Eine Sole/Meerwasserlösung zum Nasespülen.

Tipp 7

Tee, Tee und wieder Tee.

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Foto: Kons. Mag. Claudia Ortner

Besonders zu empfehlen sind in dieser Jahreszeit Hollerblüten- und Lindenblütentee. Die Linde enthält antibiotische Substanzen. Beide Heiltees wirken schweißtreibend und entgiftend. Zinnkraut = Schachtelhalm-Tee hilft den Nieren bei der Ausscheidung der Schadstoffe. Hibiskus = Malventee und Hagebuttentee liefern das dringend benötigte Vitamin C. Eibisch, Thymian, Alant und Salbei helfen bei Husten und Heiserkeit.

Was euch vielleicht nun auch gut tun könnte, wäre die im Beitrag über Gewürze besprochene Goldene Milch oder eine Tasse heißes Wasser mit viel Zitrone und Honig. Wer die Wirkung dieses Getränks noch erhöhen will, kann ein Stück Ingwerwurzel im Wasser einige Zeit köcheln lassen!!

Salbeitee ist auch zum Gurgeln geeignet. Wirkt genauso gut wie die mit synthetischen Farbstoffen gefärbten Gurgellösungen. Dies hat nicht nur mein Hausarzt bestätigt.

Tipp 8

Eine ordentliche Portion Schärfe tut auch gut. Das habe ich jedenfalls von meiner thailändischen Freundin und meiner philippinischen Schwägerin gelernt. Wird bei denen jemand krank, gibt es umgehend Hühner-Gemüsesuppe mit ganz  viel Chili.

Die gute alte Hühnersuppe mit ganz viel Karotten, Sellerie und Petersilie – die ist in unserer Familie noch heute ein beliebtes Helferchen bei Erkältungen und Grippe und steht garantiert am Speiseplan, wenn einer aus unserer Familie krank wird - ist auch eine Wohltat in der kalten Jahreszeit. Ihre positive Wirkung auf das Immunsystem und abtötende Wirkung auf Viren ist mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt worden, z.B. durch Studien der Universität Nebraska, aber schon früher in Frankreich, wo es sogar ein homöopathisches Mittel gegen Grippe aus Entenleber gibt, das umwerfend wirkt, bei uns allerdings kaum bekannt ist. Fragt nach Oscillococcinum® Globuli. Jeder Apotheker wird sie euch gerne bestellen. Beworben wird es von der Pharmaindustrie natürlich nicht. Da gibt es andere, teurere Medikamente, die empfohlen werden.

Tipp 9

Sonnenhut-Tinktur oder Propolistropfen mehrmals täglich nach Anleitung genommen tragen zur Stärkung eures Immunsystems bei.

Tipp 10

Spitzwegerich-Tinktur /Saft  oder Sirup leistet auch wahre Wunder bei Heiserkeit, Kratzen im Hals und beginnendem Husten.

Schade ist, dass die Menschheit altes Wissen leider so leichtfertig aufgibt, während sie sich von der Werbung zu viel einreden lässt! Ist ja so scheinbar auch leichter zu leben. Die Werbung, der Apotheker, der Arzt ... sagt mir, was ich wann zu tun habe, welches Mittel einzunehmen ist, fertig. Schwöre ich hingegen auf Naturheilmittel, dann muss ich mich zuerst mal selbst informieren, muss in Eigenverantwortung überlegen, was mir bei welchem Beschwerdebild am besten helfen kann. Und eine Tablette ist schneller eingeworfen als sich mit Fußbad, Teemachen, Infrarot-Bestrahlung, guter alter Wärmflasche, Hühnersuppe "herumzuplagen".

Einkaufsliste

Klar sollte natürlich auch sein, dass, wenn Beschwerden nach einigen Tagen gar nicht abklingen, man schon den Arzt aufsuchen sollte. Aber es ist sicherlich für jeden ratsam, zuerst einiges aus der Hausapotheke auszuprobieren. Allerdings wie immer , muss man den Hinweis  - alle Angaben ohne Gewähr - geben.  Und jeder Mensch reagiert sowieso anders.

Für eure Einkaufsliste nochmals zur Erinnerung all jene Sachen, von denen ich denke, dass sie unbedingt in jedem Haushalt vorrätig sein sollten: Propolis oder Sonnenhut-Tinktur, Honig, Salbei-, Hollerblüten- und Lindenblütentee, Zitronen, Ingwer, Wärmflasche, Apfelessig, Lavendel,- Eukalyptus,- Teebaum, Fichtennadel- und Zitronenöl, eine größere Packung Salz.

Und nun lasst euch von den roten Schnupfennasen-Zwergen und den gelben Schleimhusten-Monstern nicht erwischen, sondern trickst sie mit obigen Hilfen ordentlich aus. 

 

Die Kraft der Natur zu nutzen, um mit sich und der Umwelt ins Reine zu kommen, ist Weekend-Bloggerin Claudia Ortner ein besonderes Anliegen. Auf weekend.at gibt die Oberösterreicherin Tipps, damit ein Leben im Namen der Nachhaltigkeit besser gelingt.

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