Warum es so schwer ist sich zu entschuldigen

Häufig kommen Entschuldigungen nicht von selbst. Nur unter Druck oder heftigem Einfordern des Gegenübers entschuldigen sich viele Menschen. Aber woher kommt das? Warum ist es so schwer sich zu entschuldigen?

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Es ist wichtig sich Fehler einzugestehen Foto: Jupiterimagines/Creatas/Thinkstock

Der Grund liegt darin, dass das Gehirn falsche Signale sendet und uns glauben lässt, dass wir uns immer richtig verhalten. Gewisse Verhaltensmuster beweisen aber oft das Gegenteil. Psychologin Elliot Aronson erklärt das so: "Das Phänomen nennt sich kognitive Dissonanz. Dabei stehen verschiedene Gefühle und Einstellungen, die ein Mensch hat, miteinander in Konflikt und äußere Handlungen entsprechen nicht den inneren Überzeugungen." Es sei dasselbe Phänomen, das einen Raucher zwei Schachteln Zigaretten am Tag rauchen lässt, obwohl er weiß, dass es ungesund ist.

Warum eine Entschuldigung so wichtig ist

Es fördert die persönliche Entwicklung, wenn man in der Lage ist sich zu entschuldigen. Laut dem Psychologen Alex Lickerman gibt es vier Punkte, die dabei zu beachten sind.

1. Verantwortung übernehmen

Es ist sehr wichtig Verantwortung zu übernehmen und das macht man mit einer Entschuldigung.

2. Erklärung bieten

Die Person, die durch Fehlverhalten verletzt wurde, braucht oft eine ehrliche Erklärung, um zu verstehen, wie es zu der Situation gekommen ist.

3. Nehmen Sie sich vor, sich zu bessern

Eine Entschuldigung bringt gar nichts, wenn man sich nicht vornimmt es in Zukunft besser zu machen.

4. Darüber hinweg kommen

Nachdem man sich entschuldigt hat, muss man es auch gut sein lassen. Die Sache ist damit abgeschlossen