Ehekrise: Wann ist Paartherapie sinnvoll?

Kristen Bell hat kürzlich das Geheimnis ihrer Ehe verraten: Die Schauspielerin ist deshalb so glücklich mit Ehemann Dax Shepard, weil sie regelmäßig zur Paartherapie gehen. Aber wann ist eine Therapie notwendig und hilfreich?

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Welche Auswirkugnen hat Ehetherapie? Foto: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock

Kristen Bell und Dax Shepard sind seit mittlerweile zehn Jahren liiert und haben zwei gemeinsame Töchter. 2013 hat sich das Paar das Ja-Wort gegeben. Ihre Beziehung funktioniere deshalb so gut, weil sie sich in Zeiten, in denen es nicht so gut gelaufen ist, Hilfe geholt haben. "Wir haben eine gesunde Ehe und die haben wir, weil wir eine Therapie gemacht haben, als es notwendig war", sagt Bell gegenüber dem "People-Magazine". Indem die beiden öffentlich über Eheprobleme und Paartherapie sprechen, wollen sie anderen Menschen helfen und ihnen eventuelle Ängste und auch Schamgefühl nehmen. Aber wann ist eine Paartherapie notwenig und erfolgreich?

In Krisenzeiten

Viele Paare beginnen mit der Paartherapie, wenn sie sich mitten in einer Krise befinden und sich die Ehepartner bereits sehr vorneinander abgewendet haben. Eventuell hat einer der beiden sogar eine Affäre begonnen oder einen Seitensprung gehabt. In diesen Situationen scheint die gegenseitige Verletzung so tief zu sitzen, dass sie schier unüberwindbar scheint. Therapien helfen den Paaren wieder miteinander zu kommunizieren und den Schmerz loszulassen. Das Ziel ist wieder in die Zukunft blicken zu können, egal ob diese gemeinsam oder getrennt stattfindet. Die Therapiestunden helfen eine Entscheidung zu treffen, die schon lange hinausgezögert worden ist.

Keine Nähe, keine Kommunikation

Im Alltag muss man funktionieren. Gemeinsame Kinder brauchen ständig irgendetwas, der Haushalt muss erledigt werden, der Arbeit soll zur vollen Zufriedenheit des Chefs nachgegangen werden und ab und zu melden sich auch Freunde und Familienmitglieder, die Hilfe oder einfach nur ein bisschen Zeit brauchen. Dabei kann die Aufmerksamkeit für den Ehepartner im hektischen Alltag untergehen. Zärtlichkeiten und liebevolle Momente der Zweisamkeit gibt es kaum noch und mit der Zeit kann es sein, dass auch Gespräche immer weniger werden. In diesen Situationen kann eine Therapie sehr hilfreich sein. Denn diese beitet einen fixen Zeitraum, in dem sich das gestresste Paar nur miteinander beschäftigen muss. Kommunikation wird neu erlernt und die Beziehung steht wieder im Mittelpunkt.

Beide müssen offen dafür sein

Eine Paartherapie kann nur dann helfen, wenn sich beide Ehepartner darauf einlassen. Wenn einer nur blockiert, nicht reden will und das auch nach mehreren Sitzungen nicht macht, dann wird die Therapie nichts bringen.

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Dax Shephard und Kristen Bell schwören auf ihre Ehetherapie Foto: Sara De Boer / Action Press / picturedesk.com